Nachdem in Dänemark im Zuge der Gipfelproteste gegen den COP 15, faktisch der Polizeistaat eingeführt wurde, um jeden Widerstand dagegen im Keim zu ersticken, drehen die Bullen nun komplett durch und räumten gestern Nacht Christiania, ein seit 1971 existierender Freiraum, im Zentrum von Kopenhagen, in dem hunderte Menschen wohnen, und der von tausenden genutzt wird für kulturelle, soziale und politische Zwecke. Während den Gipfelprotesten wurde er als Rückzugsort vieler AktivistInnen genutzt. Christiania ist wohl der größte innerstädtliche Freiraum Europas gewesen. Und nun ist er geräumt. Zwei Fliegen mit einer Klatsche für die dänische Regierung, wenn das mal nicht eine zuviel war.
Nachdem es gestern abend zum Errichten von Barrikaden am Eingang zu Christiania kahm, stürmten die Bullen das Gelände mit Hundestaffeln, Wasserwerfern, Räumfahrzeugen, und hunderten Bullen. Das Viertel ist verwüstet und Bullen besetzten es zur Zeit.
Als Antwort brannten in der Stadt gestern Nacht Autos.
Diese Räumung darf nicht unbeantwortet bleiben, die Errichtung eines dämischen Polizeistaates darf nicht unbeantwortet bleiben.