Mit diesem Banner tauchte Greenpeace in Kopenhagen auf und überspitzte damit noch ihren Spruch auf dem G8 in Heiligendamm „Act now“.
Diese Aufforderungen erklären schön die Vorstellungen der Greenpeace-bosse, wie der Klimawandel bekämpft werden solle: Von oben! Das Ausschließen von 99,9999… Prozent der Menschen aus den Entscheidungsprozessen, wird nicht nur in Kauf genommen, sondern es wird offensiv eingefordert. Dass Greenpeace Führer dabei toll findet kann wenig überraschen, ist die Organisation doch selber straff von oben nach unten durchorganisiert.

Doch schauen wir uns die Funktion der Organisation Greenpeace geauer an:
In Umfragen ist Greenpeace jene Institution in die „die Deutschen“ im Durchschnitt am meisten Vertrauen besitzen. Für „die Deutschen“ ist Greenpeace „das Gute“. Deshalb spenden sie also, zwecks Gewissensberuhigung, soviel an GP, dass diese vor einigen Jahren eine Doppeltseite im Spiegel benötigten um rumzujammern, dass sie gar nicht mehr wüssten, was mit dem Geld anzufangen sei.

Irgendwie gut, irgendwie für die Umwelt, irgendwie immer auf der richtigen Seite, und irgendwie Action. Das ist das Image von Greenpeace. Und damit reihen sie sich ein in ein Meer von Umwelt und KlimaschützerInnen, die alle den Planeten retten wollen, und die alles grün, oder blau (wird inzwischen von Werbeagenturen geraten, weil grün abgelutscht ist, auch Greenpeace ist deshalb jetzt blau und nicht mehr grün) anmalen, bis mensch nichts mehr erkennen kann von Ursache und Tätern und Opfern.

Wer sich den Laden einmal von Innen anschaut, würde auffallen, dass er wie ein Konzern geführt wird. Alles unterliegt finanziellen Kosten-Nutzen-Rechnungen. Vor einigen Jahren ist zum Beispiel eine Anti-Auto-Kampange rausgeflogen, weil die Spendengelder zurückgingen, und Greenpeace lernte daraus: Nur noch Kampangen fahren, die populär sind! Desweiteren wird die krasse hierarchische Struktur auffallen: Alles wird von oben nach unten geregelt und zwar mit militärischer Disziplin: Wer sich nicht an die Regeln hält fliegt raus. So zum Beispiel geschehen vor wenigen Jahren mit KletteraktivistInnen, welche eine Aktion außerhalb von Greenpeace durchführten. Als Aktivist ist mensch sowieso nur ausführendes Organ: Keine Möglichkeit der Diskussion über die Aktion, oder der Selbstbestimmung über die Eigene Position bei der Aktion: Wie gesagt militärische Zustände, Befehl und Gehorsam.