Nachdem in den letzten Tagen durch entschlossenes Auftreten der AnwohnerInnen die Rodungsarbeiten immer wieder gestoppt werden konnten, erreicht der Widerstand nun eine neue Dimension. Als gestern über 100 Menschen die Rodungsarbeiten stören wollten, blieb den Rodungsarbeitern, der Polizei und den Securitys nichts weiter übrig als den Wald zu verlassen.
Zudem wurde unweit ein Waldcamp errichtet von dem aus die Rodungsarbeiten nun immer öfters blockiert werden sollen, was bereits in den frühen Morgenstunden gelang, als die Rodungsarbeiten für eine Stunde gestoppt wurden durch eine Sitzblockade.

blockade

Der Widerstand im Querumer Forst ist seit langem Mal wieder ein positives Beispiel für direkten Widerstand gegen klimazerstörende Großprojekte.
Nach diesem entschlossenem Widerstand wird nun damit zu rechnen sein, dass auch die Gegenseite aufrüstet. Denn natürlich ist die Konsequenz daraus dass AnwohnerInnen sich wehren nicht, dass der Flughafen dann eben nicht erweitert wird, sondern dass mehr Mittel aufgebracht werden müssen, um ihn trotzdem durchzudrücken.
Es wird also darauf ankommen, ob der Widerstand auch gegen ein massiveres Polizeiaufgebot neue Wege findet die Rodungen zu behindern, oder auf andere kreative und direkte Art und Weiße zu stören.

camp

Der Flughafen soll im Wesentlichen für VW ausgebaut werden. Ein gefällter Baum bindet im Übrigen die durchschnittlichen Jahresemissionen eines VW-Mittelklassewagens. 60.000 Bäume sollen gefällt werden.