Die globale Landwirtschaft ist zu sehr hohen Teilen mitverantwortlich am Klimawandel. Wieviel genau, darüber wird gestritten. 18% hieß es bisher. Einer neuen Studie zufolge ist aber allein die Tierhaltung (mit allen dazugehörigen Sektoren) für 50% des Klimawandels verantwortlich. Jedenfalls sind die emmissionen der Landwirtschaft extrem hoch. Woran liegt das?

  • Wie schon erwähnt ist die Tierhaltung der größte Faktor. Dieser unterteilt sich wieder in zwei weitere:
    1. Die Landnutzungsänderungen, sprich das Roden, oder abfackeln von (Regen-)wäldern, für den Futtermittelanbau, oder die Viehhaltung. In Wäldern, insbesondere in Regenwäldern ist extrem viel CO2 als Kohlenstoff gespeichert, im Holz und in dn Böden. Bei der Rodung oder verbrennung werden diese frei. Da durch die Tierhaltung nur jede 7. pflanzliche Kalorie beim Menschen ankommen, sind weitaus mehr Anbauflächen nötig, als es bei einer rein pflanzlichen Ernährung wäre.
    2. Der Methanausstoß von Rindern ist tatsächlich ein relevanter Faktor.
  • Beim massiven Stickstoffdüngereinsatz in der industrialisierten Landwirtschaft wird das Lachgaß genannte Treibhausgaß Distickstoffmonoxid frei. Eine weitere Folge des Stickstoffdüngereinsatzes ist deren sickern ins Grundwasser sowie in Flüsse und Seen, wo sie für tote Zonen sorgen in denen kein Leben mehr möglich ist.
  • Die Verbrennung von Biomasse: Geerntete Felder werden abgebrannt oder ähnliches
  • Beim Reisanbau entsteht ebenfalls Methan
  • Weitere Ursachen könnt ihr in der Grafik sehen
  • Die industrielle Verarbeitung sowie der Transport von Lebensmitteln sind hier noch nicht eingerechnet

Was tun?

  • Tierhaltung nicht unterstützen sondern bekämpfen! Nicht nur dass diese endloses Leid erzeugt, sowie eine systematische Ausbeutung von Lebewesen darstellt. Sie trägt auch zu einem extrem großen Anteil zum Klimawandel teil. Zum einen bedeutet das, keine tierischen Produkte zu konsumieren (insofern sie nicht aus den nicht mehr verwertbaren Überresten der Konsumgesellschaft stammen) Zum anderen heißt das die Tierhaltung anzugreifen, in den Diskursen und in der Praxis. Zur Zeit werden zum Beispiel massenhaft neue Tierfabriken in Deutschland gebaut.
  • Die industrielle Landwirtschaft nicht unterstützen! Das heißt entweder Alternativen dazu aufzubauen oder zu unterstützen, oder nur von den nicht mehr verwertbaren Überresten der Konsumgesellschaft zu leben.