Frei übersetzt von: earthfirst.org.uk

Am 5. Tag der Räumung wurde das besetzte Camp nun fertig geräumt. Die beiden letzten BesetzerInnen wurden aus dem schnell schrumpfenden Wald gezerrt und  in Gewahrsam genommen. Insgesamt wurden 45 Festnahmen über die Zeit der Besetzung gemacht und 70 Menschen ließen sich räumen, oder unterstützen die geräumten von außen. Während allen 5 Tagen konnte mensch sehen, wie der Staat Gewalt ausübt, gegen jene die positive Veränderungen bewirken wollen, und wie der Filz zwischen RichterInnen, Bullen und Konzernen funktioniert. Die letzten 5 Tage sahen aber auch mutigen Widerstand und AktivistInnen die sich solange dem Räumungsteam widersetzten bis sie an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt abtransportiert wurden und UnterstützerInnen, die 24 Stunden am Tag der Kälte ausharrten und auch Nachtwachen abhielten.

Die Räumung ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer lokalen Widerstandsbewegung und radikaler direkten Aktionen in der Region (wo viele andere Braunkohletagebauten entstehen sollen). Aus Aktionen wie dem Lahmlegen des zentralen Verladebahnhofs für Braunkohle (was am Mittwoch bereits zum 3. Mal passierte) und lokalem Engagement und Solidarität woraus die 7 monatige Besetzung resultierte lässt sich eine positive Veränderung in Richtung radikalem Umweltschutz in Schottland ableiten.

Aber wohin als nächstes gehen? Wir haben diese gierigen Kapitalisten dort getroffen, wo es ihnen am meisten Weh tut – an ihrem Geldbeutel – und wir freuen uns darauf zu hören wieviel es ihnen insgesamt gekostet hat. Über 30 direkte Aktionen fanden in den letzten 12 Monaten statt, und zwar ohne der Räumung. Maschinen wurden zerstört, Gesundheitsstudien veröffentlicht und Bündnisse geschmiedet mit denen die von Schwerindustrie und dem Klimawandel geschädigt werden.  Wir haben Tunnel gegraben, Bäume verteidigt und haben Bagger blockiert.

Das Solidaritätscamp wurde nun geräumt – Der Widerstand geht weiter.