Hier ein neuer Bericht aus Braunschweig. Am Dienstag,den 26.1., wurde die Umzäunung – Typ „Wildschutzzaun“– für das zum eigentlichen Startbahnerweiterungsbau benötigten Gelände fertiggestellt.
In diesem Areal ist der Kernbereich gerodet, am Rand stehen noch Streifen mit sehr alten Bäumen. Ob diese in den nächsten Tagen auch noch abgeholzt werden, ist ungewiss.
Die Einzäung hat den Charakter der täglichen Demos verändert. Es ist frustrierend, ausgesperrt zu sein. Nach Mass der Dinge waren nur noch Versuche von Torblockaden möglich.
Am Dienstag waren auch GentechnikgegnerInnen im Wald, wegen des Verfahrens um die Feldbesetzung am Thynen-Institut im letzten April.
Momentan wird versucht, den politischen Druck auf VW zu verstärken. Der Konzern soll auf die paar geplanten Airbus-Flüge ab Braunschweig verzichten. Ebenso auf die DLR, nachdem herauskam, dass sie den Umbau von ihrem fetten Forschungs-Airbus vom Hersteller nicht genehmigt bekommen. Die sollen sich nach einem besseren Flieger umgucken.
Als sehr zäh erweist sich die Stadt -alles scheissegal an (Gegen-)Argumenten, wir sind (für) Braunschweig !!!- heisst es da. Bei einem Go-in im Rathaus kam heraus, dass SPD und CDU noch über 10 weitere Hektar Wald für eine Umgehungsstrasse abhacken wollen, die das OVG Lüneburg eigentlich abgelehnt hat. Ein Tunnel unter der Bahn wäre zu teuer. Momentan wird versucht, dem zuständigen Bischof angesichts der schwindenden Pro-Argumente eine klare Stellungnahme zu entlocken. Da ist besonders die versammelte Kirchengemeinde Waggum, deren Pfarrer jeden Tag zur Demo die Kirchenglocken läutet, hinterher .
Bis zum Wochenende werden die täglichen Demos vorerst weiterlaufen. Am Freitag, 29.1., wird es eine grössere Demo geben. Das Biwak steht noch, ist aber unter der Woche meist nicht bewohnt.