Gestern morgen räumte die belgische Polizei die Waldbesetzung im Lappersfort Forest. AktivistInnen ketteten sich an Bäumen fest, in Baumhäusern und verschanzten sich in unterirdischen Blockadetunneln. Alle wurden von Spezialkräften der Polizei geräumt. 25 AktivistInnen wurden so in Gewahrsam genommen. Einige wollten ihre Personalien nicht angeben, so dass die „Imigrationskontrolle“ eingeschaltet wurde. Ein Aktivist wurde in ein Gefängnis gebracht, wegen Immigration. Die AktivistInnen die ihre Personalien angaben wurden nach 12 Stunden freigelassen.

Der Lapperfort Forest war ein Wald der “illegal” auf einer als “Industriefläche” ausgewießenen Brachfläche wuchs. “Gehören” tut die Fläche Suez/Fabricom. Fabriken, Büros und Parkplätze sollen dort entstehen. Und das obwohl 30% der Industriellen Fläche in Brügge leersteht und 65 Industriegebäude nicht benutzt werden.

Eine große Anzahl an Bäumen wurde direkt gefällt innerhalb kürzester Zeit. Die Baumhäuser wurden auch zerstört. Nach Angaben der Polizei wurden 80% der 3,2 Hektar Fläche bereits gerodet.

„Fabricon versucht das Projekt als „sozial wichtig“ darzustellen, und sich selber ein grünes Image zu geben“ sagt der Aktivist Robin “ In Wirklichkeit stellen sie Profite über die Natur und die Bevölkerung. Egal ob im Amazonas, in Indien oder in Belgien. Dieses Verhalten ist verstärkt zu beobachten bei Multinationalen Konzernen. Sie behaupten grün zu sein, aber wo wir einen Wald sehen, sehen sie eine Spekulationsfläche“