Seit der zweiten Märzwoche gibt es ein Camp auf der Huntington Lane Tagebaufläche in Telford im Westen von England bei Birmingham. Es handelt sich um ein knapp 100 Hektar großes lokales Naturschutzgebiet mit altem Waldbestand. Der Tagebau der Firma UK Coal soll innerhalb von drei Jahren 900.000t Kohle fördern und wird für mindestens 2.430.000t CO2-Emissionen sorgen. Danach soll es wieder in Grünland verwandelt werden.

Banneraktion am Bahnhof
Schon am 6. März wurden in Telford Transparente von Brücken gehangen. Ein Sprecher der Aktivist_innen sagte:

Wir glauben, dass Kohleverbrennung zur Stromerzeugung eine antiquierte und überholte Technologie ist. Es ist hochgradig ineffizient und verantwortlich für die Freisetzung großer Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre. Wenn die britische Regierung die Ursachen des Klimawandels ernsthaft angehen würde, gäbe es keinen Bedarf für die Schaffung solcher Gebiete wie Huntington Lane. Es ist eine Tragödie, dass dieser schöne Ort in einem „Gebiet von außerordentlicher natürlicher Schönheit“ (Area of Outstanding Natural Beauty) wegen der Verfolgung dreckiger Kohleprojekte verloren gehen wird.

Bei einem Spaziergang am 7. März stellte sich heraus, dass schon viele Bäume gefällt wurden, was darauf hinweist, dass weitere Arbeiten in Kürze bevorstehen könnten.

Auf ihrem Blog berichten die Aktivist_innen über den fortschreitenden Ausbau ihres Camps und schreiben, was sie noch brauchen:
defendhuntingtonlane.wordpress.com

Zudem gibt es eine Einladung zu einem Besprechungs- und Bauwochenende über Ostern im Camp.

Bild vom Camp
Campbesucher_innen