In der Nacht vom 21. auf den 22. März besetzten Anti- Kohleabbau- AktivistInnen erneut einen Wald der für einen Kohletagebau weichen soll.
Die Blair House Open Cast Coal Site wurde in Solidarität mit den AnwohnerInnen und als direkte Intervention gegen die Umweltzerstörung die sie versursachen wird, besetzt. Vertragspartner haben in den letzten Wochen bereits Bäume auf der Fläche gefällt. Um das zu verhindern und UK-Caol’s Abbau-Pläne zu stoppen im Black Wood Wildlife Gelände wurde hier nun ein Camp errichtet.

Diese Besetzung ist die zweite auf einem Gelände von UK-Coal innerhalb von 2 Wochen und kommt 2 Monate nach der Räumung vom Mainshill Solidarity Camp in South Lanarkshire – ebenfalls eine Besetzung gegen einen Braunkohle-Tagebau.

UK-Coal hat die Erlaubniss bekommen 720,000 Tonnen Kohle abzubauen. Damit werden die Einwände der AnwohnerInnen einfach übergangen. Es gab etwa 150 Einwändungen gegen den Abbau und keine Zustimmung.

Das Gelände welches zerstört werden soll hat einen hohen ökologischen Wert und ist die Heimat des Kammmolchs, eine europäische geschützte Art sowie von Eichen, Birken, Orchideen, brütenden und überwinternden Vögeln, Fledermäusen, Eichhörnchen und Hasen.

Etwa 2.11 Mio Tonnen CO2 werden bei der Verbrennung der Kohle freigesetzt werden. Zusätzliches beim Prozess des Abbaus. Neue Kohleminen wie diese untergraben Schottlands CO2-Reduktionspläne.

Fiona Richards, eine der BesetzerInnen sagt:
Diese Kohlemine ist nur eine von 20 die in Schottland die Planungs-Erlaubnis bekommen hat. Wenn wir eine Chance haben wollen einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern, und lokale Gemeinschaften vor Carbon-intensiver Industrie schützen wollen, müssen wir direkte Aktionen starten, da Stadtverordnete, Kohlekonzerne und die Regierung ihren kompromisslosen Unwillen gezeigt haben die Probleme zu lösen die wir bekämpfen.