Archive for April, 2010

Für den Vulkanismus!

Freitag, April 30th, 2010

Ein Artikel von vega.blogsport.de

Ich entwickele mich in diesem Tagen zunehmend zu einem Freund des Genossen Aschemonster. Nach einem wunderbar ruhigen Wochenende im Umland des Frankfurter Flughafens, was es für die dort lebenden Menschen seit Jahrzehnten so nicht gab (Kommentar dazu auf dem Waldbesetzungsblog) , las ich heute morgen in der taz, dass diverse Abschiebungen storniert wurden, ja in Berlin sogar vier Menschen deshalb aus dem Abschiebeknast frei kamen.
Schon allein deshalb hat das sog. Aschemonster in der letzten Woche mehr erreicht, als alle fortschrittlichen sozialen Bewegungen in den letzten Jahr(zehnt)en. Wäre es ein Mensch, würde es wahrscheinlich längst im Knast sitzen (oder vom wütenden Mob erschlagen worden sein).
Daher:
Solidarität mit Eyjafjallajoküll!
Für den Vulkanismus!

UK: Kohlezug durch Lock-Ons Aktion blockiert

Donnerstag, April 29th, 2010

Am 27. April wurde ein Kohlezug, der vom  Ffoss y Fran Tagebau nahe Merthyr Tydfil die Kohle abtransportieren sollte von KlimaaktivistInnen gestoppt, indem sie sich an die Schienen und an den Zug ketteten.

Ein erstes Team blockierte die Schinen ab 12 Uhr und informierte den Sicherheitsdienst der Kohlefirme über den Protest. Gegen 2 Uhr mittags trafen die Bullen ein und begannen damit die Leute aus den Lock-On Vorrichtungen zu flexen. Kurz bevor sie fertig waren kahm ein zweites Team von KlimaaktivistInnen und kettete sich unter den Augen der Bullen erneut fest. Der letzte Aktivist wurde um 17:15 aus der  Blockadevorrichtung gelöst. 18 Personen wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Die Aktion wurde von AktivistInnen unter dem Label Rising Tide durchgeführt. Kim Green sagt:

Wir protestieren mit dieser Aktion gegen die Weiterführung des Abbaus und der Verbrennung von fossilen Energien im Angesicht der globalen Klimakrise. Durch das Scheitern von Kopenhagen, und das offensichtlich unzulängliche Regelwerk der englischen Politik, erzeugen die Notwendigkeit für Menschen grass-roots direct action zu machen. (Anm.: Warum sollten direkte Aktionen nur dann legitim sein, wenn die herrschende Politik versagt? Vielmehr sollte die herrschende Politik delegitimiert werden, und direkte Aktionen, als das Mittel der Wahl gegen Herrschaft und Umweltzerstörung auserkoren werden)

Diese Aktion fand ebenso zur Unterstützung der Menschen in Merthyr Tydfil statt, die schon seit 6 Jahren mit der Kampange ‚Residents Against Ffoss y Fran‘ gegen die Mine kämpfen und welche betroffen sind, vom Lärm der Mine (16 Stunden am Tag), und vom Ruß und Dreck welcher in die Stadt geweht wird. Der Regen ist ebenfalls schwarz wegen der Mine.

In Großbrittanien ist ein rießiges neues Kohleprogramm geplant, alleine in Schottland sollen 20 neue Braunkohletagebaue entstehen. Braunkohle ist die dreckigste Form der Energiegewinnung überhaupt. Dagegen macht sich Widerstand breit. Neben vielen Blockadeaktionen wie dieser gibt es Bauplatzbesetzungen gegen die Minen und Sabotageaktionen an Minen- und Baufahrzeugen.

Braunschweig: Umweltamt in Amt für Umweltzerstörung umbenannt

Dienstag, April 27th, 2010

Mit einer Kundgebung vor dem Umweltamt wurde Donnerstag nachmittag gegen die faktische Abschaffung von Natur- und Umweltschutz in Braunschweig demonstriert. In einem verteilten Flugblatt der Bürgerinitiative heißt es:

„Die Umwelt wird in Braunschweig ganz einfach abgeschafft, zerstückelt, gerodet, verkauft; so ergeht es auch den Bäumen und Tieren von Schlosspark bis zu Querumer Wald. Schutzsatzungen werden entweder ganz gestrichen, wie die Baumschutzsatzung, oder solange ausnahmegnehmigt, bis sie keine Rolle mehr spielen.“

Im Kundgebungsbeitrag wurde darauf verwiesen, dass ab September 2010 die weitere Abholzung von ca. 30 ha Waldfläche allein im Querumer Wald vorgesehen ist und selbst das sei immer noch nicht alles, wenn die Ausbaupläne am Flughafen vollständig umgesetzt würden.

Wichtig ist es dabei, zwar das Umweltamt öffentlcih für seine zerstörerische Praxis anzugreifen, dabei aber nicht einfach zu fordern, dass es eine Umweltschutzpraxis durchführen soll, sondern, klar zu machen, dass das Umweltamt abgeschafft werden müsste, damit Menschen einen direkten Umweltschutz von unten durchführen können. Anders werden autoritäre Strukturen – welche für Umweltzerstörung nötig sind – unterstützt und legitimiert.

Galgenraten an Gebäudenwänden in Berlin: Klimachaoten

Samstag, April 24th, 2010

Hallo Presse,

Das Spiel ist aus – ihr habt verloren.

Wir haben in den letzten Wochen in Berlin Galgenraten gespielt. Gesprüht haben wir auf dem Alex und dem Potsdamer Platz, ans Wirtschaftsministerium, ans Axel-Springer-Gebäude, an ein VW-Autohaus, ans Haus der deutschen Wirtschaft und an die Postbank-Zentrale. Heute hat es zum Abschluss das Vattenfall-Gebäude am Treptower Park erwischt.

Damit ist das Rätsel gelöst: KLIMACHAOTEN ist das Wort.

Das Wort „Klimachaoten“ benennt den Umgang der herrschenden Politik und Wirtschaft mit dem Klima. Der Kapitalismus interessiert sich nur für Profit und Kapitalakkumulation. Notwendigerweise sind ihm andere Dinge egal. Folgerichtig ist der Klimagipfel von Kopenhagen gescheitert. Die Zerstörung des Klimas geht munter weiter.

Chaoten ist der gebräuchliche Begriff in den dominierenden Medien für politische AktivistInnen. Ihnen soll es angeblich um nichts anderes gehen als um stumpfen Vandalismus. Nun fragen wir uns, was der größere Vandalismus ist: Eine Farbverschönerung oder die nachhaltige Störung des Erdklimas?! Das ist ein weiteres Rätsel, das es zu lösen gilt.

Die Antwort der Herrschenden kennen wir schon. Die Zunahme linker Aktionen zeigt, dass mehr und mehr Menschen diese Antwort nicht anerkennen. Wir hoffen, mit dieser kleinen Aktionsreihe einen weiteren Anstoß gegeben zu haben, die kapitalistischen Chaoten, Zerstörer und Vandalen zu stoppen!

Hieß es im letzten BekennerInnenschreiben an die Presse. Weitere BekennerInnenschreiben zu den vorherigen Aktionen gibt es unter:directactionde.ucrony.net

Straßenblockade und mehr beim 100 tägigen Protestjubiläum gegen den Ausbau des Braunschweiger Flughafens

Mittwoch, April 21st, 2010
Nachdem während der Rodungsarbeiten im Früjahr für den neuen VW- und Bundeswehr-Flughafen Braunschweig, täglich direkte Aktionen von mehreren Hundert Menschen stattfanden, wurde es nach Abschluss der diesjährigen Rodungsarbeiten wieder etwas ruhiger in Waggum. Zum Hunderttägigen Jubiläum der Proteste sammelten sich heute nochmal viele Leute zum Protest. Im Herbst werden die Rodungsarbeiten weitergehen. Auch der Widerstand?
Ein Artikel von bibs-bs.de

Kundgebung mit Blockade auf der Kreuzung vor dem Zelt

Kundgebung mit Blockade mitten auf der Kreuzung …

… zum Feld, wo das 100. Jubiläum des Protestes gemeinsam begangen wurde (Foto: www.waggum.de)

Um 16 Uhr ging es zunächst vom Sportplatz Waggum in den Wald, wo die Fluchttümpel für Lurche als neueste absonderliche Maßnahme des Umweltamtes als angebliche Ausgleichsmaßnahme für das widerrechtliche Auskoffern des sumpfigen Waldbodens mit Steinschotter begutachtet wurde.

Dann ging es vorbei an der Waldlichtung, die jetzt in der Vegetationszeit überall wieder junge Triebe, junge Blättchen und Knospen hervortreibt, eine Wiederaufforstung aus der Natur heraus ist zu beobachten.

Auf der Abschlußkundgebung wurde eine Aktion der BI Baumschutz bekanntgegeben, wonach am kommenden Donnerstag das Umweltamt aufgesucht werden soll, um es offiziell in Umwelt-„Vernichtungs“-Amt umzubenennen. Siehe dazu das Flugblatt mit Aufruf der BI Baumschutz.

Die BI-Waggum trifft sich ab heute zwar täglich weiterhin am Sportheim, allerdings ab jetzt jeweils erst um 16 Uhr.

Kampange gegen BP/Aral

Dienstag, April 20th, 2010

Weltweit finden Aktionen gegen die Tankstellenkette BP statt, weil sie in Kanada an derÖlgewinnung aus Teersand beteiligt sind, wodurch Indigene Bevölkerung vertrieben wird, und extrem rießige Flächen Wald zerstört wird.  In Deutschland wurde Aral von BP gekauft, seitdem heißen alle BP Tankstellen Aral, weil das in Deutschland der bekanntere Markenname ist.  Also, macht auch hier Aktionen gegen BP/ARAL!!!

Amtsgericht Frankfurt verurteilt Ausbaugegnerin

Dienstag, April 20th, 2010

Nach 3 Verhandlungstagen verurteilte das Amtsgericht Frankfurt gestern eine Ausbaugegnerin wegen verschiedenen Widerstandsaktionen gegen den Bau der Landebahn NordWest. Dies ist eine Zumutung, da Menschen dafür bestraft werden dass sie sich für lebenswertes Rhein-Main-Gebiet und Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Ein gesellschaftlicher Konflikt wird so zu Kriminalität umgedeutet, was letztlich dazu führen soll, dass die Fraport ungestört Profite erwirtschaften kann.
Bemerkenswert ist die ungewöhnlich niedrige Strafzumessung von 15 Tagessätzen. Dies dürfte nicht zuletzt ein Ausdruck davon sein, dass dem Gericht bewusst ist, dass die Beweislage äußerst dürftig ist und es so die Anfechtung des Urteils erschweren will.

Aktionen gegen BP wegen Ölgewinnung aus Teer-Sand auch in Barcelona

Sonntag, April 18th, 2010


Nachdem in Großbrittanien in den letzten Wochen fast täglich große Aktionen gegen BP stattfinden, wegen dem Abbau von Teer-Sand in Kanada, was die Vertreibung Indigener Bevölkerung, und die Vernichtung rießiger Wälder zurfolge hat, fand nun auch in Barcelona eine Blockade einer BP Tankstelle statt. Etwa 12 Leute blockierten die Zufahrten in weißen Overalls und hielten Transparente mit der Aufschrift: „bye bye by BP“ und „bp, stop oil drilling and killing in Colombia“

Die Gewinnung von Öl aus Teer-Sand wird nun profitabel, wo der Peak Oil – die höchste Fördermenge – überschritten ist, und die Fördermengen aus konventionellen Ölfeldern zurückgehen. Die Förderung ist zwar viel aufwändiger als bei der konventionellen Ölförederung, und zerstört rießige Landstriche, doch solange die Gesellschaft abhängig von Erdöl ist, wird dies weitergehen, in einem Kapitalismus, der keine Abwägung zwischen verschiedenen Interessen kennt, sondern zwangsläufig das tut was irgendwie profitabel ist – egal ob Menschen konkret davon profitieren oder nicht, und egal ob dabei die Lebensgrundlagen von Menschen und der Planet Erde zerstört wird.

Offener Brief von Umwelt- und Verkehrsverbänden an Fraport

Dienstag, April 13th, 2010

Verbände und Bürgerinitiativen haben heute gemeinsam gegen die Strafverfolgung von GegnerInnen des Flughafenausbaus protestiert. In einem offenen Brief an den Fraport-Vorstandsvorsitzenden Stefan Schulte sowie die zuständigen Staatsanwaltschaften fordern sie, alle Strafanzeigen und Strafanträge im Zusammenhang mit den Protestaktionen gegen die Erweiterung des Flughafens in Frankfurt zurückzunehmen und laufende Verfahren einzustellen. Der Brief ist unterzeichnet vom Bündnis der 60 Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau, der Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), VCD, ROBIN WOOD, BUND Hessen, den Naturfreunden Hessen sowie der Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms (IGF). Mit den direkten Aktionen sei deutlich gemacht worden, so heißt es in dem Brief, „dass durch die Flughafenerweiterung große Bannwaldflächen und Biotopsysteme zerstört und dauerhaft versiegelt werden, der weitere Anstieg des Flugverkehrs den Klimawandel beschleunigt und die Gesundheit und Lebensqualität von zwei Millionen Menschen im Rhein-Main-Ballungsgebiet durch Fluglärm und Abgase geschädigt wird“.
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Sabotage am Braunkohle Tagesbau in Mainshill

Dienstag, April 13th, 2010

Am frühen morgen des 12.04.10 fand in Mainshill eine Sabotageaktion gegen den Braunkohletagebau statt. Zwei Raupenfahrzeuge D9T’s und ein 170 Tonnen schwerer Bagger O&K RH90 (face scrapping earth mover) wurden angegriffen, beide werden heute nicht einsatzbereit sein.

„Eine anhaltende Kampange für Sabotage in Mainshill wurde geführt und es wurde versprochen damit weiter zu machen, auch wenn die Arbeiten in der Mine begonnen haben. Das einzige was sich seit der Räumung geändert hat, ist das die Maschinen größer und teurer geworden sind. Die Fahrzeuge am Mainshiller Tagebau sind extrem rießig, genauso wie an jedem anderen Tagebau. Die Sabotage in Mainshill wird solange weitergehen bis die Ausweitung gestoppt wird!“ heißt es in einer Stellungsnahme.

„Die Aktion wurde durchgeführt von autonomen UmweltschützerInnen in Solidarität mit den Menschen in South Lanarkshire die für den erhalt ihrer Dörfer ihrer Umwelt und ihrer Gesundheit gegen die Kohleindustrie kämpfen. Ebenso in Solidarität mit Menschen überall auf der Welt die gegen die Kohleindustrie kämpfen, insbesondere in Indien und Kolumbien“ heißt es weiter.