Nach 3 Verhandlungstagen verurteilte das Amtsgericht Frankfurt gestern eine Ausbaugegnerin wegen verschiedenen Widerstandsaktionen gegen den Bau der Landebahn NordWest. Dies ist eine Zumutung, da Menschen dafür bestraft werden dass sie sich für lebenswertes Rhein-Main-Gebiet und Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Ein gesellschaftlicher Konflikt wird so zu Kriminalität umgedeutet, was letztlich dazu führen soll, dass die Fraport ungestört Profite erwirtschaften kann.
Bemerkenswert ist die ungewöhnlich niedrige Strafzumessung von 15 Tagessätzen. Dies dürfte nicht zuletzt ein Ausdruck davon sein, dass dem Gericht bewusst ist, dass die Beweislage äußerst dürftig ist und es so die Anfechtung des Urteils erschweren will.