Mit einer Kundgebung vor dem Umweltamt wurde Donnerstag nachmittag gegen die faktische Abschaffung von Natur- und Umweltschutz in Braunschweig demonstriert. In einem verteilten Flugblatt der Bürgerinitiative heißt es:

„Die Umwelt wird in Braunschweig ganz einfach abgeschafft, zerstückelt, gerodet, verkauft; so ergeht es auch den Bäumen und Tieren von Schlosspark bis zu Querumer Wald. Schutzsatzungen werden entweder ganz gestrichen, wie die Baumschutzsatzung, oder solange ausnahmegnehmigt, bis sie keine Rolle mehr spielen.“

Im Kundgebungsbeitrag wurde darauf verwiesen, dass ab September 2010 die weitere Abholzung von ca. 30 ha Waldfläche allein im Querumer Wald vorgesehen ist und selbst das sei immer noch nicht alles, wenn die Ausbaupläne am Flughafen vollständig umgesetzt würden.

Wichtig ist es dabei, zwar das Umweltamt öffentlcih für seine zerstörerische Praxis anzugreifen, dabei aber nicht einfach zu fordern, dass es eine Umweltschutzpraxis durchführen soll, sondern, klar zu machen, dass das Umweltamt abgeschafft werden müsste, damit Menschen einen direkten Umweltschutz von unten durchführen können. Anders werden autoritäre Strukturen – welche für Umweltzerstörung nötig sind – unterstützt und legitimiert.