Am 27. April wurde ein Kohlezug, der vom  Ffoss y Fran Tagebau nahe Merthyr Tydfil die Kohle abtransportieren sollte von KlimaaktivistInnen gestoppt, indem sie sich an die Schienen und an den Zug ketteten.

Ein erstes Team blockierte die Schinen ab 12 Uhr und informierte den Sicherheitsdienst der Kohlefirme über den Protest. Gegen 2 Uhr mittags trafen die Bullen ein und begannen damit die Leute aus den Lock-On Vorrichtungen zu flexen. Kurz bevor sie fertig waren kahm ein zweites Team von KlimaaktivistInnen und kettete sich unter den Augen der Bullen erneut fest. Der letzte Aktivist wurde um 17:15 aus der  Blockadevorrichtung gelöst. 18 Personen wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Die Aktion wurde von AktivistInnen unter dem Label Rising Tide durchgeführt. Kim Green sagt:

Wir protestieren mit dieser Aktion gegen die Weiterführung des Abbaus und der Verbrennung von fossilen Energien im Angesicht der globalen Klimakrise. Durch das Scheitern von Kopenhagen, und das offensichtlich unzulängliche Regelwerk der englischen Politik, erzeugen die Notwendigkeit für Menschen grass-roots direct action zu machen. (Anm.: Warum sollten direkte Aktionen nur dann legitim sein, wenn die herrschende Politik versagt? Vielmehr sollte die herrschende Politik delegitimiert werden, und direkte Aktionen, als das Mittel der Wahl gegen Herrschaft und Umweltzerstörung auserkoren werden)

Diese Aktion fand ebenso zur Unterstützung der Menschen in Merthyr Tydfil statt, die schon seit 6 Jahren mit der Kampange ‚Residents Against Ffoss y Fran‘ gegen die Mine kämpfen und welche betroffen sind, vom Lärm der Mine (16 Stunden am Tag), und vom Ruß und Dreck welcher in die Stadt geweht wird. Der Regen ist ebenfalls schwarz wegen der Mine.

In Großbrittanien ist ein rießiges neues Kohleprogramm geplant, alleine in Schottland sollen 20 neue Braunkohletagebaue entstehen. Braunkohle ist die dreckigste Form der Energiegewinnung überhaupt. Dagegen macht sich Widerstand breit. Neben vielen Blockadeaktionen wie dieser gibt es Bauplatzbesetzungen gegen die Minen und Sabotageaktionen an Minen- und Baufahrzeugen.