Archive for Mai, 2010

Flughafenblockade in Manchester

Montag, Mai 24th, 2010

Heute Nacht haben Anti-FlughafeausbauaktivistInnen die Flughafensicherheitssysteme des Flughafens in Manchester überwunden, und inn zwei verschiedenen Gruppen Blockaden aufgebaut. Die erste Gruppe mit 6 Menschen schnitt sich durch den Zaun um die Startbahn die AktivistInnen ketteten sich mit Metall-Lock-ons um das Rad eines stehenden Flugzeuges. Eine zweite Gruppe blockierte die Zufahrtsstraße des Luftfrachtterminals mit Tripod und entrollten ein Transpi mit der Aufschrift: „Mehr Luftfracht = mehr Klimawandel, stoppt alle Flughafenerweiterungen“

Lisa Jameson von Manchester Plane Stupid sagt: „Die Aktion richtet sich nicht bloß gegen Flughafenerweiterugen oder steigenden Treibhausgaßausstoß, hier geht es um ein absurdes Wirtschaftssystem, welches endloses Wachstum in einer Welt begrentzter Ressourcen will. Ein System welches Profite für Banken mit Sozialkürzunge bezahlt. Kapitalismus ist die Ursache des Problems, Der Klimawandel die Auswirkung“

Nachdem die Flughafenerweiterungen inn London demletzt abgeblaßen wurden (aufgrund massiven Widerstandes) schaut die Flug-Industrie sich nun nach neuen Standorten, wie inn Manchester um.

Earthfirst

Bauplatz für Europas größten Hähnchenschlachthof besetzt

Montag, Mai 24th, 2010

Zu den vielen tausend bestehenden Massentierhaltungsanlagen sollen in den nächsten Monaten und Jahren in Deutschland noch hunderte dazukommen. Allein im Jahr 2009 wurden mindestens 120 neue Anlagen beantragt, beraten oder genehmigt. Bei diesen 120 handelt es sich ausschließlich um Großanlagen. Die Auswirkungen, dieser Anlagen sind schlimm und genauso vielfach wie gute Argumente gegen diese Anlagen: angefangen damit, dass Tiere keine Waren sind – oder nicht sein sollten – und schon gar nicht auf diese Weiße gequält werden sollten, über ökologische Argumente, da Massentierhaltung einen erheblichen Anteil am globalen Klimawandel verursacht (aber auch versäuerte Böden und Gewässern) bis hin zu den Negativauswirkungen vor Ort wie Gestank, Feinstaub, oder die Umstrukturierung der Landwirtschaft hin zu immer größeren Einheiten (ohne eine kleinbäuerliche Struktur idealisieren zu wollen, ohne dahinterstehenden Wirtschaftsstrukturen zu beachten). Auf alle diese Argumente will dieser Artikel näher eingehen.
Nun bekommen die Pläne der Tierquallobby Gegenwind:
Nachdem schon vielerorts lokale Bürgerinitiativen gegen einzelne Anlagen kämpfen, haben nun AktivistInnen die Tierhaltung komplett ablehnen, allen geplanten Anlagen den Kampf angesagt und führten in Wietze bei Celle eine direkte Aktion durch. In der Nacht auf den 24. Mai besetzten etwa 30 TierhaltungsgegnerInnen einen Acker bei Wietze, auf dem noch dieses Jahr Europas größter Hänchenschlachthof entstehen soll, der 420 riesige Hähnchenmastanlagen in der Region nach sich ziehen würde. Die AktivistInnen besetzten das Feld mit einem 12 Meter hohen Turm und einem Botonfass, an das sich AktivistInnen, im Falle einer Räumung durch die Staatsmacht festketten wollen. Auf der Besetzung wird nun ein Camp errichtet, welches aufrecht erhalten werden soll, bis die Pläne für den Schlachthof beigelegt werden.

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Party at the pumps

Dienstag, Mai 18th, 2010

Erneut wurde in London eine Tankstelle vorübergehend besetzt und blockiert. Wieder um Widerstand gegen die Tar-Sand Projekte in Kanada zu leisten, an denen sich praktisch alle Ölfirmen beteiligen. Diesesmal traf es eine Shell-Tankstelle nachdem die letzten Male hauptsächlich BP angegriffen wurde. Aus einer critical mass heraus besetzten etwa 50 RadfahrerInnen die Tankstelle mit Soundmobil und blockierten sie so feiernd.
Bei Tar Sands geht es um die schmutzigste Form der Energiegewinnung überhaupt. Aus teerhaltigem Sand soll Öl gewonnen werden. Dafür werden rießige Flächen Wälder gerodet, und somit auch Menschen die dort leben vertrieben.

Aufruf zur Blockade des AKW Olkiluoto am 28. August

Dienstag, Mai 18th, 2010

Samstag – 28. August 2010

Schulter an Schulter fuehren Atomindustrie und die finnische Regierung
eine Offensive, um weitere atomare Entwicklungen in Finnland voran zu
treiben. Mitte April, kurz vor dem Tschernobyl-Jahrestag, gab die
finnische Regierung ihren Vorschlag bekannt zwei zusätzliche Atomreaktoren zu bauen.

Unsere Antwort auf diese unglaubliche Erklärung ist die Blockade des
Atomkraftwerks (AKW) in Olkiluoto am 28. August 2010 als Signal des
Widerstands der Menschen gegen die herrschende
Verantwortungslosigkeit.
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Keine Flughafenerweiterungen in London

Samstag, Mai 15th, 2010

Die englische Regierung hat die Pläne zur Erweiterung von Heathrow sowie aller anderen Flughäfen in London abgesagt. Diese positive Nachricht muss als Erfolg der massiven direkten Aktionen gegen Ausbaupläne gesehen werden. In diesem Sinne, keep direct action – stop the system! Später mehr dazu.

We have some very good news from the UK. Our new Government has dropped
plans for a 3rd runway at Heathrow. The Government has also said it will
block any plans for new runways at Stansted and Gatwick. We are
celebrating! This is the biggest setback the aviation industry in the UK
has ever suffered. We are writing an account of our Heathrow campaign which
lasted 10 years.

„Nicht an Bäume ketten, sondern Greenwashingclips der DB schauen“, für den Klimaschutz versteht sich

Donnerstag, Mai 13th, 2010

Dass Bahnfahren Klimaverträglicher als der motorisierte Individualverkehr ist, ist Allgemeinwissen. Dass die Deutsche Bahn mit ihrer Politik „Bahn für Reiche“ eine wirklich klimafreundliche Mobilität verhindert, hat vielleicht seine Gründe auch darin, dass diese Politik von Ex-Autolobbyisten geprägt wird. Regionalstrecken werden stillgelegt – weil unrentabel, und Milliarden werden in Hochgeschwindigkeitslinien, gesteckt. Dass die Bahn mit ihren Atommülltransporten, die Atomkraft erst möglich macht, gehört angegriffen.
Dass genau diese Bahn nun meint es wäre nicht mehr nötig „sich auf Demonstrationen an Bäume zu ketten“, weil es sie ja gibt, die jetzt das Klima retten, und überhaupt wenn jede/r mal den Deckel auf den Topf macht, wäre schon alles gelöst: Mensch weiß nicht ob mensch lachen oder kotzen soll. Schaut selbst:

Greenwashing für AnfängerInnen

Ach übrigens: Für jede/n der/die diesen Eintrag liest wird das Streckennetz der DB für eine Stunde beim nächsten Castor blockiert! Also schön zuhause bleiben und Blogs lesen! Und den Deckel auf’n Topf machen!

Carrotmob: Die spinnen, die „Lohas“

Dienstag, Mai 11th, 2010

Lohas, was von „Lifestyle of Health and Sustainibility“ kommt, sind die neue finanzstarke Marktzielgruppe, denen in den USA 30% aller KonsumentInnen zugerechnet werden und in Europa etwas weniger. Verallgemeinert könnte mensch sagen, Lohas konsumieren in erster Linie aus Gesundheitsbewusstsein „ökologisch“ und ein netter Nebeneffekt ist dann, dass mensch sich dabei gut das Gewissen beruhigen kann, denn: Schuld an den ökologischen Krisen aller Art sind ja die, die nicht bewusst konsumieren, sondern konventionell einkaufen. Sie haben also neben dem Kreuz alle 4 Jahre noch den Konsum entdeckt um damit auf die Gesellschaft einzuwirken. In der Regel reicht das auch. Wenn einige besonders eifrige Lohas aber mal wirklich aktiv werden wollen sieht das etwa so aus:

Carrot Mob Action
Eine Carrot Mob Action funktioniert etwa so: Es findet im Vorhinein ein „Wettbewerb“ statt, welcher Supermarkt bereit ist, am meisten der Kohle die durch die Aktion entsteht in Klimaschutzmaßnahmen des Geschäftes zu investieren.  Dann wird per Facebook und was weiß ich wo alles aufgerufen, bei diesem  zu einem bestimmten Termin massenhaft aufzutauchen um massenhaft zu konsumieren. Greenpeace, die natürlich voll dabei sind beschreiben das so: “ Der Name spricht auf ein englisches Sprichwort an, das besagt, dass es zwei Arten gibt, einen Esel in Bewegung zu versetzen. Entweder mit einem gezielten Tritt ins Hinterteil oder indem man ihm eine Karotte vor die Nase hält. Übersetzt auf einen „Carrotmob“ bedeutet das, die Karotte sind Kunden, die Gewinn bringen. Und wer viele Kunden hat, macht Kasse.“

Nur die dümmsten Kälber bezahlen ihre Schlächter selber

In einer Zeit, in der so gut wie alle Unternehmen daran arbeiten mit gezielten Greenwashing-Kampangen sich einen grünen Anstrich zu geben, müsste es Ziel einer Umweltbewegung sein diese Strategien zu entlarven um klarzumachen: „There is no green capitalism!!“ Stattdessen machen unsere lieben Lohas nun also selber die Greenwashing-Kampangen für die Unternehmen. Schön blöd. Und dann fällt ihnen nichts besseres ein als ihr Geld in scheinbar nachhaltige Umbauten der Unternehmen zu stecken, anstatt klarzumachen: Umweltzerstörung ist Ursache einer kapitalistischen Produktionsweiße, wer den Klimawandel beispielsweiße bekämpfen will, muss auch den Kapitalismus bekämpfen, zum Beispiel dadurch den K. mit möglichst wenig Geld, dass mensch in diese Maschinerie reinsteckt, nicht auch noch zu unterstützen.

Aktionswochenende im Kelsterbacher Wald gegen den Flughafenausbau Frankfurt

Donnerstag, Mai 6th, 2010

Ein Jahr nach dem Spatenstich, yur Landebahn, bei dem Herr Koch und Co gut von AusbaugegnerInnen genervt wurden, soll es nun ein Jahr danach wieder ein Aktionswochenende geben.

Los geht´s am Freitag, dem 07.05 mit zwei Konzerten der Bands Schwarze Birne und Laborinsel. Am Samstag gibt´s dann einen Kuchenstand der BI Kelsterbach und sicherlich wierden wir noch den ein oder anderen Programmpunkt auf die Beine stellen. Wer Ideen hat ist eingeladen (Workshop, Vortrag oder was auch immer…). Geanaueres die kommenden Tage an dieser Stelle.

Tierhaltung und Klimawandel

Dienstag, Mai 4th, 2010

Dass der Klimawandel verursacht wird durch die Verbrennung fossiler Energien, und das so schnell wie möglich gestoppt werden muss dürfte inzwischen kein Geheimniss mehr sein. Weit weniger bekannt ist aber, dass die Haltung von Tieren, zum Verzehr deren toter Körper oder ihrer Milch oder Eier einen ähnlich hohen Anteil am Ausstoß von klimarelevanten Gaßen verursacht.

Hauptsächlich sind Landnutzungsänderungen schuld an der schlechten Klimabilanz von Tierprodukten. So wird die Rodung und Brandrodung von Regenwäldern und anderen Wäldern, oder das Trockenlegen von Mooren genannt. Größtenteils passiert das, weil Flächen für den Futtermittelanbau oder für Viehweiden benötigt werden. Da Wälder und vor allem auch Hochmoore extrem viel CO2, als Kohlenstoff in der Vegetation und in de Böden gespeichert haben, Sojaplantagn und Kuhweiden hingegen weit weniger, wird bei der Landnutzungsänderung viel CO2 freigesetzt. (mehr …)