Lohas, was von „Lifestyle of Health and Sustainibility“ kommt, sind die neue finanzstarke Marktzielgruppe, denen in den USA 30% aller KonsumentInnen zugerechnet werden und in Europa etwas weniger. Verallgemeinert könnte mensch sagen, Lohas konsumieren in erster Linie aus Gesundheitsbewusstsein „ökologisch“ und ein netter Nebeneffekt ist dann, dass mensch sich dabei gut das Gewissen beruhigen kann, denn: Schuld an den ökologischen Krisen aller Art sind ja die, die nicht bewusst konsumieren, sondern konventionell einkaufen. Sie haben also neben dem Kreuz alle 4 Jahre noch den Konsum entdeckt um damit auf die Gesellschaft einzuwirken. In der Regel reicht das auch. Wenn einige besonders eifrige Lohas aber mal wirklich aktiv werden wollen sieht das etwa so aus:

Carrot Mob Action
Eine Carrot Mob Action funktioniert etwa so: Es findet im Vorhinein ein „Wettbewerb“ statt, welcher Supermarkt bereit ist, am meisten der Kohle die durch die Aktion entsteht in Klimaschutzmaßnahmen des Geschäftes zu investieren.  Dann wird per Facebook und was weiß ich wo alles aufgerufen, bei diesem  zu einem bestimmten Termin massenhaft aufzutauchen um massenhaft zu konsumieren. Greenpeace, die natürlich voll dabei sind beschreiben das so: “ Der Name spricht auf ein englisches Sprichwort an, das besagt, dass es zwei Arten gibt, einen Esel in Bewegung zu versetzen. Entweder mit einem gezielten Tritt ins Hinterteil oder indem man ihm eine Karotte vor die Nase hält. Übersetzt auf einen „Carrotmob“ bedeutet das, die Karotte sind Kunden, die Gewinn bringen. Und wer viele Kunden hat, macht Kasse.“

Nur die dümmsten Kälber bezahlen ihre Schlächter selber

In einer Zeit, in der so gut wie alle Unternehmen daran arbeiten mit gezielten Greenwashing-Kampangen sich einen grünen Anstrich zu geben, müsste es Ziel einer Umweltbewegung sein diese Strategien zu entlarven um klarzumachen: „There is no green capitalism!!“ Stattdessen machen unsere lieben Lohas nun also selber die Greenwashing-Kampangen für die Unternehmen. Schön blöd. Und dann fällt ihnen nichts besseres ein als ihr Geld in scheinbar nachhaltige Umbauten der Unternehmen zu stecken, anstatt klarzumachen: Umweltzerstörung ist Ursache einer kapitalistischen Produktionsweiße, wer den Klimawandel beispielsweiße bekämpfen will, muss auch den Kapitalismus bekämpfen, zum Beispiel dadurch den K. mit möglichst wenig Geld, dass mensch in diese Maschinerie reinsteckt, nicht auch noch zu unterstützen.