Archive for Juni, 2010

Banner für Aktionswoche und skill-Sharing-camp in Wietze gegen Europas größten Geflügelschlachthof

Dienstag, Juni 29th, 2010

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Klimacamps 2010 – Ein Überblick

Dienstag, Juni 29th, 2010

Die Geschichte der Klimacamps:

Die Klimacampbewegung nahm ihren Ausgang in Großbritannien, wo 2006 in Drax das erste „Camp for climat action“ stattfand. Drax ist Englands größtes Kohlekraftwerk, welches durch direkte Aktionen vom Klimacamp ausgehend stillgelegt werden sollte. Der Charakter der meisten Klimacamps, auf den 3 Säulen basierend: Direct action, Co2-neutrales Leben auf dem Camp, und Weiterbildung und Wissensweitergabe um die Themengebiete Klimawandel und Widerstand, auf dem Camp, war bereits in Drax vorhanden.

2007 gab es dann neben dem englischen Klimacamp in London gegen den Ausbau des Flughafens Heathrow 2 weitere in den USA.

2008 begann die Idee dann um sich zu greifen: So gab es in Deutschland das Klimacamp in Hamburg, welches leider stark von reformistischen Verbänden wie Attac oder Solid dominiert und vereinnahmt wurde. Auch in Australien gab es ein Klimacamp in Newcastle. In UK fand das camp for climat action nahe London gegen das Kingsnorth Power station statt.

Im Frühjahr 2009 fand in London zum G20 ein etwas abgeändertes Klimacamp mitten in der Stadt statt, welches bruta mit Polizeigewalt geräumt wurde. Im Sommer gab es dann gleich 10 Klimacamps, unter anderem in Dänemark, Belgien, Frankreich, Irland, Schottland, Wales, Neu Seeland, Kanada und wieder in London.

Klimacamps 2010:

22. Juni bis zum 2. August, Schweiz:

Vom 22. Juni bis zum 2. August findet in Gals zwischen dem Bieler- und dem Neuenburgersee statt. Thematischer Schwerpunkt ist der Wiederstand gegen ein geplantes Gaskraftwerk: http://www.klimacamp.ch/

14. bis 20. Juli, Schweden:

„Shell will im Süden von Schweden Brobebohrungen nach fossilem Gas unternehmen. Wir brauchen keine weiteren fossilen Brennstoffe, die unseren Planeten barbecuen.“ heißt es im Aufruf. http://nordiccamp.org/

22. Juli – 1. August: Frankreich:

Changeons le systeme – pas le climat! Unter diesem Motto findet in Frankreich das bereits zweite Klimacamp statt. Es wird aufgerufen sich an diesem Camp zu beteiligen, um ein kapitalistisches Wirtschaftssystem zu bekämpfen, welches als Verursacherin des Klimawandels ausgemacht wird, und um eine internationale Vernetzung aufzubauen, um den Menschen ohne Stimme im globalen Süden, wie im globalen Norden eine zu geben. http://campclimat.org/

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BP boykottieren? Die Verbrennung fossiler Energien und den Kapitalismus beenden!

Montag, Juni 28th, 2010

Ist es eine Ironie des Schicksals, oder ein Wink mit dem Zaunpfahl dazu, was von Greenwashing Projekten à la BP zu halten ist?

Gerade jener Ölkonzern der sich umbenannte in Beyond Petroleum und sich so als zukunftsgewanntes,  grünes Unternehmen präsentieren wollte, ist nun an einer unglaublichen Ölverseuchung im Golf von Mexico, schuld. Ob das so gemeint war mit „das Öl hinter sich lassen“?
Nun ist es weniger spannend diesen einen Ölkonzern als Buhmann, herauszustellen – ist es doch klar, dass dieÖlverseuchung der Meere immanent in dieser Technik der Hochseeölförderung liegt (selbst wenn dieser Unfall eventuell hätte vermieden werden können). Viel spannender ist es sich anzuschauen, wie damit umgangangen wird, um systemimmanente Funktionsweißen des Kapitalismus zu beleuchten.

Die Ölkatastrophe wird verheerende Auswirkungen haben auf ein gesamtes Ökosystem einer gesamten Küstenregion. Erste Bilder von Ölverschmierten Vogelleichen sind erst der Anfang. Zudem sind auch zahlreiche Arten die in der Tiefsee unterwegs sind, wie Waale und Haie, und Tiere, welche die Böden der Tiefsee bevölkern betroffen, und teilweise ganze Populationen (zum Beispiel von Waalen gefährdet). Über Jahrzenhte wird das Öl das Leben in diesem Meer beeinträchtigen. Welche weitreichenden ökologischen Folgen das Absterben diesen gesamten Ökosystems Meer nach sich zieht, z.B. auch auf die Fähigkeit CO2 zu binden, was Meere normalerweiße tun, ist nicht absehbar.

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Skill-sharing-Camp auf der Besetzung in Wietze

Sonntag, Juni 27th, 2010

Vom 9.Juli bis 11.Juli 2010 findet auf der Besetzung in Wietze gegen Europas größten Geflügelschlachthof, ein Skill-sharing Wochenende statt.
Hier sollen Fähigkeiten für Besetzungen vermittelt und ausgetauscht werden. Dazu zählen beispielsweise der Tripod-Bau, Lock-on Techniken, Aktionsklettern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Oranisierung der benötigten Infrastruktur für Besetzungen. Aber auch Workshops über andere Formen direkter Aktionen, inhaltliches über Antispeziesismus odere anderes kann und soll angeboten werden.
Auf der Besetzung wird ein Programm für das Skill-Sharing Camp ausgearbeitet, dennoch lebt das Camp vor allem davon, dass Teilnehmer_innen sich einbringen und auch selbst Programm anbieten. Dies kann auch geren schon im vorhinein angekündigt werden.
Abgerundet wird das Wochenende durch leckeres veganes Essen und abendliches Kulturprogramm.Weitere Info’s sowie ein Lage und Anreiseplan gibt es unter: antiindustryfarm.blogsport.de

Wer fliegt auf wessen und zu welchen Kosten?

Freitag, Juni 25th, 2010

Ein schöner Artikel von vega.blogsport.de über Flugverkehr, und eindimensionales fortschrittsgedenke der Postlinken:

Ich möchte an dieser Stelle auf eine Debatte eingehen, die in der vorletzten Jungle-World erschien. Anlass war, dass mit dem Sparpaket der Bundesregierung eine Abgabe auf Flugtickets eingeführt wurde. Diskutanten waren Winfried Hermann, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen und Ivo Bozic, Redakteur der Jungle World.

Herrmanns Einlassungen waren keine große Überraschung. Er beginnt mit einer fundierten und prägnanten Darstellung der klimaschädlichen Wirkung des Flugverkehrs und führt aus, dass die Flugindustrie in erheblichen Umfang von Steuerabgaben befreit ist. Er kritisiert an der Abgabe, dass sie ausschließlich zum Abbau von Staatsschulden gedacht ist, wohingegen er das Nutzen der Gelder für Entwicklungshilfe befürwortet. Schließlich tritt er für eine Staffelung der Abgabe nach Flug-länge- und -klasse ein, und führt zum Schluss aus, die Abgabe würde nicht das Fliegen von Armen einschränken, da diese wenn sie schon mal Fliegen, auch wenige Euros mehr zahlen würden.
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Ein Monat Besetzung in Wietze

Sonntag, Juni 20th, 2010

Seit nunmehr einem Monat ist das Gelände des geplanten Hühnerschlachthofs in Wiezte bei Celle von Aktivist_innen besetzt. Pro Jahr sollen dort 135 Mio. Hühner getötet werden, das heißt 27.000 Tiere pro Stunde und somit 7,5 pro Sekunde. Damit wäre das der größte Schlachthof Europas.
Der Aufbau des Camps geht zügig voran und die Polizei lässt sich bei uns seit Wochen nicht blicken.
-Infrastruktur
-Geplanter Schlachthof
-Verhältnis zur Bevölkerung
-Termine der Besetzung:
22.6. Berlin: Vortrag und Vokü im Nandu-Büro
-> http://antiindustryfarm.blogsport.de/programm
Skill-sharing Camp 9. – 11. Juli 2010 auf der Besetzung
Aktionswoche 31.Juli – 8.August auf der Bestzung (und sonst wo Leute aktiv werden wollen)
Seit nunmehr einem Monat ist das Gelände des geplanten Hühnerschlachthofs in Wiezte bei Celle von Aktivist_innen besetzt. Pro Jahr sollen dort 135 Mio. Hühner getötet werden, damit wäre das der größte Schlachthof Europas.
Der Aufbau des Camps geht zügig voran und die Polizei lässt sich bei uns seit Wochen nicht blicken.
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3 Wochen Besetzung in Wietze gegen Europas größten Schlachthof

Samstag, Juni 12th, 2010

Hier wird regelmäßig über die Besetzung in Wietze berichtet werden weil, das thematisch sehr gut passt, da Tierhaltung einer der größten Faktoren für den Klimawandel darstellt – größer als der weltweite Verkehr, mit Flugverkehr inbegriffen. allerdings sollen hier verschiedene Problematiken auch nicht voneinander abgetrennt werden: Nicht nur für den Klimawandel ist Tierhaltung schlimm sondern auch für die betroffenen – zigmilliarden – Tiere ist sie grausam. Deshalb auch hier die Forderung: Artgerecht ist nur die Freiheit!

Von antiindustryfarm.blogsport.de:

Seit nun 18 Tagen ist das Baugelände des geplanten Mega-Schlachthofes in Wietze besetzt.
Mit guter Unterstützung von Seiten der BI und der Bevölkerung nimmt das Camp immer mehr Gestalt an und bietet bei tollem Wetter eine Plattform zur Vernetzung des Widerstandes.
Doch nicht alle Menschen in Wietze finden und der Umgebung sind gut auf uns zu sprechen. So wurde schon mehrmals das Transparent am Eingang zerschnitten und geklaut, die Infotafel für Passant_innen und unser Briefkasten entfernt und aufs Gelände gedrungen um dort mit Bierflaschen zu werfen und Zelte zu zerstören.
Die Polizei hingegen verhält sich vollkommen ruhig und bleibt bei ihrem Statement: „Wir machen momentan gar nichts.“

Wir freuen uns weiterhin über alle, die mit uns auf der Besetzung leben, einen vielseitigen, kreativen Protest organisieren und den Schlachthof verhindern wollen.

– Schlachthöfe blockieren, hier und überall –

Tankstellenblockade nun auch in Deutschland / Klimakonferenz in Bonn

Freitag, Juni 11th, 2010

Im Rahmen der Proteste gegen die Klima-Zwischenkonferenz in Bonn Anfang dieses Juni’s blockierten nach der zentralen Demonstration etwa 300 Menschen eine Total-Tankstelle. Bezug genommen wurde dabei auf die Öl-Katastrophe im Golf von Mexico mit dem Slogan: „Total = Shell = Aral = leave the oil in the soil“.
Gegen den Klimagipfel fand in Bonn ein Klimacamp statt und ein Gegengipfel, der Klimagipfel Bonn. Es gab eine Fahrradkaravane aus Potsdam nach Bonn und es fand eine Critical Mass statt unterdem Motto „Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr“ an der 400 Menschen teilnahmen.
Die Mobilisierung für die Gegenaktivitäten waren etwas dürftig, aber alles in allem gab es doch ein paar nette Aktionen. Vielleicht hätte anstatt einer zentralen Großdemo, ein Konzept von dezentralen, bunten, kreativen, direkten Aktionen noch mehr an Dynamik, Aufmerksamkeit, und Störfaktor ermöglicht.

UK: Wieder Sabotage gegen Maschinen auf Braunkohletagebau

Donnerstag, Juni 10th, 2010

Übersetzt von earthfirst.org.uk

Im Braunkohle-Tagebau Banks Group’s Shotton nahe Cramlington wurden am Morgen des 24. Mai 13 Maschinen sabotiert.
Ein Bagger, zwei Bulldozer und 10 schwere Schürfraupe (heavy earth movers) wurden beschädigt. Es wurde Elektronik und Reifen durchschnitten, Kohlenstaub wurde in den Tank gefüllt und 150 Meter Wasserrohre wurden zerstört und so ein Teil der Mine überflutet.
Der Shotton Tagebau wird von Banks Mining betrieben, und wurde 2008 gestartet. Erwartungsgemäß werden hier 3,4 Millionen Tonnen Kohle abgebaut werden, 2 Millionen Tonnen Schiefer und 750 000 Tonnen Feuerfestton, in einer 8-Jahres-Periode.
Die Aktion wurde durchgeführt von einer autonomen Gruppe, die Widerstand leistet gegen die totale Umweltzerstörung, gegen Klimawandel, zivilisierte Kultur (Anm. des Überstetzers: was ist damit gemeint?) und in Solidarität mit allen Menschen die Widerstand gegen Kohleabbau leisten.

Coole Aktion von Robin Wood, inhaltliche Ansätze von unten und Reflektionen über „Druck ausüben“

Montag, Juni 7th, 2010

Robin Wood AktivistInnen erkletterten am 3. Juni einen Baukran auf der gerodeten Baufläche im Kelsterbacher Wald, auf der gerade die Landebahn Nord-West des Frankfurter Flughafens gebaut wird. Dort wo nun eine Wüste ist war vor 2 Jahren die Besetzung gegen die Landebahn.
Die AktivistInnen hängten ein ein rund 130 Quadratmeter großes Transparent mit der Aufschrift: „Save the Climate – Stop Airport Expansion“. Die Aktion fand in Bezug auf die Klimakonferenz in Bonn statt. Im Vergleich zu anderen NGOs agierte Robin Wood hier aber nicht appelierend (an die Regierungen) sondern setzt auf Widerstand von unten: „Die AktivistInnen nehmen auf diese Weise öffentlich Stellung zu den UN-Klimaverhandlungen, die zurzeit in Bonn laufen. Ihre Botschaft: Wartet nicht darauf, dass die Regierungen das Klima retten. Werdet selbst aktiv, baut Druck von unten auf und wehrt euch gemeinsam gegen extrem klimaschädliche Bauvorhaben wie den Ausbau von Flughäfen.“ heißt es in einer Pressemitteilung von Robin Wood.
Weitergehend könnte mensch nun fragen: Was heißt Druck aufbauen? Heißt das nicht im Endeffekt dass am Ende doch die PolitikerInnen von oben entscheiden sollen, und lediglich mit Druck von unten das Ganze beeinflusst werden soll, anstatt dass die Entscheidungsfindungen selber auf die unterste Stufe gehoben werden.

Hier die vollständige PM von RoWo:
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