Die Geschichte der Klimacamps:

Die Klimacampbewegung nahm ihren Ausgang in Großbritannien, wo 2006 in Drax das erste „Camp for climat action“ stattfand. Drax ist Englands größtes Kohlekraftwerk, welches durch direkte Aktionen vom Klimacamp ausgehend stillgelegt werden sollte. Der Charakter der meisten Klimacamps, auf den 3 Säulen basierend: Direct action, Co2-neutrales Leben auf dem Camp, und Weiterbildung und Wissensweitergabe um die Themengebiete Klimawandel und Widerstand, auf dem Camp, war bereits in Drax vorhanden.

2007 gab es dann neben dem englischen Klimacamp in London gegen den Ausbau des Flughafens Heathrow 2 weitere in den USA.

2008 begann die Idee dann um sich zu greifen: So gab es in Deutschland das Klimacamp in Hamburg, welches leider stark von reformistischen Verbänden wie Attac oder Solid dominiert und vereinnahmt wurde. Auch in Australien gab es ein Klimacamp in Newcastle. In UK fand das camp for climat action nahe London gegen das Kingsnorth Power station statt.

Im Frühjahr 2009 fand in London zum G20 ein etwas abgeändertes Klimacamp mitten in der Stadt statt, welches bruta mit Polizeigewalt geräumt wurde. Im Sommer gab es dann gleich 10 Klimacamps, unter anderem in Dänemark, Belgien, Frankreich, Irland, Schottland, Wales, Neu Seeland, Kanada und wieder in London.

Klimacamps 2010:

22. Juni bis zum 2. August, Schweiz:

Vom 22. Juni bis zum 2. August findet in Gals zwischen dem Bieler- und dem Neuenburgersee statt. Thematischer Schwerpunkt ist der Wiederstand gegen ein geplantes Gaskraftwerk: http://www.klimacamp.ch/

14. bis 20. Juli, Schweden:

„Shell will im Süden von Schweden Brobebohrungen nach fossilem Gas unternehmen. Wir brauchen keine weiteren fossilen Brennstoffe, die unseren Planeten barbecuen.“ heißt es im Aufruf. http://nordiccamp.org/

22. Juli – 1. August: Frankreich:

Changeons le systeme – pas le climat! Unter diesem Motto findet in Frankreich das bereits zweite Klimacamp statt. Es wird aufgerufen sich an diesem Camp zu beteiligen, um ein kapitalistisches Wirtschaftssystem zu bekämpfen, welches als Verursacherin des Klimawandels ausgemacht wird, und um eine internationale Vernetzung aufzubauen, um den Menschen ohne Stimme im globalen Süden, wie im globalen Norden eine zu geben. http://campclimat.org/

21. – 24. August, Schottland:

In Edinburgh soll der Hauptsitz der Royal Bank of Scotland angegriffen werden, da die RBS zahlreiche klimazerstörerische Projekte finanziert, wie beispielsweiße die Tar Sands Förderung in Kanada. Das Klimacamp in Schottland ist das diesjährige große Klimacamp in Großbritannien, organisiert von „camp for climat action“. http://www.climatecamp.org.uk/actions/edinburgh-2010

21. bis 29. August, Deutschland:

In Deutschland fand dieses Jahr bereits ein Klimacamp in Bonn statt als Ausgangsort zu Protestveranstaltungen gegen die UN-Zwischenverhamdlungen. Ein weiteres wird stattfinden vom 21. bis zum 29. August in Erkelenz-Borschenich. Das Camp findet in räumlicher Nähe zum Braunkohleabbaugebiet Garzweiler statt.

Hauptorganisatorin ist allerdings die BUND -jugend. Dementsprechend wird dann auch von Mitbestimmung auf dem Camp gesprochen anstatt von Selbstbestimmung, und von einem öffentlichkeitswirksamen Aktionstag anstatt von Direct Action. Wenigstens ist dies wohl ehrlich, im Vergleich zu den OrganisatorInnen 2008, die Selbstbestimmung predigten, aber auf dem Camp hierarchische Strukturen durchstezten. http://www.klimacamp2010.de/

Kanada

Hier gibt es gleich 3 Klimacamps dieses Jahr. Bereits stattgefunden hat eines in Toronto vom 4. bis zum 6. Juni. Stattfinden werden eines in Western Kanada vom 24. bis zum 26. September und eines in Montreal vom 15. bis zum 17. Oktober.

Glastonburry, USA

In den USA findet ein Klimacamp in Glastonburry statt. Leider ging aus der Seite: http://climatecamp.org.uk/blog/2010/06/23/climate-camp-at-glastonbury-2010/ das genaue Datum nicht hervor.