um die Artenvielfalt, das Klima, und überhaupt. Obwohl einer Studie der Unep, dem Umweltprogramm der UNO zurfolge, die Menschen weltweit ebenfalls sehr besorgt seien, und sogar beim konsumieren auf ethische Aspekte achten, wird die Umwelt weiter zerstört. Wie kann das denn passieren? Schuld? Die Unternehmen. Denn nur 20 Prozent der Firmenchefs in Nordamerika und Europa sorgen sich um den Rückgang natürlicher Ressourcen. Besser ist das in Lateinamerika und Afrika. 50 bzw. 45 Prozent der Firmenchefs sind dort besorgt.
Die Unep kommt zu dem Ergebniss, „dass jene Firmenchefs, die es nicht schaffen, ein nachhaltiges Management der Biodervisität zu einem Teil ihrer Geschäftspolitik zu machen, zunehmend zu Außenseitern werden könnten“. Hm. Die Frage welche mir da nur aufkommt ist: Wenn die KonsumentInnen also nun so besorgt sind, warum ist genau das nicht schon passiert? Sondern genau das Gegenteil, dass jene Konzerne am besten auf dem Markt bestehen, die ihre Geschäftsinteressen nicht durch zuviel Rücksicht auf Mensch und Umwelt gefährden, dafür aber Millionen in Greenwashing-Kampangen stecken. Beispiel BP: Anstatt in sicherere Technik zu investieren, wurde in eine Kampange investiert, in der den Menschen suggeriert wurde BP wolle so schnell wie möglich aus den fossilen Energien aussteigen. Neuer Name: Beyond Petroleum.
Ich hege keinerlei Sympathien mit irgendwelchen Konzernchefs, und ich will auch nicht sagen dass jene nicht für viel Mißt verantwortlich sind/waren. Nur Verantwortung will ich ihnen deshalb noch lange nicht geben, wie die UNO das tut. Denn innerhalb einer kapitalistischen Wirtschaftsweise, welche auf Konkurenz, Ausbeutung, und Wachstum beruht, ist der Spielraum für die Handlungen von Konzerne sehr begrenzt. Sicherlich ist es für einige Konzerne möglich mit einer Zielgruppe reicher Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability) umweltverträglicher zu produzieren als andere. Doch diese Zielgruppe ist begrenzt. Und ansonsten wartet die Konkurenz darauf biliger zu produzieren und einen zu schlucken. Erstens will ich meine Verantwortung also niemandem Abgeben sondern am liebsten selber behalten, und zweitens wäre ich schön blöd, wenn ich sie abgebe an Konzerne die durch die Strukturen in denen sie stecken kaum anders können.
Wer daraus nun aber schließt, dass die Politik die Verantwortung bekommen sollte, liegt auch nicht besser. Denn dort gilt gleiches: Der Spielraum der Politik ist ebenfalls sehr begrenzt, muss doch stets Sorge getragen werden für die eigene Nationalökonomie. Denn nicht nur Konzerne stehen sich in Konkurenz gegenüber, sondern genauso die Staaten.
Und, wie nett, dass die Unep auch gleich das Argument mitliefert warum Umwelt- oder Klimaschutz in einer solchen Struktur gar nicht funktionieren kann: Denn schließlich gehe es ja auch um handfeste Geschäfte, die bedroht wären – und sind – durch ökologische Katastrophen. Sprich: Ökologische Probleme werden dann zu Problem, wenn dadurch längerfristige Geschäfte gefährdet werden. Die Formel lautet: Maximale Ausbeutung von Umweltressourcen ohne Gefährdung von langfristigen Interessen. Das ist auch mit dem Wort Nachhalötig gemeint, welches oft in der grünen Mogelpackung daherkommt. Da die Unternehmen das mit dem längergfristigen Denken nicht so gut hinbekommen, müssen Institutionen wie die UNO ab und zu unter die Arme greifen.
Der Schutz von unserer verbliebenen natürlichen Umwelt, oder des Klimas gehen aber nur nach einer anderen Formel: Erzeugung von größtmöglichen Möglichkeiten für die Menschen bei möglichst geringem Ressoucenverbrauch. Diese Formel kann aber im Kapitalismus nicht verfolgt werden, sondern unter freien Menschen in freien Vereinbahrungen.