Am Sonntag, den 25.7. lädt die Bürgerinitiative Waggum zum 200. Waldspaziergang gegen den Ausbau des Braunschweiger Flughafens ein. Der Treffpunkt ist am Sportplatz. Von dort geht es zum Zaun an der Grasseler Strasse, wo ab 16.30 ein Jubiläumsfest stattfinden wird.
Jeden Tag sind weiterhin durchschnittlich 20 Leute unterwegs.Manchmal gelingt es, die Bauarbeiten und den massiven LKW-Verkehr kurzzeitig zum Stocken zu bringen. Unter 12 Demonstranten ist die Beteiligung nie gefallen. Gegenwärtig wird massiv gebaut. Der Flughafen ist für drei Wochen stillgelegt, um ein erstes Stück der Startbahnerweiterung innerhalb des alten Zauns durchzuziehen. Dies unter Zeitdruck denn VW ,der Hauptnutzer des Flughafens,will wieder fliegen: „VW holt China etwas dichter heran“ titelte die Financial Times Deutschland am 14.7. “ Weil die Startbahn zu kurz ist, kann der Firmenjet die Top-Manager nicht nonstop nach Peking bringen und muss zum Tanken zwischenlanden- ein Unding“ -heisst es weiter in dem Artikel.
Nach dem Fund zweier Larven des hochgeschützten Eremitenkäfers kam der Ausbau im Mai kurz ins Stocken. Der Bau eines Tunnels unter der Startbahn ist inzwischen abgelehnt. Die Bürgerinitiative bereitet sich auf neue Aktionen gegen die Strassensperrung und die zweite Phase der Waldrodung vor. Ein Teilerfolg ist die offenkundige Ablehnung von Subventionen durch die EU wegen fehlendem öffentlichem Interesse am Ausbau. Dabei ging es um ca. 10 Millionen Euro. Das Geld soll jetzt über eine landesnahe Bank aufgenommen werden.
Als Hauptverantwortliche für den Ausbau gelten die Flughafengesellschaft und die Stadt Braunschweig bei den Demonstranten schon lange nicht mehr. Die sind nur Erfüllungsgehilfen von VW. So schreibt die Financial Times weiter zu den Expansionsplänen des Autokonzerns, der China gerne als „zweiten Heimatmarkt“ bezeichnet: „VW hat angekündigt, das Investitionsprogramm um 1,6 Mrd.auf 6 Mrd. Euro aufzustocken. Dagegen sind 4,5 Millionen für den Ausbau der Start- und Landebahn ein Klacks“