Archive for November, 2010

RWE’s Greenwashing- Kampagne an der Hochschule für ‘nachhaltige‘ Entwicklung

Dienstag, November 30th, 2010

Von linkeaktionew.

blogsport.de:

Am 29.11.2010 geschieht skandalöses an der so genannten Hochschule für ‘nachhaltige’‘ Entwicklung (HNE), denn im Rahmen der Master Class Course Conference „Renewable Energies“ wird einem der größten Atomstrom- und Kohlelobbyisten Deutschlands eine Plattform für eine Greenwashing-Kampange geboten, ohne Raum für Kritik und Diskussionen zur Verfügung zu stellen, das heißt im Klartext, die Lobbyisten der Kohleindustrie können in Ruhe unter dem Dach der Hochschule eine Werbeveranstaltung halten, ohne dass kritische Stimmen offiziell einen Platz im Programm haben. Der Referent Herr Gassner ist Leiter der Abteilung Märkte und Politik bei der RWE Innogy GmbH und wird über „Erneuerbare Energien – gemeinsam für Europa“ sprechen.
Um sich aber wirklich eine ausgewogene und fundierte Meinung zu einem Thema bilden zu können, muss solch eine Problematik, gerade wenn sie so entscheidend und wichtig für die zukünftige Energiegewinnung ist, von verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und bedacht werden können. Dies ist aber in dem engen Programm der HNEE nicht vorgesehen. Es wird schlicht kein zeitlicher Raum dafür zur Verfügung gestellt. So wird eine einseitige Sichtweise, die der gewinnorientierten Energiekonzerne, welche schon eine monopolistische Stellung auf dem Energiemarkt haben, dargestellt mittels des vorlesungsüblichen Duktus des Frontalunterrichts ohne eine Einbeziehung der Hörer. Kritisches Mitdenken ist ausdrücklich nicht erwünscht. (mehr …)

Blokadeaktionen während Anti-Kohle-Aktionstagen in Schottland

Mittwoch, November 10th, 2010

Während am vergangenen Wochenende der Castortransport von Frankreich ins Wendland geprügelt wurde, vom größten Polizeieinsatz der BRD (mit freundlicher  Unterstützung französischer Eliteprügeleinheiten (CRS)) und zahllosen schwerverletzten Demonstranten und zahhlosen Blödzeitungen, welche darüber jammern, dass „unsere“ Polizisten die Deppen der Nation sind, währenddessen finden in Schottland auch  Aktionstage statt. Und zwar im Happendon Wood Action Camp. Einem von Anti-Kohleabbau-Aktivist_innen besetzem Wald, der für eine Kohlemine gerodet werden soll.

Vom 6. bis zum 10 November dauern diese Aktionstage, während denen der Kohleabbau, welcher in der gesamten Region massiv betrieben wird, angegriffen werden soll. Wie Indymeia Scotland zu entnehmen ist, fanden bisher mindestens zwei Blockadeaktionen während den Aktionstagen statt:

Zum einen wurde der zentrale Kohle-Verladebahnhof in der Region (Ravenstruther coal rail terminal) nun bereits zum vierten Mal durch Blockadeaktionen stillgelegt. Gegen 6 Uhr morgens ketteten sich 2 Aktivist_innen, unterstützt von 15 weiteren, an das Zufahrtstor. Zur gleichen Zeit erkletterten 2 weitere Aktivist_innen die Infrastruktur und ketteten sich an das Kohle-Förderband. Laut BBC hielt die Blockade bis 11:30 stand bis die Polizei die Angeketteten lösen konnte. Fünf einhalb Stunden wurde der Verladebahnhof also blockiert. Pro Stunde wurde das Verladen von 1,2 tausend Tonnnen Kohle verhindert. Die 4 Festgeketteten wurden in Gewahrsam genommen und werden später dem Richter vorgeführt.

Bereits in den Tagen zuvor, wurden die Arbeiten im Tagebau von Mainshill für 2 Stunden komplett gestört (In Mainshill war der Wald bis zu diesem Frühjahr besetzt, bevor er dann geräumt und gerodet wurde und der Tagebau eröffnet wurde). Ein voll beladener Mega-Kohlelaster wurde gestoppt und von Aktivis_innen erklettert. Diese Aktionsform ist in UK sehr populär und wird digger diving genannt. Die Aktivist_innen wurden von den Arbeitern vor Ort schwer angegangen. In Veröffentlichungen heißt es, dass die Aktion in Solidarität mit den Anwohner_innen stattfand, welche massiv vom Kohleabbau betroffen sind und seit Jahren Widerstand dagegen leisten.

Die Verbrennung von Kohle ist die klimazerstörendste Art der Stromgewinnung überhaupt. In Deutschland wird auch Kohle abgebaut, sogar in der noch schädlicheren Form der Braunkohle.

Gesundheitsgefahren! Wegen Koposttoiletten oder wegen Kohleabbau?

Samstag, November 6th, 2010

Lustiges Plakat, welches neben einer Waldbesetzung gegen Kohleabbau in England aufgehängt wurde, und zwar beim Defend Huntington Lane coal protest camp.

Neben der Besetzung des Happendon Woods von coal action scotland, von welcher ich hier bereits des öfteren berichtet habe gibt es in Großbrittanien nämlich noch eine weitere Besetzung gegen Kohleabbau.

Da dort nun direkt neben dem Camp mit den Arbeiten begonnen wurde, ist das Camp räumungsbedroht und ein Unterstützungsaufruf wurde veröffentlicht.

Neues von „Coal Action Scotland“

Mittwoch, November 3rd, 2010

In Schottland findet eines der größten Kohleabbauprogramme weltweit statt. Am laufenden Band werden neue Tagebaue eröffnet, welche die komplette Landschaft zerstören. Längst hat sich Widerstand formiert. Die radikale Kampange Coal Action Scotland bildete sich. Bis zum Frühling 2010 gab es das Mainshill Solidarity Camp, eine Waldbesetzung von welcher fast täglich Aktionen ausgingen(1, 2, 3, 4, 5). Die Räumung dauerte mehrer Tage, da einiges an Blokadetechniken aufgefahren wurde. Seit diesem September gibt es nun eine neue Waldbesetzung, das Happendon Wood Action Camp.

  • 1.  Neuer Kurzfilm
  • 2.  THWAC Gathering vom 6. bis zum 10. November
  • 3.  Oktober Newsletter
  • 4.  Aktionszusammenfassung
  • 5.  Neueste Neuigkeiten:
  • 1. Neuer Kurzfilm Ein kurzer Videoclip über das Happendon Wood Action Camp (THWAC), über den Kampf gegen scotish Coal im Douglas Valley und über das bevorstehende Action gathering nächste Woche: http://politube.org/show/3075 und http://coalactionscotland.org.uk/?p=2206.

    2.THWAC Gathering vom 6. bis zum 10. November Das Happendon Wood Action Camp wurde am 12 September 2010 besetzt um Widerstand gegen die Zerstörung des Douglas Valley zu leisten. Besucht das Camp für das fünftägige Herbst-gathering! Als Teil dessen was sie ihre „Zukunftsstrategie“ nennen, hat Scottish Coal begonnen den Kreis an Tagebauen zu schließen, welcher die Gemeinden des Douglas Valley umgibt, denn 3 neue Tagebauminen wurden beantragt. Zu lange bereits hat Scottish Coal (mit Hilfe von reichen Landbesitzern und korrupten Parlamentarier_innen) ihren Dreck im gesamten Douglas Valley verteilt, und damit schlimme Krankheiten in den lokalen Gemeinden verursacht und den Klimawandel vorangetrieben. Das gilt es zu stoppen! Die Räumung von Mainshill war nicht das Ende sondern erst der Beginn. Wir sind zurück um zu vollenden was wir angefangen haben. Wenn Scottish Coal vernichten will was von der Landschaft im Douglas Valley noch übrig geblieben ist, werden wir sie vernichten müssen. Wir rufen auf in Bezugsgruppen zum Action Camp zu kommen, mit Energie und Ideen um Scottish Coal’s Pläne zu durchkreutzen. Es wird ebenfalls standartmäßig skillsharings geben: Aktions-Workshops, Informationsaustausch und Informationen wie mensch sich in die Kampange und das tägliche Campleben einbringen kann. (mehr …)