Archive for Januar, 2011

Bundesministerium wirbt für Ethanol im Benzin

Samstag, Januar 29th, 2011

Als ich demletzt beim trampen an einer Tankstelle stand und nicht weiterkahm, und in die Tanke ging um mich aufzuwärmen, fiel mir ein Werbeflyer des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in die Augen, der jedem Autofahrer mitgegeben wurde,  mit dem Titel: „Mehr Bio im Benzin“. Das muss ja wirklich eine grüne Welt sein, dachte ich mir, wenn jetzt schon das Benzin Bio ist, und nahm den Flyer mit um ihn zu lesen.

Auf den ersten Blick besticht der Flyer von innen durch grüne Starßen und Monokulturen so photographiert, dass sie irgendwie nett wirken. Und geschrieben steht:

Warum gibt es E 10 (Anm.: Benzin mit 10 Protzent Ethanol)

Es gibt wichtige Gründe, den Biokraftstoff im Benzin zu erhöhen:

1.)Biokraftstoffe spielen eine bedeutende Rolle beim Klimaschutz. Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen verursachen die heute verwendeten Biokraftstoffe weniger Treibhausgase.

2.)Indem wir Biokraftstoffe verwenden, nuttzen wir Rohstoffe, die nachwachsen. So tragebn wir dazu bei, die welteiten Erdölvorkommen zu schonen.

Nun fragte ich mich wieso das Bundesministerium zu einer solch anderen Auffassung kommt, wie alle Umweltschutzverbände, oder unabhängige Sachverständige, die allesamt zu dem Ergebnis kommen, dass Agrosprit (also Pflanzen-Ethanol) weitaus schädlicher für das Klima ist, als Benzin. Hat sich das Ministerium nicht mit der Materie auseinandergesetzt? Das glaube ich kaum. Eher wahrscheinlich finde ich, dass sie diese für so komplex finden, dass sie glauben mit ein bißchen Verdrehung fällt der Schwindel nicht auf. Denn im Prinzip muss nur ein wichtiger Fakt weggelassen werden um das Bioethanol in einem grünen Licht auflitzen zu lassen: Nämlich dass für den monokulturellen Anbau der Pflanzen für die Ethanolgewinnung in der Regel Regenwald gerodet oder gebrandrodet wird, die Flächen aber zumindest immer mit Wald oder Fläche für Nahrungsmittelanbau konkurieren. Dass beim Roden oder Verbrennen des Regenwaldes Unmengen dort gebundenes CO2 entweichen wird einfach aus der Bilanz gestrichen. Und schon haben wir die grüne Alternative zum Benzin, und können nun getrost weiter Aurto fahren.

Noch absurder ist aber eigentlich der zweite Punkt: „Indem wir Biokraftstoffe verwenden, nuttzen wir Rohstoffe, die nachwachsen. So tragebn wir dazu bei, die welteiten Erdölvorkommen zu schonen.“ Die Frage die sich hier stellt ist warum es denn wichtig ist das Erdölvorkommen zu schonen. Natürlich: Um länger welches haben das verbrannt werden kann. Also muss es gestreckt werden mit Bioethanol. Im Endeffekt geht es also darum insgesamt mehr zu verbrennen. Also mehr CO2 in die Luft zu blasen. Und das soll hier als ein wichtiger Schritt zum Klimaschutz verkauft werden. Na danke. Da bin ich trotz der Kälte froh, mich mit dem trampen für eine Fortbewegungsmethode entschieden zu haben, die so gut wie CO2 neutral ist. Denn ich nutze ja bloß Autos die sowieso durch die Gegend stänkern.

Wieder mal Tankstellenblockaden in UK

Freitag, Januar 28th, 2011

Während in Deutschland für den Klimaschutz „richtig“ konsumiert wird, hat es in Großbrittanien schon eine gewisse Tradition einfach mal Tankstellen dicht zu machen – vom konkreten Nutzen sicherlich auch besser für das Klima. Derzeit werden einige Shell-Tankstellen blockiert um gegen die Genehmigung für eine Shell-Gaßpipline in Irland, Mayo Widerstand zu leisten. Dort soll eine Gaßpipeline errichtet werden die unraffineriertes Gaß transportiert um es onshore zu raffinerieren, was ein sehr gefährliches Unterfangen darstellt. Deshalb gibt es vor Ort auch schon seit vielen Monaten ein Solidaritätscamp, von dem aus immer wieder spektakuläre Aktionen ausgehen, wie die Blockaden auf See mit Kajaks. Nun wurde zur Genehmigung der Pipeline zu einer Aktionswoche gegen Shell aufgerufen. An mehreren Orten fanden Tankstellenblockaden statt.

Nachttanzblockade gegen Straßenbahncastor

Freitag, Januar 28th, 2011

Am 15/16 Februar fährt wieder einmal strahlender Müll durch das Land. Und zwar aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe – wo bereits die Nazis ihre Atombombe bauen wollten – ins Zwischenlager Lubmin. In Karlsruhe wird dieser Müll mit der Straßenbahn transportiert. Deßhalb wird es dort eine Nachttanzblockade geben. Tanzend den Castor blockieren. Flexiebel in der Stadt unterwegs sein. Im Aufruf heißt es:

Tag X:
Ob Tag oder Nacht
Ob tanzend, feiernd, stehend, sitzend-
Wir stoppen mit einer Gleisbesetzung den Castor

Achtet auf weitere Ankündigungen auf: www.nachttanzblockade.de. Haltet euch ab Dienstag den 15. Feb bereit.

Unbedenklicher Konsum?

Samstag, Januar 22nd, 2011

Eine schon ein par Wochen alte Meldung: „90 Protzent der Verbraucherinnen wünschen sich ein Produkteübergreifendes Label für unbedenklichen Konsum.“ Grund sei, so wurde mancherorts ausgeführt, dass die vielen verschiedenen Label verunsichern. Unbedenklicher Konsum wird also gefordert. Was bitteschön soll das aber sein?  Unbedenklich. Dass der Konsum also nicht bedacht werden muss, nicht über ihn nachgedacht. Und was soll damit gewonnen sein? Richtig: Mensch muss sich kein schlechtes Gewissen mehr machen. Dass weiterhin die Böden verseucht werden durch die industrielle Bio-Landwirtschaft, dass weiterhin Menschen unter Sklavenähnlichen verhältnissen auf den Bio-Bananenplantagen arbeiten, dass weiterhin Kinder 20 Stunden am Tag Bio-Klamotten nähen, dass weiterhin Tiere zusammengepfert in Bio-Massentierhaltungsanlagen dahinvegetieren, was solls, wenn nicht mehr drüber nachgedacht werden muss, weil andere einem das denken abnehmen?

Denn, dass bei Bio/Öko-Zertifikaten regelmäßig geschummelt und verarscht wird ist klar, aber nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem ist, dass sie eine ökologische /soziale Verträglichkeit suggerieren innerhalb von Rahmenbedingungen die diese Ansprüche per se verunmöglichen. Wo das Problem gerade ist, dass ein über den Markt vermittelter Austausch zwischen Produzent_innen und Konsument_innen zu einer Entfremdung führt, die es den Konsument_innen unmöglich macht den Produktionsprozess zu beobachten und mit zu beeinflussen, und die es den Produzent_innen unmöglich macht, nach dem eigenen Gewissen zu produzieren, weil mensch den Markdynamiken unterworfen ist, dort soll nun eine weitere Entfremdung die Lösung sein? Nämlich die Entfremdung vom eigenen Gewissen. Sich selber Gedanken darüber machen nach welchen Kriterien mensch Produkte bewertet in der Frage der Vertretbarkeit.

Genau in die andere Richtung müsste sich also bewegt werden. Weniger Entfremdung. Produktionsverhältnisse aufzubauen, in denen ein persönlicher Kontakt zwischen Produzent_innen und Konsument_innen besteht, oder sich beides im besten Fall sogar überschneidet. Konsequent kann die Entfremdung aber nur außer Karft gesetzt werden, wenn die Warenförmige Produktion außer Kraft gesetzt wird. Sprich, wenn nicht dafür produziert wird, dass eine Ware auf dem Markt einen gewissen Preis erzielt, sondern dafür, dass das produzierte von Menschen zu denen ein Kontakt besteht gebraucht wird. Soziale Beziehungen treten an die stelle des Geldes.

Scotland Yard spioniert gegen KlimaaktivistInnen in ganz Europa

Dienstag, Januar 11th, 2011

Sehr spannender Artikel über einen englischen Spitzel, der in ganz Europa herumgeschnüffelt hat, und nun ev. mit den Aktivist_innen sympatisiert und andere Spitzel outet:

Großbritanniens neuer Polizeiskandal: ein Polizeispitzel hat europäische Klimaaktivisten ausgeforscht und angestiftet
Mark Kennedy, ein Spitzel der britischen Polizei, hat die europäische Klima-Bewegung nicht nur ausgeforscht, sondern sich an Aktionen beteiligt, solche angestoßen und sogar gegen Aktivisten gerichtlich verhängte Strafen übernommen. Der Schnüffler Mark Kennedy war in fast allen EU-Mitgliedsstaaten aktiv, die Affäre zieht Kreise bis nach Berlin. Jetzt hat er angeblich die Seiten gewechselt und verrät andere verdeckte Ermittler.

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SZ goes green revolution – or green washing?

Dienstag, Januar 11th, 2011

Da ich heute schon zum zweiten Mal auf einen Artikel in der SZ gestossen bin mit dem Label „grüne Revolution“, gehe ich davon aus, dass das dort eine  wöchentliche Rubrik ist. Über letztwöchigen Artikel dieser Rubrik habe ich bereits einen Artikel geschrieben der eins weiter unten zu finden ist. Diese Woche ist das große Thema: „Hängematte fürs Gewissen“ also grüngewaschener Tourismus. Auch hier wird das Problem zuerst halbwegs richtig analysiert: Es finden immer mehr Flugreisen statt, auch weil diese so billig sind, dass Menschen für immer kürzere Zeit rund um die Welt fliegen für ein paar Tage Urlaub. Dass der Tourismus aber auch vor allem vor Ort riesige ökologische und soziale Zerstörung anrichtet wird außen vor gelassen. Mit Kalkül: Den das Ziel dieses Artikels von Michael Kuntz ist es, wie wohl allgemein dieser Rubrik, leichte systemkonforme Lösungen für die dringenden Ökoprobleme dieser Zeit anzubieten. Dass dafür nur Scheinanalysen gebracht werden können ist klar. So darf also keinenfalls die generelle Logik des Tourismus als das Problem erkannt werden, also die Flucht vor der Lohnarbeit und der Langweile und Sinnlosigkeit zu Hause, für wenige Wochen im Jahr, ohne jedes Interesse für alles was sich am Urlaubsort, dem Weg dorthin und zurück abspielt. Denn würde diese Analyse gemacht, dann müsste weiter analysiert werden, was denn die Ursachen für diese fluchtähnliche Art des Urlaubens ist, und wäre schnell bei den abstrakten Lebensweißen, von Lohnverhältnissen und Konsumtion angelangt, und dass diese vielleicht geändert werden müssten, damit Menschen nicht in andere Länder reißen um zu fliehen und zu entspannen, weil sie komplett verbraucht durch die Lohnarbeit sind, sondern weil sie Lust darauf haben sich woanders Inspirationen zu holen, andere Kluturen kennen zu lernen, und mit den Menschen dort vielleicht auf solidarische Art und Weiße die verschiedensten Kooperationen zu küpfen.

Um soweit nicht denken zu müssen, führt die SZ ein dazugehöriges Interview.  Auf die, in einem saublöden Dualismus verhaftete Frage „Heißt mehr Umweltschutz künftig mehr Verzicht? Müssen die Deutschen ihre Reisen einschränken?“antwortet Harald Pechlaner mindestens genauso dumm:

Um von einer angestammten Welt in eine Gegenwelt zu kommen, brauchen wir Mobilität. Die Menschen müssen nicht zuhause bleiben. Sie sollten in Gegenden fahren, die authentisch und damit touristisch interessant sind. Orte und Betriebe sollten klar betonen, was ihre Einzigartigkeit ausmacht. Nachhaltigkeit als Bestandteil eines solchen Konzeptes macht ein Zielgebiet wettbewerbsfähiger.

Also der Aufruf alles beim alles zu lassen und sich mehr Mühe beim Greenwashing zu geben. Das ist dann auch die Quintessenz des gesamten Artikels. Zwar wird gesagt mensch müsse zwischen ernsthaften und gefakten „grünen Reisen“ unterscheiden. Die hinter dem „grünen Tourismus“ stehende Logik wird aber überhaupt nicht analysiert. (mehr …)

Die Reform des BIPs

Dienstag, Januar 4th, 2011

In der Süddeutschen Zeitung erschien heute der Artikel „die Vermessung des Wohlstandes“. Der Artikel handelt im Prinzip von einem alten Schuh. Der Kritik am Wachstumszwang. Sprich: einer Verkürzung der Problematik der endlosen Ressourcenausbeutung, auf den Zwang zum Wachstum. Eine Verkürzung ist das deshalb, weil in der Suggestion das Wachstum sei schuld, der Status Quo (also das Wie und Warum) des bestehenden Wirtschaftens als Normalität und „ok“ dargestellt wird. Was 1968 bereits der raktionäre „Club of Rome“ tat (der sich heute damit hervortut die Atomkraft als die Lösung gegen den Klimawandel zu preisen), mit der Veröffentlichung „die Grenzen des Wachstums“, und seit einiger Zeit die aus Frankreich stammende Bewegung „Decroissance“ (die sicherlich Pluralistisch ist, und auch spannende Ansätze hat) brüht die SZ nun neu auf indem sie irgendwelche Wissenschaftler findet (Sen und Stigliz) die mit der Kritik am Meßwerkzeug des BIP (Bundesinlandprodukt)ihre Hörsäle füllen. So gesehen ist das Wideraufgebrühte doppelt verkürzt, weil die Kritik nur am Meßwerkzeug des Wachstums ansetzt.  Die folgende Kritik ist zwar vollkommen richtig:

Zerstören Stürme einen ganzen Landstrich, so wie 2005 in New Orleans, erhöhen die Wiederaufbauarbeiten das BIP um Milliarden Dollar. Der gemessene Wohlstand steigt, ohne dass Verluste berücksichtigt würden. Brennt eine Bohrinsel und fließt Öl aus, werden die Reinigungsarbeiten positiv im BIP gezählt, die Umweltfolgen dagegen ignoriert. Stehen Autofahrer im Stau, verdienen Tankstellen und das BIP steigt.

Das BIP ist dabei aber nur Meßmittel und nicht Ursache eines Anreizes. Die Tankstellen, die am Stau verdienen, das Bauunternehmen welches am Bau eines Bahnhofes verdient, den niemand will, welcher also das Wohlbefinden schmählert, handeln nicht um das BIP zu erhöhen, sondern die eigenen Profite. Dass die am Ende Volkswirtschaftlich gemessen werden, ist nicht die Ursache an einem Wirtschaften, welches nicht an einer Steigerung der Lebensqualität von Menschen ausgerichtet ist, sondern es zum Alltag macht, an der Zerstörung von Lebensqualität und Wohlstand zu verdienen. Die Ursache davon liegt ganz einfach in den immanenten Anreizen der kapitalistischen Logik begründet. (mehr …)

Athener Flughafen blockiert, von Gegner_innen einer Müllhalde

Sonntag, Januar 2nd, 2011

In Keratea soll eine offene Müllkippe für den Großraum Athen errichtet werden, welche von der EU subventioniert wird. Wochenlang gibt es nun massive Auseinandersetzungen zwischen Anwohner_innen die die Müllkippe nicht haben wollen und der griechischen Riotpolizei. Mit mehreren Tag und Nacht besetzten – un von Anwohner_innen militant verteidigten Blockaden wurden die Baumaßnahmen blockiert. Der Widerstand war so massiv dass die Regierung die Pläne offiziell fallen ließ. Nur: Weitergebaut wird trotzdem. Denn die Subventionen der EU gibt es nur wenn weitergebaut wird.

Ebenfalls in der Region – 10 km entfert von Keratea befindet sich der Großflughafen Athens. Als dieser gerrichtet wurde gab es ebenfalls bereits heftige Auseinandersetzungen in der Region. Nun blockierten Menschen aus dem Widerstand gegen die Müllkippe die Zufahrtsstraßen zum Flughafen.

Ein Video der Blockade gibt es hier.

Jugendoffensive gegen Stuttgart 21

Samstag, Januar 1st, 2011

Schon seit einiger Zeit hat sich aus dem Widerstand gegen den unterirdischen Kopfnahnhof „Stuttgart 21″ die“Jugendoffensive gegen Stuttgart 21 herausgebildet, die in mehrfacher Hinsicht spannender ist als der ansonsten recht lahme, bürgerliche Widerstand in Stuttgart. Auch wenn die Jugendoffensive inhaltlich reformistisch geprägt ist, fährt sie ein weitaus höheres Niveau der Auseinandersetzung, als das die restlichen Fraktionen des Widerstandes tun (Robin Wood vielleicht einmal ausgenommen). So gingen die meisten der direkten Aktionen auf das Konto der Jugendinitiative, wie zum Beispiel die Besetzung des Südflügels. Auch erkannte die Jugendinitiative die Schlichtung mit Herrn Geißler als das was sie ist: Die Verlagerung (und damit die Vernichtung) des Widerstandes von der Starße in irgendwelche Konferenzräume, mit ausgewählten Eliten die den Widerstand vereinnhamen.

Auch positiv zu sehen ist, dass die Jugendoffensive versucht den Widerstand gegen S 21 zu verknüpfen mit anderen Thematiken aus dem sozialen Bereich, wie Bildungspolitik. Leider reproduzieren sie dabei eine nur allzu verkürzte Bildungskritik. So wird gefordert, dass das Geld welches durch das Fallenlassen von S 21 eingespart würde in die Bildungspolitik fließen sollte. Eine Kritik aber die nicht den grundsätzlich autoritären Charakter der herrschenden Bildungspolitik analysiert und angreift, sondern lediglich mehr Geld fordert, für genau die Umsetzung dieser autoritären Bildungspolitik, der/die schrammt an jedem emanzipatorischen Anspruch vorbei. Dazu passt dann auch, dass die „Schaffung von 10.000 Ausbildungsplätzen im Öffentlichen Dienst von BaWü“ und die „Übernahme aller Azubis“ gefordert wird, wo doch aus emanzipatorischer Sicht nur die Überwindung von Lohnarbeitsverhältnissen angestrebt werden kann. Generell fehlt leider eine zu Ende gedachte Kritik der kapitalistischen Verhältnisse und der Stellvertretungspolitik im Allgemeinen. Wie im bürgerlichen Widerstand gegen S 21 üblich, wird eine starke Konfrontationshaltung gegen die CDU-Regierung und einige Großkonzerne gefahren, ohne die dahinterstehenden Strukturen, und damit einhergehenden Zwangsläufigkeiten zu verstehen.

Was der Jugendoffensive also zu wünschen wäre für den weiteren Verlauf der Auseinandersetzung ist nicht nur eine offensive Ausrichtung in der Praxis sondern auch in der Theorie, und ein bißchen mehr Analyse der herrschenden Verhältnisse.