Archive for Februar, 2011

Nochwas zum Regenwald: Palmölindustrie als dessen Retter?

Samstag, Februar 12th, 2011

Habe gerade auf dernewsticker.de folgende unkommentierte Meldung gefunden:

Der weltweit zweitgrößte Palmenöl-Produzent der Welt „Golden Agri-Resources“ (GAR) will gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation „The Forest Trust“ (TFT) und der indonesischen Regierung ein Schutzprogramm für den indonesischen Regenwald erarbeiten.

Java (dts Nachrichtenagentur) – Dies hat das Unternehmen am Mittwoch bekannt gegeben. Das Ziel der Bemühungen soll es sein, eine „vollständig nachhaltige“ Palmenölindustrie zu etablieren und geht dabei über bestehende Schutzvereinbarungen hinaus. Die Palmenöl produzierende Industrie wurde immer wieder von Umweltorganisationen für die rücksichtslose Zerstörung von Wäldern kritisiert.

Nun ist es sicherlich nichts neues, dass sich die größten Umweltzerstörer durch die größten Greenwashingmaßnahmen auszeichnen. Trotzdem an dieser Stelle nur einen Klitzekleinen Tipp an den weltweit zweitgrößte Palmenöl-Produzent der Welt „Golden Agri-Resources“ (GAR): Meint ihr nicht, dass ihr das Klima vielleicht am besten damit schützt, dass ihr jetzt eine Axt in die Hand nehmt, eure Konzernzentrale kurz und klein schlagt, danach ebenso mit euren Palmölplantagen verfahrt, und dort stattdessen Bäume anpflanzt, die den Boden darauf vorbereiten, dass irgendwann dort wieder Regenwald wachsen kann. Und den übrigen Regenwald Regenwald sein lasst? Nur so ne Idee!

Dürren, Regenwälder, CO2 Quellen, Gegenmaßnahmen

Samstag, Februar 12th, 2011

Was eigentlich schon lange klar ist, wird nun durch eine Dürre ein Stücken weiter Realität: Die Regenwälder im Amazonas, eigentlich eine Relevante CO2 Senke, die Jahr für Jahr der Atmosphäre Kohlenstoff entzieht, kann sich in Zukunft als CO2 Verursacher entpuppen. Nämlich im Sinne eines Rückkopplungseffektes: Durch veränderte Klimabedingungen bleibt der Niederschlag zur Regenzeit aus. Dadurch stirbt viel Vegetation ab, und beim Verrottetn derer wird CO2 freigesetzt. Nach der Dürre von 2005, die als Jahrhundertdürre bezeichnet wurde, gab es 2010 eine ähnliche Trockenheit während der Regenzeit. Es wird befürchtet, dass die so dicht aufeinander folgenden extremen Dürren für viele Bäume den Kollaps bedeuten könnten. Durch das absterben und verrotten der Bäume könnten 5 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt werden. Soviel wie der Regenwald in 5 Jahren bindet, oder genausoviel wie jährlich in den USA verursacht wird.

Unklar ist noch wieweit der Regenwald „Selbstheilungskräfte“ besitzt um mit den bisherigen Dürren umzugehen. In intakten Regenwaldgebieten mag das wohl Möglich sein. Besonders gefährdet sind aber die Gebiete, in denen der Regenwald sowieso geschwächt ist, durch eine Zerstückelnde Rodungspolitik, die viel Waldränder erzeugt. Auch nachwachsende Wälder auf gerodetetn Flächen werden stark geschwächt werden. Darüberhinaus, sind die Dürren nicht als einmalige Szenarien zu sehen, sondern vielmehr als eine Tendenz für die Zukunft die sich vermutlich noch verschärfen wird. Während der Regenwald mit einer einmaligen Dürre umgehen kann, ist eine generelle Vertrocknung der Gebiete, der sichere Tod. Das wiederum würde bedeuten, dass die jetzigen Regenwälder eine enorme Freisetzung von Hundertmillionen Tonnen CO2 verursachen würden innerhalb weniger Jahre. Dadurch würde sich das Klima wiederum weiter erhitzen und andere Rückkopplungseffekte wie das Freisetzen von Methan beispielsweiße in Sibirien beschleunigen. Innerhalb von wenigen Jahren könnte so eine Kettenreaktion freigesetzt werden, die zum absoluten Klimakollaps führt, und eine Erwärmung von 4, 5, 6°C, Grad erzeugt.

Das bedeutet nicht dass es jetzt gilt in Panik auszubrechen, sondern dass zu tun, was notwendig ist, um die Situation möglicherweiße rechtzeitig zu entspannen. Und das bedeutet konsequent: Ab sofort keinerlei fossile Energien mehr Verbrennen, die Abholzung von Regenwäldern und anderen Urwäldern sofort und komplett zu stoppen und massive Wiederaufforstungsprogramme zu starten. Die Flächen dafür könnten durch eine Minimierung (aus antispeziesistischer Sicht besser einer kompletten Aufgabe) von Tierhaltung gewonnen werden. Die Maßnahmen mögen drastisch klinegn, die Alternative – der Klimakollaps – ist es jedenfalls umsomehr.

Anti-S21 Aktivist_innen von voreingenommener Justiz verurteilt

Freitag, Februar 4th, 2011

Siehe hier.