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Klimaskeptiker in der FAZ

Mittwoch, März 9th, 2011

In der heutigen FAZ kommt Dieter Ameling, ehemaliger Präsident der Wirtschaftsvereinigung stahl zu Wort, und darf wirre Thesen ablassen, warum das mit dem Klima und dem CO2 gar nicht so zusammenpasst. Seine Motivation nimmt er vorweg: „Deutschland und Europa droht durch diese einseitige Klimadebatte und die unwirtschaftliche Förderung der ereuerbaren Energien ein Einbruch der globalen Wettbewerbsfähigkeit“. Natürlich hat er aber nur gutes im Sinne, denn „Das soziale Netz und unser aller Wohlstand hängen von einer Wettbewerbsfähigen industriellen Wertschöpfung ab“.

Aus dieser Motivation wird dann verdreht was zu verdrehen ist, um am Ende festzustellen, dass man weiterhin CO2 verursachen können sollte wie bisher. Das Argumentationsmuster dabei ist aber eigentlich recht langweilig und gleicht der Schablone vieler Klimaskeptiker. Erst wird auf kosmische Ursachen verwiesen: „Dagegen spielen die wichtigsten Einflussgrößen, die in der Erdgeschichte häufige, zum Teil sehr dramatische Klimawechsel verursacht haben, wie die stark schwankende Sonnenaktivität, die Wolken und der Wasserdampf oder das zyklische Pendeln der Erdachse (…) in der öffentlichen Diskussion keine Rolle“. Hier wird alles mögliche Durcheinandergewerfen. Der angesprochene Wasserdampf beispielsweiße ist ja selber menschengemacht (Flugverkehr, Industrie), die schwankende Sonnenaktivität existiert zwar ist aber unbedeutend, und kann niemals den linearen Temperatut’ranstieg begründen, der im Übrigen genau parallel zum, in der Atmosphäre vorhandenen CO2 verläuft“. So geht es dann noch weiter, dass alles mögliche durcheinandergeworfen wird, in der Hoffnung, dass das eh schon niemand so genau verstehen wird. Und dann wird noch behauptet, dass das Klima eh nicht so genau gemessen werden könnte, da es weniger Messstationen gäbe als früher, und dass Nasa-Messungen aus dem all ergeben dass die Temperaturen eigentlich eher sinken und das arktische eis wieder wächst. Na dann.

Abgeschlossen wird dann noch mit einem schönen Zitat des Altkanzlers Helmut Schmidt: „Wir wissen, dass es natürlicher Weiße immer Eiszeiten und Warmzeiten gegeben hat; wir wissen jedoch nicht , wie groß gegenwärtig und künftig der von Menschen verursachte Beitrag zur globalen Erwärmung ist. Die von einer internationalen Wissenschaftlergruppe (IPCC) bisher gelieferte Unterlagen stoßen auf Skepsis. Es scheint mir an der Zeit, dass eine unserer wissenschaftlichen Spitzenorganisationendie Arbeit des IPCC kritisch und realistisch unter die Lupe nimmt und sodann die sich ergebenden Schlussfolgerugen der öffentlichen Meinung unseres Landes in verständlicher Weiße erklärt“. Im Klartext also: Wenn das interbnationale Bündnis von Klimawissenschaftler_innen aus irgendeinem Grunde zu unabhängige Ergebnisse bringt, dann muss mensch einfach ein national kontrolliertes Wissenschaftler_innen-team auf die Beine stellen die die gewünschten Ergebnisse bringt, und da ja eigentlich eh niemand was davon versteht, kommt es am Ende darauf an den Leuten dann zu sagen: Das mit dem Klimawandel das stimmt jetzt doch nicht, haben wir festgestellt, wir können jetzt wieder weitermachen wie bisher.