Auch nach Fukushima sollen in England weiterhin neue Atomkraftreaktoren gebaut werden, wenn es um den Willen der Regierung und des Betreibers EDF geht. Wenn es nach dem Willen von Anwohner_innen und Umweltaktivist_innen geht allerdings nicht. Da inhaltliche Argumente bekanntlich nicht viel bringen, wenn es gegen Interessen von Staat und Kapital geht, wurden nun schlagkräftigere Argumente hervorgebracht: Nämlich die Besetzung des Baulandes und eines alten, naheliegenden Farmhauses.

Großbrittannien will mehrere neue Atomkraftwerke bauen, um die alten zu ersetzten und verkauft das natürlich als Klimaschutz. Das Kraftwerk Hinkley Point C soll ab 2013 gebaut werden.  Vorbereitende Maßnahmen auf dem Bauplatz sollen ab nächster Woche beginnen. Zuerst wurden nun 3 Bäume in eisiger Kälte besetzt, die auf dem Bauland liegen und nun das naheliegende Farmhaus.  Das Atomkraftwerk soll auf fragilem Küstenland gebaut werden, an der Westküste Englands, nahe Somerset.

Die Bewilligung der vorbereitenden Maßnahmen, durch die viel wildes Land zerstört wird, wurde EDF gegeben bevor sie Planungsgenehmigung erhalten haben. „Dass gibt EDF die Message, dass die Bewilligung schon ein gemachter Deal ist“, sagt Theo Simon, ein Anwohner. „Wir wollen dieses Land zurückerobern um sicher zu gehen, dass die Umwelt hier geschützt bleibt“.

Der besetzte Bauernhof wurde in „EDF-Off Cottage“ getauft. Die Besetzer_innen rufen dazu auf vorbeizukommen und die Besetzung zu unterstützen.

Mehr Infos:

http://stopnuclearpoweruk.net/content/nuclear-reactor-site-occupied

http://www.stophinkley.org/