Die Klimakrise wird nicht nur durch die Verbrennung fossiler Energien ausgelöst, sondern auch ganz entscheidend durch die soganannten Landnutzungsänderungen: Bei der Umwandlung von Wald in Feld gelangt viel CO2 in die Atmosphäre, weil Bäume mehr Kohlenstoff im Holz speichern, als ein Getreidehalm. Auch ist der Humusgehalt unter Wäldern sehr viel höher, der ebenfalls aus gebundenem Humus besteht. Der gleiche Effekt gilt aber auch bei der Umwandlung von gemischten Anbausystemen (Polykulturen) in Monokulturen. Denn traditionelle Polykultursysteme haben meistens auch Bäume (Nussbäume und andere Nutzbäume) mit in die Systeme eingebunden. In dem Buch „Monokultur – Eine Verlustgeschichte“ wird nun gezeigt, dass diese Polykultursysteme basierend auf Nussbäumen als Hauptkulturen, geschichtlich den Monokulturen vorausgingen. So zum Beispiel die Waldgärtenaus Essekastanien und Walnüssen der Jomon in Japan (ab 14 000 vor unserer Zeitrechnung) dem Getreidebau im Nahen Osten (ab 8000 v.u.Z.). Das entscheidende ist nun aber die Frage warum sich die Monokulturen historisch durchgesetzt haben. In dem Buch wird diese Geschichte der Monokulturen als eine Negierung der Polykulturen geschrieben. Und zwar als eine Negierung durch herrschaftsförmige Staaten die für die die Gleichförmigkeit die Grundlage ihrer Steuereitreibung bedeutete, und später für Kolonialisten und Konzerne, deren Hochskalierung der Produktion ebenfalls nur durch die Gleichförmigkeit möglich war.

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Das Buch gibt am Ende einen Ausblick welche Änderungen in der Gesellschaft und in der Landwirtschaft notwendig wären um wieder Kohlenstoff in den Anbauflächen zu speichern und somit der Atmosphäre wieder zu entziehen und damit die Klimakrise abzumildern. Welch einzigartige Chance!