Archive for the ‘Aktion’ Category

Schottland: Kohletagebau einen Tag lang blockiert

Dienstag, Juli 17th, 2012

Gestern besetzten 50 Aktivist_innen den Kohle-Tagebau Mainshill, und stoppten damit die Arbeit dort für einen ganzen Tag. Diese Aktion fand während der Aktionswoche take back the land statt. Schwere Kohlebagger wurden besetzt. Das war die erste Aktion des Aktionscamps, das noch bis zum 18. Juli läuft.

 

Das Aktionscamp findet auf einer besetzten Fläche statt, auf der ein weiterer Kohletagebau entstehen soll: Glentaggart East
Der geplante Tagebau Glentaggart East befindet sich, wie der Tagebau Mainshill, der gestern blockiert wurde in South Lanarkshire, ein Gebiet in dem „scotish coal“ massiv Kohle abbaut, und wo es in den vergangenen Jahren viele Auseinandersetzungen gegen Kohleabbau gab. Bereits bevor der Tagebau „Mainshill“ erschlossen wurde, gab es eine einjährige Waldbesetzung und viele direkte Aktionen. Die Räumung dauerte 5 Tage lang.  Mehr Informationen über die Tagebaubesetzung gestren gibt es hier.

Auch in den USA ist ein Aktionstag gegen Kohleabbau (Mountaintop Removal) für den 25. Juli ausgerufen.

In Deutschland gibt es gerade ebenfalls viele Aktivitäten gegen Kohleabbau und -Verstromung, einer der entscheidensten Faktoren des Klimawandels. So ist seit nun 3 Monaten der Hambacher Forst besetzt, der für den Braunkohletagebau Hambach weichen soll. Und im August finden zwei Klimacamps gegen Braunkohleabbau statt, in deren Umfeldern auch Aktionen stattfinden sollen. Eines im rheinischen Braunkohlerevier und eines in der Lausitz.

Für eine weltweite Bewegung gegen Kohleabbau und für Postfossilismus!

USA: Aufruf Kohlemine mit einer direkten Aktion dicht zu machen – 25. Juli

Mittwoch, Juli 11th, 2012

Das rheinische Braunkohlerevier ist zwar das größte Kohlerevier Europas, weltweit gibt es aber leider viele – im Ausmaß der Zerstörung – vergleichbare Projekte. Das Gute aber ist, dass an vielen Orten der Widerstand wächst und eine Post-fossile Zukunft proklamiert wird. So zum Beispiel in den Appalachen, USA, wo RAMPS (Radical Action for Mountain People’s Survival) am 25. Juli  mit einer dirkten Aktion und einer großen Mobilisierung – an der sich auch Occupy-Gruppen beteiligen – eine Mine  dichtmachen will. Ganze Berge werden in den Appallachen in die Luft gesprengt um an dünne Streifen Kohle zu gelangen, die darunter liegen. Zerstörte Mondlandschaften, auf denen niemensch leben kann bleiben zurück, was bedeutet, dass Menschen massiv aus der Region vertrieben werden. RAMPS ist eine Gruppe, deren Ziel es ist mit dirrekten Aktionen, die von der lokalen Bevölkerung unterstützt werden, Mountain Top Remouval komplett zu stoppen.  Ende Mai blockierten RAMPS Aktivist_innen 9 Kohle-Trucks und eine Kohle-Fähre. Die Aktivist_innen sind sich einig, dass der Widerstand weiter wachsen muss und diese Aktionen der Anfang einer großen Kampagne sein sollen.

Auch in Schottland gibt es neues vom Anti-Kohle Widerstand. Gerade beginnen die Aktionstage: „take back the land“. Am 14 Juli ist ein Massenaktionstag geplant.

In Deutschland ist weiterhin der Hambacher Forst besetzt, der den größten Braunkohletagebau Europas, den Hambacher Tagebau stoppen soll, und zwei Klimacamps gegen Braunkohle stehen vor der Tür: Eines im Rehinland, direkt neben der Waldbesetzung und eines in der Lausitz.

Für eine weltweite Offensive gegen Kohle!

Skill-Sharing-Camp auf Waldbesetzung im Hambacher Forst

Donnerstag, Juni 21st, 2012

Nach fast 3 Monaten Waldbesetzung im Hambacher Forst zwischen Köln und Aachen, gegen Europas größten Klimaverschmutzer, das rheinische Braunkohlerevier findet dort nun ein Skill-Sharing-Camp statt. 10 Tage lang sollen Fähigkeiten rund um Aktionsmethoden, aber auch alles andere ausgetauscht werden.
Das Camp findet vom 29.Juni bis zum 08.Juli statt und wird komplett selbstorganisiert stattfinden, was heißt, dass keine Vollverpflegung zu erwarten ist, sondern es nur das gibt, worum sich Menschen selber kümmern.
Ein vorläufiges Programm gibt es auf der Seite: http://hambacherforst.blogsport.de/2012/06/13/vorlaeugiges-programm-fuer-skill-sharing-camp/

Veranstaltungstour: The true Cost of Coal und Braunkohle Widerstand in Deutschland

Freitag, Mai 11th, 2012

Besuch des Beehive Collectives aus den USA und befreundete Aktivist_innen der Kampagne ausgeCO2hlt, der WAA und der Waldbesetzung des Hambacher Forstes veranstalten die Infotour: „The true Cost of Coal“ in Deutschland

The true Cost of Coal
In den Appalachen, einem Gebirge im Osten der USA, werden ganze Berge gesprengt, um Kohle abzubauen. Dieses „Mountaintop Removal“ hat verheerende Auswirkungen auf lokale Gemeinden, das Ökosystem und zerstört durch die Kohleverbrennung das Weltklima. Dies alles sind die Kosten für eine vermeintlich billige Energieversorgung im fossilen Kapitalismus. Das Beehive Collective, ein Graswurzelnetzwerk aus Maine, zeigt anhand eines großen Mosaikposters auf eindrückliche Art und Weise den Kohleabbau und den Widerstand dagegen. Seit über 10 Jahren machen sie Touren durch die ganze Welt und schaffen es mit ihrer „story-based education strategy“ komplexe Zusammenhänge graphisch zu dekonstruieren und verständlich zu machen.

Seit Mitte April ist der Hambacher Forst besetzt. Er liegt zwischen Düren und Köln und soll für den Braunkohleabbau vollständig abgeholzt werden. Mit Baumhäusern und direkten Aktionen soll die Ausweitung des Tagebaus Hambach gestoppt werden, um Widerstand gegen den atomar-fossilen Energieriesen RWE zu leisten. Die Waldbesetzer_innen erzählen über den Wald, die Besetzung und ihre Pläne.

Vom 3.-12. August wird es wieder ein Klimacamp in Manheim unweit der Waldbesetzung geben. Das Camp ist ein Ort für Vernetzung, Workshops, Aktionen und ein gutes Leben. Das Klimacamp richtet sich gegen das rheinische Braunkohlerevier, Europas größte CO2 Quelle, um mit einer selbstverwalteten Energieversorgung in eine kohle-und atomfreie Zukunft voran zu schreiten.
ausgeCO2ht berichtet von den Energiekämpfen im rheinischen Braunkohlerevier
und den Klimacamps. In der Lausitz wird es dieses Jahr vom 11.-19.August wieder ein Klimacamp geben. (http://www.lausitzcamp.info/) Ebenfalls stellt das Hausprojekt: die Werkstatt für Aktionen und Alternativen sich vor und Berichtet vom Leben im Rheinischen Braunkohlerevier sowie den Aktionen ausgehend vom Haus.

Die Vorträge werden teilweise in deutsch und in englisch sein.
http://www.beehivecollective.org

Die vorläufigen Tourdaten:

04.06. Klimacamp in der Schweiz
05.06. Freiburg
06.06. Mönchengladbach
07.06. Köln
08.06. Buir
09.06. Wald Besetzung /WAA
10.06. Cottbus
11.06. Leibzig
12.06. Berlin
13.06.Hamburg

 

Waldbesetzung im Hambacher Forst gegen Braunkohletagebau

Mittwoch, April 18th, 2012

Am Samstag, den 14.04 besetzten rund 200 Klimaaktivist_innen den Hambacher Forst um die Rodung dessen für den Braunkohletagebau „Hambache“ zu verhindern. Auf dem Kulturfest mit dem Namen „Wald statt Kohle“ wurden Baumpatenschaften verliehen. Jede_r sollte einen Baum auf die eigene Art und Weise schützen. Viele Bäume wurden mit Protestschildern behängt. Etwa 30 Aktivist_innen hatten sich eine direktere Weise überlegt die ausgewählten Bäume zu schützen: Sie zogen Plattformen in die Bäume und richteten es sich dort ein um dauerhaft zu bleiben. Oder eben solange bis RWE nicht mehr existiert und der Wald nicht mehr von der Rodung bedroht ist. Dazu wissen muss mensch, dass dieser Wald, einer der ältesten und einst größten in der gesamten Region ist.
Die restlichen Festbesucher_innen zeigten sich allesamt erfreut über diese Besetzung. Die Besetzer_innen haben eine Erklärung verfasst: hambacherforst.blogsport.de
RWE hat inzwischen angekündigt, dass sie erstmal nicht räumen lassen wollen, und die Polizei hält sich sehr zurück.
Am Donnerstag findet eine Blockade der RWE Jahreshauptversammlung statt. Anschließend gibt es eine „Nach der Blockade ist auf der Besetzung“ Party auf der Walbesetzung statt.

Protest gegen RWE’s Braunkohleabbau im April

Donnerstag, März 15th, 2012

m April sind gleich mehrere Protestveranstaltungen gegen RWE und Braunkohleabbau geplant. Am 14. April wird im Hambacher Forst, der Jahr für Jahr ein Stückchen den Schaufelradbaggern des Hambacher Forstes weichen soll veranstaltet von Anwohner_innen und Umweltschützer_innen. „Auf dem Kulturfest am 14. April wollen wir, Anwohner_innen und Umweltaktive aus Nah und Fern, zusammenkommen und unsere gemeinsamen Stärken erkennen, um den Hambacher Forst zu erhalten“ heißt es in dem Aufruf. Es sieht aus als ob sich hier einiges Zusammenbrauen könnte. Die Frage ist ob das Mischungsverhältnis eher jenem von Stuttgart oder dem aus dem Wendland gleicht. Das angekündigte Kulturprogramm klingt auch ganz nett: Klaus der Geiger und David Rovics werden spielen. Zudem sollen Baumpatenschaften verteilt werden, die auf je unterschiedliche Weise ausgeführt werden sollen. Klingt ganz spannend.

Einige Tage später, am 18. und 19. April soll dann ein Camp vor de Gurgahalle in Essen stattfinden, wo die Jahreshauptversammlung von RWE tagt. Nennen tut sich die Veranstaltung „RWE unplugged„. Auch die Anti-Atom-Bewegung beteilgt sich hierdran. Wie im letzten Jahr soll es auch Blockaden geben.

Im Sommer wird dann wieder ein Klimacamp in der Region gegen Kohleabbau stattfinden.

Blockade gegen Schwertransporte für Tar Sand Abbau

Freitag, März 9th, 2012

Dass der Abbau von Tar Sands in Kanada zu einem der klimazerstörerischtsten Projekten weltweit gehört hat isch teilweise rumerzählt. Immer mehr kommt nun der Widerstand in Fahrt und findet verschiedene Angriffsziele und Ausdrucksformen. Nachdem es letzten Herbst Massenmobilisierungen nach Washington gab,  um gegen eine durch halb Nordamerika reichende Pipeline für das aus Tar Sands gewonnen Öl zu protestieren, finden nun in Idaho Blockadeaktionen gegen Schwertransporte statt. Maschinerie für den Abbau soll so daran gehindert werden zeitplangemäß eingesetzt zu werden. Am 6. März fand eine Aktion statt bei der sich Aktivist_innen vor den Schwertransport ketteten bis sie gelöst und festgenommen wurden. Das war bereits die 40ste Protestaktion gegen diese Schwertransporte.

That’s what „grüne Regierung“ looks like!

Donnerstag, Februar 16th, 2012

Groß war die Freude, als vor knapp einem Jahr „die Grünen“ die Wahlen in Baden Würtenberg gewannen und zusammen mit der SPD eine Regierung bildeten: Eine Regierung die vorgab die Bürgerbeteiligung anzustreben anstatt der Mappus-Knüppel Politik, eine Regierung, die auf Erneuerbare setzt, anstatt auf Atom- und Kohlekraft. Ein neues Politik-Modell, bei dem „wir alle“  ein Stückchen näher an den Entscheidungen dran sein sollten, und so keine Wasserwerfer und unschöne Bilder von rausgespritzen Augen mehr nötig sein würden. Denkste: Einige Köpfe haben es nun zu spüren bekommen: Grün-rote Bullenknüppel und Knüppelbullen sind auch nicht aus Zuckerwatte und tun genauso weh wie schwarze. Gestern früh wurde der Schlosspark in Stuttgart geräumt mit 2000 Bullen. Kletterer_innen mussten aus den Bäumen geplückt werden, und Aktivist_innen aus einem Beton-Lock-on befreit. Hinterher lobt Kretschmann die Demonstrant_innen, dass sie so schön friedlich geblieben seien. Eigentlich gäbe es ja auch keinen Grund mehr für tatsächlichen Widerstand und auch eine grüne Regierung könne ja auch nichts machen, der Volksentscheid sei halt für S21 ausgegangen, und dass müsse in einem demokratischem Staat ja wohl akzeptiert werden.

Und: Mit dieser Argumentation hat er gar nicht mal so unrecht: Wer sich auf dieses rechtstaatliche, demokratische Spiel (ja genau das ist Demokratie: Dass diejenigen die etwas besonders betrifft sich zum Beispiel einer Mehrheit unterwerfen müssen die viel weniger betroffen ist) einlässt, der_die verwirft halt auch den Kampf für wirkliche Emanzipation. Die Emanzipation von starren Strukturen, die eine Aushandlung unter Menschen über möglichst-sinnige Lösungen verhindert und stattdessen die Basis und die Bevorteilung schafft für  Profitinteressen. Mehr Beteiligung, oder gar Selbstbestimmung kommt nie von oben (also auch nie durch eine gewählte Partei) sondern wird immer von unten erkämpft! Falls das in Stuttgart nun endlich mal einige begriffen haben, dann ist am Ende vielleicht doch noch etwas gewonnen.

Eine andere Geschichte ist der Klimaschutz: Wo die schwarz-gelbe Landesregierung mit der Einsparung um 30 Prozent Treibhausgasen bis 2020 plante (selbstverständlich auch das Zahlen ohne Rückgrat), nennt die grüne Landesregierung es nun ambitioniert das Ganze mit 25 Prozent zu unterbieten, und wird dafür von ihrem Hofblatt der Badischen Zeitung sehr gelobt. Denn nach dem „Atomausstieg“ müsse halt wieder mehr auf fossile Energien gesetzt werden. Ist ja klar: Sonst gehen ja die Lichter aus. Oder gar die Produktionsbänder der schwäbischen Waffenhersteller von Mercedes oder Heckler und Koch. Und das darf natürlich auf keinen Fall geschehen!

UK: Bauplatzbesetzung gegen neue Atomkraftreaktoren

Dienstag, Februar 14th, 2012

Auch nach Fukushima sollen in England weiterhin neue Atomkraftreaktoren gebaut werden, wenn es um den Willen der Regierung und des Betreibers EDF geht. Wenn es nach dem Willen von Anwohner_innen und Umweltaktivist_innen geht allerdings nicht. Da inhaltliche Argumente bekanntlich nicht viel bringen, wenn es gegen Interessen von Staat und Kapital geht, wurden nun schlagkräftigere Argumente hervorgebracht: Nämlich die Besetzung des Baulandes und eines alten, naheliegenden Farmhauses.

Großbrittannien will mehrere neue Atomkraftwerke bauen, um die alten zu ersetzten und verkauft das natürlich als Klimaschutz. Das Kraftwerk Hinkley Point C soll ab 2013 gebaut werden.  Vorbereitende Maßnahmen auf dem Bauplatz sollen ab nächster Woche beginnen. Zuerst wurden nun 3 Bäume in eisiger Kälte besetzt, die auf dem Bauland liegen und nun das naheliegende Farmhaus.  Das Atomkraftwerk soll auf fragilem Küstenland gebaut werden, an der Westküste Englands, nahe Somerset.

Die Bewilligung der vorbereitenden Maßnahmen, durch die viel wildes Land zerstört wird, wurde EDF gegeben bevor sie Planungsgenehmigung erhalten haben. „Dass gibt EDF die Message, dass die Bewilligung schon ein gemachter Deal ist“, sagt Theo Simon, ein Anwohner. „Wir wollen dieses Land zurückerobern um sicher zu gehen, dass die Umwelt hier geschützt bleibt“.

Der besetzte Bauernhof wurde in „EDF-Off Cottage“ getauft. Die Besetzer_innen rufen dazu auf vorbeizukommen und die Besetzung zu unterstützen.

Mehr Infos:

http://stopnuclearpoweruk.net/content/nuclear-reactor-site-occupied

http://www.stophinkley.org/

Fracking klimaschädlicher als Kohleverstromung?

Donnerstag, Februar 9th, 2012

Hydraulic Fracturing, kurz Fracking, oder auf deutsch auch unkonventionelle Gasförderung genannt, ist ein Prozess bei dem durch Bohrung, Risse in der Erdmantelschicht erzeugt werden und unter Einsatz von Druck und einem üblen Chemiecocktail, Gas, dass in Schieferböden sitzt Förderbar wird. Da Gas bekanntlich sehr viel sauberer verbrennt als bspw. Kohle und dabei auch deutlich weniger CO2 freisetzt, und da es fast überall auf der Welt Regionen gibt in denen gefrackt werden kann, wurde das Fracking in der Propaganda vielerorts als heimische, saubere Energie beworben, als Brückentechnologie versteht sich. Klingt wunderbar, wie so oft gibt es allerdings einige Haken. Zum Beispiel, dass dort wo großflächig gefrackt wird, wie bspw. in einigen Regionen der USA, kein Wasser mehr aus den Wasserhähnen kommt sondern ein brennbarer Chemiecocktail. Das wird sehr anschaulich in dem Dokumentarfilm „Gasland“ dargestellt. Viele die das verseuchte Wasser anfangs tranken leiden nun an schweren Krankheiten.

Bleibt wenigstens die bessere klimaverträglichkeit? Wohl auch nicht. Denn beim Fracking entweicht reines Methan in die Luft, dass bekanntlich eine sehr viel höhere klimaschädlickeit aufweist wie CO2. Eine Studie der Cornell University (New York), kommt daher zu dem Ergebniss, dass die Förderung von unkonventionellem Gas einen um 20 Prozent höheren klimatischen Fußabdruck aufweist wie die Verstromung von Kohle. Das spricht nun nicht für die Kohleverstromung, sondern ganz entschieden gegen Fracking. Diese beiden gehören zusammen mit den Tar Sands in Kanada, und dem Anbau von „Energiepflanzen“ zu jenen Energielieferanten, zusätzlich zum viel thematisierten Öl, die gerade dabei sind, sehr nachhaltig das Klima dieser Erde zu zerstören.

Wo wird überall gefrackt? Die größte kommerzielle Förderung findet in den USA statt. Dort kommt über 40 Prozent des geförderten Gases durch Fracking. Auch in Australien wird gefrackt und die aufstrebenden Industrieländer Asiens und Südamerikas sind sehr interessiert. In Europa ist die Situation unterschiedlich. Am weitesten fortgeschritten sind die Test in Großbrittannien, wo sich bereits breiter Widerstand gegen Fracking formiert hat. In Frankreich besteht zur Zeit ein Moratorium. In Deutschland, wo sehr viel Schieferngas potentiell förderbar ist, wird im Nordwesten von der RWE Tochter RWE-DEA gefrackt. Vor einigen Wochen wurde bekannt dass weite Landstriche bei Verden durch ein Austreten der giftigen eingesetzten Chemikalien verseucht wurden. Pläne für Fracking gibt es weitere in NRW und Niedersachsen. Auch hier formiert sich Protest. Die Bürger_inneninitativen gegen Fracking im deutschsprachigen Raum, haben eine gemeinsame Webseite: http://www.gegen-gasbohren.de/initiativen/

Spiegel online schreibt: „In Deutschland gibt es einen Run auf neue Erdgasquellen: Energieunternehmen wie Exxon, BNK Petroleum oder die Stadtwerke Hamm hoffen auf satte Erlöse. Allerdings setzen sie dabei auf unkonventionelle Fördermethoden – und die bergen große Risiken. Im Oktober 2008 bohrte ExxonMobil, in Deutschland vor allem durch seine Tankstellenmarke Esso bekannt, in der Nähe der Ortschaft Damme. Drei Mal presste der Konzern Fracking-Flüssigkeit in das Bohrloch, 1100 bis 1500 Meter tief in die Erde. Insgesamt leitete der Konzern ungefähr zwölf Millionen Liter Flüssigkeit in den Untergrund. Diese bestand zu 98 % aus Wasser, wie ExxonMobil mitteilt. Hinzu kamen Quarzsand und sechs Chemikalien, die einen Anteil von 0,2 Prozent an der Flüssigkeit hatten. Insgesamt presste ExxonMobil also rund 24.000 Liter Chemikalien in den Boden, wie viel von welchem Stoff, teilte der Konzern nicht mit.“

Über Ergänzungen oder Korrekturen, wie der Stand in anderen Ländern/Regionen aussieht freue ich mich.

Die neueste Folge von The end of the world as we know it, and I feal fine“ von submedia.tv handelt übrigens auch viel von Fracking.