Archive for the ‘Kritik & Theorie’ Category

Radikale Klimabewegung – Where next?

Montag, Februar 22nd, 2010

Nach der Ernüchterung vom COP-15 in Kopenhagen, reflektiert die radikale Klimabewegung über sich selbst. Ohne die Klimaproblematik isoliert von anderen Herrschaftsverhältnissen zu betrachten, werde ich diese bewegungspolitischen Fragen angehen und eine mögliche Lösungsperspektive formulieren. Sie entstand aus einer Kombination von ökologisch-emanzipatorischen und entwicklungskritischen (Stichwort: „Entwicklung als Herrschaft“) Ansätzen.
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Öl-ympiade und Gegen-Konferenz

Samstag, Februar 13th, 2010

KlimaaktivistInnen rufen auf zu einer Gegen-Konferenz gegen die Öl-ympiade.
Denn diese werden von einer Allianz aus klimazerstörenden Konzernen gesponsert, und werben trotzdem damit die „grünsten Spiele
aller Zeiten“ zu veranstalten. Die Sponsoren in der Einzelansicht:

  • General Motors ist ein Nationaler Partner der Olympischen Spielen und einer der größten Gegner von effektiven Maßnahmen gegen den Klimawandel. Erst vor 2 Jahren nannte ein stellvertretender Vorsitzender von GM die globale Erwärmung einen kompletten Schwachsinn. GM versorgt die Spiele mit einer rießigen Autoflotte. Fast ausschließlich mit spritfressenden SUVs, sogenannten Stadtpanzern.
  • Petro-Canada ist ein weiterer nationaler Partner der Spiele und der Einzelhandel-Part der Gewinnung von Tar Sands . Die Gewinnung von Öl aus Sand ist die dreckigste Form der Ölgewinnung.
  • The Royal Bank of Canada ein prominenter Sponsor der olympischen Spiele, ist auch der größte Sponsor der Ölgewinnung aus Sand.
  • Die Regierung von British Columbia ist der Hauptgeldgeber der olympischen Spielen. Sie will aber auch 1.000 Kilometer neue Autobahnen bauen, was zu jährlich 2 000 000 Tonnen mehr an CO2 Emmissionen führen wird. gatewaysucks.org

Deßhalb hat sich eine Widerstandsbewegung gegen diese Ölypiade gebildet. Unter anderem gab es parllel zu den offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten, dagegen ein „Welcoming the Olympics with a Mass Festival and March!„.

Al Gore eine bequeme Unwahrheit, Teil 2: Gentechnik und Agro-Sprit zur Rettung des Klimas

Freitag, Februar 5th, 2010


Kritik zum Buch „Wir haben die Wahl – Ein Plan zur Lösung der Klimakrise“ von Al Gore.

Lösungen gegen den Klimawandel sind bei Al Gore immer rein technischer Natur. Die sozialen Rahmenbedingungen zu ändern ist nicht angedacht (zumindestens bis Seite 124). So outet er sich zum Beispiel als jahrzehntelanger Befürworter der Biokraftstoffe. Nun hat er zwar eingesehen, dass Palmölplantagen für  Regenwaldzerstörung verantwortlich sind und Mais als Biokraftstoff für die Verteuerung der Nahrungspreise. Nun setzt er seine Hoffnungen aber auf die zweite Generation von Biokraftstoffe: Ruthenhirse, Chinaschilf oder schnellwachsende Baumplantagen. Diese haben zwar in der Theorie einige Vorteile: Mehr Ertrag, sie können scheinbar die Böden verbessern und so auf Brachflächen angebaut werden.  Dort wo sie aber für einen kapitalistischen Weltmarkt eingesetzt werden, wird es diese kleinbäuerliche Idylle aber halt nur in der Theorie geben. Rießige Flächen voller Monokultur werden eher die Realität auch dieser 2. Generation sein. Auch für diese Pflanzen werden chemische Düngermittel (also basierend auf Erdöl) eingesetzt, und so die Gesamt-Öko-Bilanz nicht wirklich positiv sein, im Vergleich zu fossilen Energieträgern. Hinzu kommt, dass auch diese Pflanzen mit Nahrungsanbau und Wäldern um Flächen konkurieren werden. Durch, Landnutzungsänderungen (Regenwaldvernichtung) wird viel zusätzliches CO2 freigesetzt werden.

Nun kommt es aber noch krasser: Für die Umwandlung dieser Biomasse in Energie will er genetisch veränderte Enzyme und Mikroben einsetzten und träumt davon, dass mensch die Pflanzen so genmanipulieren könnte, dass sie einen höheren Ertrag erzielen:

„Biomasseproduzenten waren begeistert von der Aussicht auf höhere Erträge durch die genetische Manipulation der verschiedenen Pflanzen, die sie als Rohmaterial einsetzten. Diese Anwendung von Gentechnik stößt allerdings auch auf heftige Kritik…Diese neuen Technologien stoßen vor allem in Europa auf starken Widerstand, denn man fürchtet, dass die Auswahl von genetischen Merkmalen durch Wissenschaftler, die im Dienste der Industrie stehen, zu genetischen Veränderungen mit unwägbaren Risiken für den Menschen und für Ökosysteme führen könnte… Trotzdem hat sich unsere Kultur im Grunde dafür entschieden, die Gentechnik weiter voranzutreiben. Heute werden in den meisten Regionen der Welt genetisch veränderte Feldfrüchte…angebaut. 2008 etwa wuchsen weltweit auf acht Prozent der landwirtschaftlichen Nutzflächen Genpflanzen. Und die meisten Wissenschaftler sind heute überzeugt, dass die Risiken der genetischen Manipulation von Pflanzen extrem klein, der wirtschaftliche Nutzen dagegen immens ist. Allerdings gibt es in der Tat Fälle, in denen genetische Veränderungen unerwünschte Nebeneffekte verursacht haben. Da bestimmten genetischen Risiken nach wie vor „eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit bei hohem Schadenausmaß“zugesprochen wird, müssen staatliche Aufsichts- und Prüfinstanzen in dieser Risikokategorie eingerichtet werden.“

„Trotzdem hat sich unsere Kultur dafür entschieden…“ Da hat ein Al Gore wohl sein Oberstüblein auch auf Ethanolbefeuerung umgerüstet. Von welcher Kultur er hier redet ist zwar unklar, in der hießigen haben sich aber 80% der Kultur dafür entschieden gegen diese Technologie zu sein, und von diesen 80% haben sich – leider vielzuwenige – aber immerhin einige – dafür entschieden aktiv dagegen vorzugehen.  „Und die meisten Wissenschaftler sind heute überzeugt, dass…“ Tja, so läuft das halt, erst stellen die forschenden Genkonzernen 99% der Gentechnik-Wissenschaftler an, und auf einmal sehen sie die Nutzen anstatt die Risiken.

„…müssen staatliche Aufsichts- und Prüfinstanzen in dieser Risikokategorie eingerichtet werden.“ 3 Jahre habe Al Gore für dieses Buch recherchiert, schreibt er im Vorwort. Schade dass er dabei nicht zufällig auf diesen Link getroffen ist, oder seine Augen aufgemacht und seinen Kopf eingeschaltet hat. Ansonsten wäre ihm aufgefallen, dass Behörden eines Staates, der die Gentechnologie durchsetzten will, nicht das beste Mittel sind um die Risiken der Gentechnologie zu begrenzen. Besser sind da nämlich direkte Aktionen. Ach ja, eins noch: Von wegen Gentechnik habe so gut wie keine Risiken:projektwerkstatt.de. Wobei ökologische Risiken das eine sind. Die Verfestigung von Herrschaftsstrukturen sind das ander.

Al Gore versucht hier den Teufel mit dem Belzebub auszutreiben. Wo herrschaftsförmig entwickelte Technologie ein ernstes Problem verursacht hat, setzt er auf extrem herrschaftsförmig entwickelte Technologie für die Lösung, ohne zu erkennen, dass die Lösung eine soziale sein muss. Und zwar der Umstieg auf Technologien die von unten und für unten entwickelt wird. Also an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, und nicht für die Kapitalakkumulation. Denn eine Technologie, an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, ist auch daran orientiert, die Lebensgrundlagen dieser zu erhalten.

„Grüner Kapitalismus“ zerstört selbstorganisierte Gemeinschaften

Samstag, Januar 30th, 2010

In Chiapas, dem südlichsten Budesstaat Mexicos, halten die Zapatistas viele Dörfer und Landstriche besetzt, und leben in Autonomie, unabhängig von jeder Regierung. Denen sind die Zapatistas deßhalb natürlich schon länger ein Dorn im Auge. Denn wo Menschen selbstorganisiert leben und wirtschaften, dort lässt sich aus einer ganzen Region nichts verwertbares rausholen. Und nun wurde erkannt, dass sich mit „grünem Tourismus“ Kohle machen lässt. Da stören selbstverwaltete Dörfer natürlich. Regenwälder werden gefällt, für Hotels u.s.w. Aber diese werden dann „Alternativ“ und „Grün“ hergerichtet,  so dass das niemandem mehr auffällt. Drum werden diese selbstverwalteten Gemeinden dann mit bruteler Polizeigewalt geräumt. Das absurdeste: Oft geht der Staat gegen die Zapatistas vor, durch die Umweltbehörde, weil die Zapatistas, anscheinend Umweltstandarts nicht einhalten würden.

Gefunden auf Indymedia

Am 29. Januar 2010 meldete die Junta der Guten Regierung von La Garrucha, dass am 22. Januar eine Militäroperation mit vier Helikoptern in der Gemeinde Laguna San Pedro im autonomen Landkreis Ricardo Flores Magón durchgeführt worden sei. An dem Angriff nahmen laut Angaben der Zapatistas Polizeieinheiten, die mexikanische Bundesarmee sowie Funktionäre der föderalen Umweltbehörde Profepa teil. Begleitet wurden sie von Journalisten und Kamerateams. Der zapatistische Rat beschuldigt die staatlichen Sicherheitskräfte folgender Delikte: Abbrennen der Häuser, Zerstörung von Obstbäumen, Plünderung des Kooperativenladens sowie Diebstahl von Werkzeugen und Grundnahrungsmitteln wie Bohnen und Mais. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind später offenbar unter Zwang per Hubschrauber in eine Notunterkunft nach Palenque geflogen worden. Verantwortlich gemacht wird die Bezirksregierung, die Regierung des Bundesstaates Chiapas von Juan Sabines und die föderale Regierung unter Felipe Calderón. Die Zapatistas prangern an, dass die Regierung einerseits von Dialog und friedlicher Umsiedlung spricht und gleichzeitig gewaltsam gegen Dörfer ihrer Organisation vorgeht. Die Angehörigen des Rates von La Garrucha beziffern den Schaden auf 585.155 mexikanische Pesos (über 32.000 Euro). Als Hintergrund der Räumung vermuten die Zapatistas den Ausbau des so genannten „Öko-Tourismus“ in der Region.

Landwirtschaft und Klimawandel

Montag, Januar 25th, 2010

Die globale Landwirtschaft ist zu sehr hohen Teilen mitverantwortlich am Klimawandel. Wieviel genau, darüber wird gestritten. 18% hieß es bisher. Einer neuen Studie zufolge ist aber allein die Tierhaltung (mit allen dazugehörigen Sektoren) für 50% des Klimawandels verantwortlich. Jedenfalls sind die emmissionen der Landwirtschaft extrem hoch. Woran liegt das?

  • Wie schon erwähnt ist die Tierhaltung der größte Faktor. Dieser unterteilt sich wieder in zwei weitere:
    1. Die Landnutzungsänderungen, sprich das Roden, oder abfackeln von (Regen-)wäldern, für den Futtermittelanbau, oder die Viehhaltung. In Wäldern, insbesondere in Regenwäldern ist extrem viel CO2 als Kohlenstoff gespeichert, im Holz und in dn Böden. Bei der Rodung oder verbrennung werden diese frei. Da durch die Tierhaltung nur jede 7. pflanzliche Kalorie beim Menschen ankommen, sind weitaus mehr Anbauflächen nötig, als es bei einer rein pflanzlichen Ernährung wäre.
    2. Der Methanausstoß von Rindern ist tatsächlich ein relevanter Faktor.
  • Beim massiven Stickstoffdüngereinsatz in der industrialisierten Landwirtschaft wird das Lachgaß genannte Treibhausgaß Distickstoffmonoxid frei. Eine weitere Folge des Stickstoffdüngereinsatzes ist deren sickern ins Grundwasser sowie in Flüsse und Seen, wo sie für tote Zonen sorgen in denen kein Leben mehr möglich ist.
  • Die Verbrennung von Biomasse: Geerntete Felder werden abgebrannt oder ähnliches
  • Beim Reisanbau entsteht ebenfalls Methan
  • Weitere Ursachen könnt ihr in der Grafik sehen
  • Die industrielle Verarbeitung sowie der Transport von Lebensmitteln sind hier noch nicht eingerechnet

Was tun?

  • Tierhaltung nicht unterstützen sondern bekämpfen! Nicht nur dass diese endloses Leid erzeugt, sowie eine systematische Ausbeutung von Lebewesen darstellt. Sie trägt auch zu einem extrem großen Anteil zum Klimawandel teil. Zum einen bedeutet das, keine tierischen Produkte zu konsumieren (insofern sie nicht aus den nicht mehr verwertbaren Überresten der Konsumgesellschaft stammen) Zum anderen heißt das die Tierhaltung anzugreifen, in den Diskursen und in der Praxis. Zur Zeit werden zum Beispiel massenhaft neue Tierfabriken in Deutschland gebaut.
  • Die industrielle Landwirtschaft nicht unterstützen! Das heißt entweder Alternativen dazu aufzubauen oder zu unterstützen, oder nur von den nicht mehr verwertbaren Überresten der Konsumgesellschaft zu leben.

Al Gore – Eine bequeme Unwahrheit!

Sonntag, Januar 24th, 2010

Nachdem Al Gore bereits mit seinem Buch „eine unbequeme Wahrheit“ bewies wie verquer mensch das Thema Klimawandel betrachten kann, bringt er nun ein neues Buch auf den Markt: „Wir haben die Wahl – ein Plan zur Lösung der Klimakrise“. So großspurig wie dieser Title ist auch das Format: Quadratisches Großformat, und 416 Seiten. Diese bestehen allerdings eigentlich nur aus Bildern. Mensch kann sich das etwa so vorstellen, wie einen Stern: drei Seiten Großbilder, und auf der vierten ist dann eine kleine Spalte am Rand mit Text.

Da ich mich aufopfern werde dieses Buch zu lesen, wird es hier ab jetzt des öfteren Beiträge über dieses Buch geben.

Gleich zu beginn erstaunt Al Gore durch unerwartet radikale Ausbrüche:

„Tatsächlich stellt die Klimakrise eine in der Geschichte einmalige Gelegenheit dar, endlich entschlossen gegen die vielen, lange vernachlässigten Ursachen von Leid und Elend vorzugehen, künftigeren Generationen ein gesünderes und reicheres Leben zu bieten und bessere Vorraussetzungen für ihr Streben nach Glück zu schaffen.

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Klimaskeptiker wieder auf dem Vormarsch?

Samstag, Januar 23rd, 2010

Seit die Gefahr des Klimawandels bekannt ist, oder zumindest seit über diese öffentlich debattiert wird, gibt es auch die Klimaskeptiker. Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll, auch gegenüber der offiziellen Wissenschaft kritisch zu sein, da auch diese in den Interessen der Herrschenden forscht. Doch bei den KlimaskeptikerInnen geht es nicht um kritisches Denken, sondern in fast allen Fällen, stehen dahinter mächtige Lobbygruppen, die versuchen Zweifel zu streuen. Alleine dadurch, dass es WissenschaftlerInnen gibt, die behaupten es gäbe keinen Klimawandel, oder dieser sein nicht menschengemacht, bleibt der Klimawandel im öffentlichen Diskurs etwas umstrittenes und unklares.

Eine dieser Kampangen ist beispielsweiße, die Global Climat Coalition: 1989 gegründet von der PR-Agentur Burson Marsteller (die für jeden Scheiß in der Welt die PR-Arbeit macht, sei es für Gentechnik, Atomkraft, Kriegsgerät, oder was auch immer) im Auftrag von Öl- und Kohlekonzernen sowie Autoherstellern, mit dem Ziel Klimaschutzprogramme zu verhindern. Es wurde versucht den Klimawandel zu diskreditieren, Wissenschaftler wurden bezahlt dafür dass sie einen menschengemachten Klimawandel versuchten zu widerlegen. Gleichzeitig wurde Angst gemacht vor wirtschaftlichen Folgen der Klimaschutzprogramme, und es wurde gefordert erst dann Klimaschutz zu betreiben wenn die Entwicklungsländer dies auch tun. Mit dieser Kampange wurde der Klimadiskurs zumindest in Amerika bis heute stark geprägt.
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Direkte Aktionen gegen die Klimazerstörung

Freitag, Januar 22nd, 2010

Ein Klimaschutz von unten braucht neue Aktionsformen. Anstatt an Regierungen und Konzerne zu appellieren, wie es heute fast alle Umweltaktive tun, müssen Aktionsformen entwickelt werden, die die Macht von Regierungen und Konzernen delegitimieren, die Handlungsmöglichkeiten für jede/n Enzelne/n aufzeigen, die über das eigene Konsumverhalten hinausgehen, die Gegenstrukturen aufbauen, Herrschaftsstrukturen angreifen und im Idealfall abbauen. Und es muss immer thematisiert werden, dass Umweltzerstörung durch kapitalistische und andere Herrschaftsstrukturen entstanden ist und ihnen systemimmanent ist, von ihnen also nicht gelöst werden wird.
Denn wer an Konzerne oder Regierungen appelliert kleine Änderungen vorzunehmen, der legitimiert diese dadurch und spricht ihnen die Handlungsmöglichkeit zu die Probleme zu Lösen. Das soll nicht heißen, dass nicht für kleine schnelle Erfolge gekämpft werden soll, im Gegenteil. Aber auch ohne zu appellieren lässt sich Druck auf Konzerne und Regierungen aufbauen, und es kann immer thematisiert werden dass diese am besten gleich ganz abgeschafft würden.

  • Praktische Tipps und Anleitungen, hauptsächlich für Blockadeaktionen gibt hier: Die kleine Blockadefibel
  • Jede Menge kreative Anregungen und Anleitungen über verschiedenste Formen von direct action gibt es hier

Lest und unterstützt das grüne Blatt!

Montag, Januar 11th, 2010

Das Grüne Blatt ist eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift für Umweltschutz von unten. Das heißt es werden Umweltthemen aus einer herrschaftskritischen Sichtweise behandelt, aber auch völlig andere Themen, weil das grüne Blatt ein offenes Medium ist, in dem es keine Zensur gibt.
Damit ist das grüne Blatt ein Experiment, und das einzige offene Printmedium im deutschsprachigem Raum. Offen heißt dass jede/r seine/ihre Artikel im grünen Blatt Wiki online stellen kann, und die Artikel dann in der nächsten Ausgabe abgedruckt werden. Offen heißt aber nicht, dass es egal ist was dort geschrieben wird. Bei Anti-emanzipatorischen Inhalten, sollte es immer Menschen geben die Aufmerksam sind, und direkt eine Stellungsnahme schreiben.

Unterstützen könnt ihr das grüne Blatt, indem ihr es lest, verteilt, und selber schreibt.
Das grüne Blatt braucht dringend AbonnentInnen: Informieren über Abos, kannst du dich hier, Aboschnippel, befinden sich in den grünen Blättern hinten drin.

Greenpeace: „Politicians talk – Leaders act“

Freitag, Januar 8th, 2010


Mit diesem Banner tauchte Greenpeace in Kopenhagen auf und überspitzte damit noch ihren Spruch auf dem G8 in Heiligendamm „Act now“.
Diese Aufforderungen erklären schön die Vorstellungen der Greenpeace-bosse, wie der Klimawandel bekämpft werden solle: Von oben! Das Ausschließen von 99,9999… Prozent der Menschen aus den Entscheidungsprozessen, wird nicht nur in Kauf genommen, sondern es wird offensiv eingefordert. Dass Greenpeace Führer dabei toll findet kann wenig überraschen, ist die Organisation doch selber straff von oben nach unten durchorganisiert.

Doch schauen wir uns die Funktion der Organisation Greenpeace geauer an:
In Umfragen ist Greenpeace jene Institution in die „die Deutschen“ im Durchschnitt am meisten Vertrauen besitzen. Für „die Deutschen“ ist Greenpeace „das Gute“. Deshalb spenden sie also, zwecks Gewissensberuhigung, soviel an GP, dass diese vor einigen Jahren eine Doppeltseite im Spiegel benötigten um rumzujammern, dass sie gar nicht mehr wüssten, was mit dem Geld anzufangen sei.
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