Posts Tagged ‘Aktion statt appellieren’

Prozess wegen Castorblockade bei Wörth und Aktionstage

Dienstag, September 28th, 2010

Am 8. November 2008 blockiert eine Gruppe von Anti-Atom-Aktivist_Innen den Atommülltransport von der französischen Wiederaufbereitungsanlage in La Hague ins wendländische Zwischenlager Gorleben. Drei der Aktivist_innen ketten sich über 12 Stunden an eine Betonblockkonstruktion, die zuvor von Unbekannten ins Gleisbett einbetoniert wurde. Während sich die Anti-Atom-Bewegung auf einen heißen Herbst in der Auseinandersetzung um längere Laufzeiten und die bevorstehenden Castortransporte nach Gorleben, Lubmin und Ahaus vorbereiten, stehen nun 6 der Blockierenden mit dem Vorwurf der Nötigung vor Gericht.

Der öffentliche Prozess findet am 06. Oktober 2010, 9.00 Uhr im Amtsgericht Kandel statt und wird mit Aktionstangen von 1. bis 6. Oktober in Karlsruhe begleitet. Die Angeklagten freuen sich über widerspenstiges Prozesspublikum und motivierte Aktionsteilnehmende.

Hier geht’s zum Film zur Aktion


Bisherige Artikel zu der Aktion:1, 2, 3

Presse: Focus, FAZ, Abendblatt, Spiegel, Badische Zeitung, grünes Blatt

Radiobeitrag im freien Radio Stuttgart: Hier

Zur Aktion

November 2008: eine Gruppe von unabhängigen Aktivist_innen gelangt auf die mit Hubschraubern und Polizeistreife gesicherte Castorstrecke bei Berg nähe Karlsruhe. Drei von ihnen ketten sich mit ihren Armen an eine Betonblockkonstruktion unter den Gleisen fest. Ihre Unterstützer_innen, die sich um persönlichen Support und Kommunikation nach außen kümmern, werden von der Polizei gegen ihren Willen vom Aktionsort geschleift – und bis zu 16 Stunden in Einzelgewahrsam genommen. 12 Stunden dauert es, bis Spezialeinsatzkräfte mit Polizeiaufgebot und technischem Gerät die raffinierte Ankettvorrichtung lösen kann und der Castortransport mit einer 13stündigen Verspätung die Grenze nach Deutschland passiert. Auch die angeketteten Aktivist_innen werden weitere Stunden in Gewahrsam gebracht.

Der mit radioaktivem Müll beladene Zug fährt weiter Richtung Gorleben, wo währenddessen zehntausende an diesem kalten Novembersamstag demonstrieren und sich auf die Strassenblockaden der kommenden Tage vorbereiten. Es wird die längste Castorblockade in der Geschichte der deutschen Anti-Atombewegung: Viele sind gekommen, um den Transport zu behindern und sie sind entschlossen; Spezialeinheiten prügeln den Weg frei von Baumkletternden, Trecker- und Sitzblockaden, festgeketteten Aktivist_innen an einer Betonpyramide im Wendland. In der Nacht zuvor wurde in Frankreich wie auch in Deutschland die Bahn sabotiert. Montag Nacht erreichen die Castorbehälter mit der längsten Verspätung, die sie bei einem Transport nach Deutschland jemals hatten, ihr Ziel: das Zwischenlager in Gorleben.

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Skill-sharing-Camp auf der Besetzung in Wietze

Sonntag, Juni 27th, 2010

Vom 9.Juli bis 11.Juli 2010 findet auf der Besetzung in Wietze gegen Europas größten Geflügelschlachthof, ein Skill-sharing Wochenende statt.
Hier sollen Fähigkeiten für Besetzungen vermittelt und ausgetauscht werden. Dazu zählen beispielsweise der Tripod-Bau, Lock-on Techniken, Aktionsklettern, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Oranisierung der benötigten Infrastruktur für Besetzungen. Aber auch Workshops über andere Formen direkter Aktionen, inhaltliches über Antispeziesismus odere anderes kann und soll angeboten werden.
Auf der Besetzung wird ein Programm für das Skill-Sharing Camp ausgearbeitet, dennoch lebt das Camp vor allem davon, dass Teilnehmer_innen sich einbringen und auch selbst Programm anbieten. Dies kann auch geren schon im vorhinein angekündigt werden.
Abgerundet wird das Wochenende durch leckeres veganes Essen und abendliches Kulturprogramm.Weitere Info’s sowie ein Lage und Anreiseplan gibt es unter: antiindustryfarm.blogsport.de

BS: Stelle frei zum besetzten als Treehugger / Treehuggerin

Sonntag, Februar 7th, 2010

„Ihre Aufgabe wird sein, das Freiwerden der Stelle mit angemessenen Mitteln  zu verhindern. Die Stelle ist ein Eichen/Hainbuchenmischwald mit vorhandenem Zelt, Iso- und Thermomatte werden gestellt. Nachts schreit das Käuzchen, geweckt werden Sie vom Pfeifen der einfliegenden Lear-Jets der Skoda- und Audi-Manager. Kenntnisse im Industrieklettern, Campaigning und von angelsächsischen Offensivprotestformen wären phantastisch- es reicht aber ein gewisses Mass an Phantasie. Sie agieren unabhängig, jedoch in enger Anbindung an lokale Initiativen. Es macht Ihnen Spass, mit jugendlichen DemonstrantInnen zusammenzuarbeiten, sie können sich aber auch in die Lebenswelt einer 75 jährigen Frau hineinversetzen, die ganz neuerdings an HARVESTERSTOPP-Aktionen teilnimmt.
Bezahlt wird nach Paragraph 23 (2)Nr.1 / 42 (2) Nr.1 des NWaldLG, auf (Straf)Antrag auch nach Paragraph 123 und 240 StGB .
Sie sind interessiert ?
Für persönliche Rücksprache ist jeden nachmittag ab 15 Uhr am Sportheim Waggum, Grasseler Str. ein Info-Pool eingerichtet.“

Mainshill: Räumung Tag 4

Freitag, Januar 29th, 2010


Der Räumung ging gestern am vierten Tag weiter mit der Räumung der Kletter-AktivistInnen aus den Berg-Ahörnen, wo es am Tag zuvor, zu den extrem gefährlichen Einsetzen des Räumungsteams kam. Dort wurden 5 Menschen geräumt. Das versteckte Baumkronen-Camp, bekannt als ‘Ewok Village’ wurde ebenfalls geräumt durch hart anpackende Kletterer. Insgesamt wurden 9 AktivistInnen festgenommen.

Eine rießige Anzahl schweres Gerät wurde inzwischen für die Räumung aufgefahren, Möglichkeiten die Arbeiten vor Ort zu stoppen gibt es also eigentlich überall. Anscheinend ist es möglich noch auf die Fläche zu gelangen.

Die Erwärmung auf 2 Grad begrenzen!

Samstag, Dezember 19th, 2009

Das ist das offizielle Ergebnis der medial aufgeputschten und mit tausenden Bullen und neuen Präventivgesetzen gesicherten Klimakonferenz Kopenhagen. Dieses Ergebnis verdient Applaus. Ist es doch eigentlich die Selbstaufgabe ihrerselbst. Für jene die sich lieber im Fernsehsessel zurücklehnen und andere die Probleme dieser Welt lösen lassen, mag dieses Ergebniss sicher enttäuschend sein. Heißt es doch dass „die da oben“ nicht bereit sind (oder nicht gut genug organisiert) so zu tun, als ob sie das Problem Klimawandel wirklich lösen wollten.
Und genau das ist der größte Erfolg der Konferenz: Niemand braucht sich mehr Illusionen hinzugeben. (mehr …)