Archiv für das 'DIY'-tag

Transnational, DIY, Sonnenenergie – Workshop

Du lebst oder arbeitest in einem Projekt, das Sonnenwärme mit D.I.Y.Technik nutzen will? Du bist aktiv gegen Umweltzerstörung, Klimawandel und überhaupt Kapitalismus und möchtest Dich über praktische Alternativen von unten austauschen? Alltagsalternativen aufbauen und Angriffspunkte der großen Energiekonzerne suchen?

Bei unserem transnationalen Solarbauworkshop Anfang August 2010 kannst Du lernen, wie Sonnenwärme mit einfachen und möglichst recycelten Materialien genutzt werden kann. In einem D.I.Y.-Landprojekt bei Berlin werden wir gemeinsam diskutieren, planen und bauen und viel lernen. Der praktische Teil besteht in dem gemeinsamen Bau einer Solardusche und eines Solarkochers mit Begleitung von erfahrenen Menschen. Die Vermittlung und Durchführung soll so stattfinden, dass zu Hause gleich weitergebaut und -gelernt werden kann. Ungleichheiten, z.B. zwischen männlich oder weiblich sozialisierten Menschen im Bereich handwerklicher Arbeit , sollen thematisiert und bearbeitet werden.
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Coole Aktion von Robin Wood, inhaltliche Ansätze von unten und Reflektionen über “Druck ausüben”

Robin Wood AktivistInnen erkletterten am 3. Juni einen Baukran auf der gerodeten Baufläche im Kelsterbacher Wald, auf der gerade die Landebahn Nord-West des Frankfurter Flughafens gebaut wird. Dort wo nun eine Wüste ist war vor 2 Jahren die Besetzung gegen die Landebahn.
Die AktivistInnen hängten ein ein rund 130 Quadratmeter großes Transparent mit der Aufschrift: „Save the Climate – Stop Airport Expansion“. Die Aktion fand in Bezug auf die Klimakonferenz in Bonn statt. Im Vergleich zu anderen NGOs agierte Robin Wood hier aber nicht appelierend (an die Regierungen) sondern setzt auf Widerstand von unten: “Die AktivistInnen nehmen auf diese Weise öffentlich Stellung zu den UN-Klimaverhandlungen, die zurzeit in Bonn laufen. Ihre Botschaft: Wartet nicht darauf, dass die Regierungen das Klima retten. Werdet selbst aktiv, baut Druck von unten auf und wehrt euch gemeinsam gegen extrem klimaschädliche Bauvorhaben wie den Ausbau von Flughäfen.” heißt es in einer Pressemitteilung von Robin Wood.
Weitergehend könnte mensch nun fragen: Was heißt Druck aufbauen? Heißt das nicht im Endeffekt dass am Ende doch die PolitikerInnen von oben entscheiden sollen, und lediglich mit Druck von unten das Ganze beeinflusst werden soll, anstatt dass die Entscheidungsfindungen selber auf die unterste Stufe gehoben werden.

Hier die vollständige PM von RoWo:
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Internationales Seminar zum Selbstbau von Solaranlagen und über Ökostrom von unten

Du lebst oder arbeitest in einem Projekt, das Sonnenwärme
mit D.I.Y.Technik nutzen will? Du bist aktiv gegen Umweltzerstörung,
Klimawandel und überhaupt Kapitalismus und möchtest Dich über praktische
Alternativen von unten austauschen? Alltagsalternativen aufbauen und
Angriffspunkte der großen Energiekonzerne suchen?
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Klima-Einheitsbrei

Klimaneutral, oder zumindest klimafreundlich ist heute eigentlich alles: Die Flugreise, der Sprit, die Bundeskanzlerin, die Kohlekraftwerke und die Bildzeitung. Für Klimaschutz zu sein ist also ungefähr so aussagekräftig, wie für Freiheit zu sein. Das ist auch jede. Menschen wachrütteln zu wollen, um ihnen klarzumachen wie schlimm der Klimawandel ist, wie es die meisten Umweltschützer machen ist also sinnlos. Vielmehr müssen die herrschenden Diskurse über den Klimawandel analysiert und angegriffen werden, nach denen der Neukauf eines Autos zum Beispiel ein klimaschonender Akt ist. Und es müssen Utopien einer wirklich klimafreundlichen emanzipatorischen Alternative aufgezeigt werden und einem herrschaftsförmigem Öko-Kapitalismus entgegengestellt werden. Dadurch wird auch klar, dass der K. nicht taugt für Klimaschutz. Denn im K. Muss immer soviel wie möglich produziert werden, und so billig wie möglich, sonst frisst einen die Konkurenz, die eben auf Umweltstandarts scheißt. Und Öko-Sparten wird es immer nur für die Reichen geben, die das Geld haben um sich ihr Gewissen frei zu kaufen. Umwelt- und Klimazerstörung ist immer ein Akt von Herrschaft: Herrschaft über die Natur, Herrschaft über die betroffenen Menschen, Herrschaft über Nicht-menschliche Tiere. Wenn die Betroffenen eines Flughafens- oder Autobahnneubaus selber entscheiden könnten, würde es diese meist nicht geben. Würden die Stimmen derjenigen miteinbezogen, die als erste unter dem Klimawandel leiden werden, wären schon längst effektive Maßnahmen dagegen unternommen worden. Würden Menschen ihre Herrschaft über Nicht-menschliche Tiere beenden, und somit auch die Tierhaltung, würde der größte Emmissionssektor wegfallen und gleichzeitig würden massenhaft Flächen frei, für Aufforstungen, welche der Atmosphäre wiederrum CO2 entziehen würden. Gegen Klimawandel zu kämpfen heißt also immer auch gegen Herrschaftsverhältnisse zu kämpfen.Klima-Einheitsbrei