Posts Tagged ‘Kopenhagen’

Eine sehr gute Analyse der Proteste in Kopenhagen

Freitag, Dezember 25th, 2009

gibt es hier

Farbabschlag auf die dänische Botschaft in Berlin

Freitag, Dezember 25th, 2009

Gefunden auf Indymedia
Dort heißt es: „In der Nacht vom 24.12. auf den 25.12. haben wir den nordischen Botschaften einen bunten Weihnachtsgruß hinterlassen.
Diese Aktion bezieht sich explizit auf die repressiven Maßnahmen der dänischen Regierung während des COP15 in Kopenhagen.
Fast 2000 Menschen wurden willkürlich verhaftet und unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten.
Unter dem massiven Einsatz von Tränengas, Pfefferspray und Schlagstöcken, an die sich Menschen auf der ganzen Welt erschreckenderweise schnell gewöhnen müssen, sobald sie von ihrem Recht auf Meinungsfreiheit gebrauch machen wollen, wurde am jüngsten Beispiel in Kopenhagen klar, dass jede Form von Protest dem Willen eines Polizeistaates zuwieder läuft und schon vor den Ansätzen zerschlagen werden sollte.
Wir hatten und haben nicht vor, dies unbeantwortet zu lassen!
Die Verschönerung der dänischen Botschaft ist nur ein kleines Zeichen unseres
Widerstandes- doch es wird sicher nicht das letzte sein.

FREIHEIT FÜR ALLE NOCH GEFANGENEN! „

Christiania nicht geräumt!

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

Weil viele mit der Googlesuche: Christiania geräumt auf diese Seite stoßen, hier noch die Mitteilung, dass Christiania nicht geräumt wurde, sondern es nur einen Angriff auf Christiania gab.

1000 Menschen gekesselt

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

1000 Menschen des blauen Blocks sind zur Zeit in Kopenhagen gekesselt. Auch auf andere Blöcke finden massive Polizeiangriffe statt.

Erneute Festnahmen in Kopenhagen

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

Heute wollen Demonstranten in Kopenhagen in verschiedenen Blöcken gekennzeichnet in verschiedenen Farben, zum Tagungshaus vordringen, wo dann zeitgleich TeilnehmerInnen des Gipfels raus kommen wollen und sich solidarisieren wollen.

Der grüne Block wurde bereits, zumindest teilweiße von den Bullen gestellt, angegriffen, gefesselt und gefangen genommen. Von 200 Menschen ist die Rede

Gegen Vereinnahmung und Personenkult

Mittwoch, Dezember 16th, 2009

Tadzio Müller sitzt in Kopenhagen in Gewahrsam, weil ihm Vorgeworfen wird an der Planung der heutigen Aktion beteiligt zu sein. Freiheit für ihn, genauso wie für alle anderen Gefangenen!
Für die Presse genauso wie für die linke Szene ist er aber nicht nur ein Gefangener, wie jeder andere auch. Denn er ist der „Sprecher des Climat Justice Action Netzwerkes“, in einer Pressemitteilung von alxis Passandakis ist Tadzio „einer der führenden Köpfe der sozialen Bewegung“ und die taz übernimmt diese Formulierung. Diese Reproduktion von StellvertreterInnenpolitik auch in der Szene ist ekelhaft.
Alexis Passandakis ruft dazu auf Solidemonstrationen gegen die Verhaftung von Tadzio Müller zu organisieren, und behauptet es hätte solche auch schon gegeben. Wohlgemerkt nicht für die Freilassung aller Gefangenen, sondern für die von Tadzio Müller.
Nur weil Tadzio Müller es bestens versteht die Proteste zu vereinnahmen und zur eigenen Profilierung zu nutzen, ist seine Ingewahrsamnahme nicht schlimmer als die von anderen.

Tadzio Müller ist geübt darin Proteste zu vereinnhamen. So bildete er auf dem Klimacamp 08 in Hamburg zusammen mit Alexis Passadakis und Ines Koburger das Presseteam, welches die gesamten Proteste vereinnahmte und Menschen die die Pressearbeit aus kritischer Sicht unterstützen wollten, aus dem Pressezelt prügelte.
Die taz nannte ihn den Importeur des Klimacamps, und dort erzählte er auch breit, wie er das Klimacamp nach Deutschland holte, obwohl es eine ganz andere Gruppe war, die die Idee dazu hatte, die Vorarbeit leistete und dann unter anderem durch Tadzio Müller und Alexis Passandakis vereinnahmt wurde.

Wer Tadzio Müller aus den tausenden Verhafteten hervorhebt folgt der gleichen Logik, nachder Tote irgendwo auf der Welt erst nennenswert werden, wenn es irgendwelche Stars oder deutsche sind, die ums Leben kommen.

Christiania geräumt/angegriffen im Zusammenhang mit den Gipfelprotesten in Kopenhagen

Dienstag, Dezember 15th, 2009

Nachdem in Dänemark im Zuge der Gipfelproteste gegen den COP 15, faktisch der Polizeistaat eingeführt wurde, um jeden Widerstand dagegen im Keim zu ersticken, drehen die Bullen nun komplett durch und räumten gestern Nacht Christiania, ein seit 1971 existierender Freiraum, im Zentrum von Kopenhagen, in dem hunderte Menschen wohnen, und der von tausenden genutzt wird für kulturelle, soziale und politische Zwecke. Während den Gipfelprotesten wurde er als Rückzugsort vieler AktivistInnen genutzt. Christiania ist wohl der größte innerstädtliche Freiraum Europas gewesen. Und nun ist er geräumt. Zwei Fliegen mit einer Klatsche für die dänische Regierung, wenn das mal nicht eine zuviel war.
Nachdem es gestern abend zum Errichten von Barrikaden am Eingang zu Christiania kahm, stürmten die Bullen das Gelände mit Hundestaffeln, Wasserwerfern, Räumfahrzeugen, und hunderten Bullen. Das Viertel ist verwüstet und Bullen besetzten es zur Zeit.
Als Antwort brannten in der Stadt gestern Nacht Autos.
Diese Räumung darf nicht unbeantwortet bleiben, die Errichtung eines dämischen Polizeistaates darf nicht unbeantwortet bleiben.

Tränengas in Kopenhagener Gefangenensammelstellen

Montag, Dezember 14th, 2009

Hier gibt es einen Artikel über die Verhältnisse in den Gefangenensammelstellen in Kopenhagen in denen es zu Tränengaseinsätzen gegen rebellierende Gefangene kam. Tränengaseinsatz gegen auf engstem Raum gefangene lässt sich wohl getrost als Folter bezeichnen.
Solidarität mit den Gefangenen! Zeigt eure Solidarität, seid kreativ, lasst euch etwas einfallen!

Demonstration der internationalen Landlosenbewegung Via Campesina

Montag, Dezember 14th, 2009

Gestern fand, trotz der massiven Repression in Kopenhagen, eine Demonstration der Internationalen Landlosenbewegung Via Campesina mit etwa 1000 TeilnehmerInnen statt. Thematisiert wurde unter anderem die Klimazerstörung, aufgrund der Regenwaldzerstörung durch den Sojaanbau für die Fleischproduktion.
Einen ausführlichen Artikel dazu gibt es hier

Zu ergänzen ist vielleicht noch, dass die Tierhaltung allgemein einer der größten Sektoren für den Treibhausgaßausstoß ist. Eine neue Studie, die aber mit Vorsicht zu genießen ist, behauptet sogar, die Hälfte aller Treibhausgaße würden durch die Tierhltung verursacht.
Der hohe Anteil an den Emmissionen liegt zum einen an den weit größeren Anbauflächen die für die Tierhaltung nötig sind, da über den Umweg Tier nur jede 7te pflanzliche Kalorie beim Menschen ankommt, für diese Anbauflächen wird oft Regenwald gerodet, oder zumindest konkurieren sie mit anderen Nutzungsformen, bei denen weit mehr CO2 gespeichert wird, als in der Landwirtschaft, wie Wälder und Moore. Zum anderen ist der Methanausstoß bei der Rinderhaltung ein entscheidender Faktor, sowie der Düngemitteleinsat, der natürlich auch mehr betrieben wird, wenn insgesamt mehr Flächen benötigt werden. Hinzukommt, dass für die Produktion von Tierprodukten viel mehr Liefer- und Verarbeitungsschritte nötig sind als für pflanzliche Produkte.
Eine vegane Ernährungträgt also viel zum Klimaschutz bei.

krasse Repression in Kopenhagen

Sonntag, Dezember 13th, 2009

Den zweiten Tag infolge nehmen die Bullen hunderte Gefangene, willkürlich, ohne jeden Anhaltspunkt.
Dafür wurde in Dänemark extra eine neue Rechtsgrundlage geschaffen, indem ein neues Gesetz verabschiedet wurde, dass es der Popelzei erlaubt, Menschen auf bloßen Verdacht hin bis zu 24 Stunden in Gewahrsam zu nehmen. Dieses Gesetz öffnet der Willkür und dem absoluten Polizeistaat alle Türen. In der praktischen Anwendung wird dann auch auf einen wirklichen Verdacht verzichtet, und wilkürliche Angriffe auf Teile von Demonstrationszügen erfolgen, als reine Einschüchterung und Machtdemonstration. So wurden gestern auf der Auftaktdemonstration (kritischer Bericht siehe weiter unten) 900 Menschen während der Demonstration gekesselt, gefesselt, mehrere Stunden in gefesselter Stellung im Kessel gefangen gehalten und danach in die Gewahrsam abtransportiert, wo sie heute früh wieder herauskahmen. Von den 900 in Gewahrsam genommenen lagen lediglich bei 3 weitere Verdachtsmomente vor. Diese werden weiter gefangen gehalten.
Auch heute wurden bei einer Demonstration mindestens 200 Menschen auf die gleiche Art und Weiße festgenommen. Augenzeugen berichten, davon dass vor der Polizeistation ständig neue Gefangenentransporter ankommen, Gefangene abliefern um wieder loszufahren und neue Gefangene zu holen.

Hier nimmt die Repression eine neue Dimension an. Das äußern der eigenen Meinung soll per Gesetz unmöglich gemacht werden. Der Popelzei-Einsatzleiter spricht davon, dass er überrascht sei von der hohen Zahl der Gefangenen…

Diese neue Dimension der Repression darf nicht unbeantwortet bleiben. Leistet Widerstand dagegen an allen Orten!
Freiheit für alle Meschen die in Kopenhagen noch Gefangen sind! Freiheit für alle Menschen die weltweit in Knästen sitzen.
Gegen den Klimawandel aktiv zu sein heißt auch gegen alle Autoritäten aktiv zu sein, denn ohne Herrschaft ist der Klimawandel möglich, weil er selber ein Herrschaftsverhältniss ist
Freiheit für alle