Posts Tagged ‘Kopenhagen’

Kann nicht soviel essen wie ich kotzen möchte

Samstag, Dezember 12th, 2009

„Der UN-Klimagipfel galt im Vorfeld als gescheitert. Doch jetzt schaffen Aktivisten und Diplomaten in Kopenhagen neue Fakten und Aufbruchstimmung.“ schreibt die Zeit. Ach wie schön, und alle zusammen!

„Viele von ihnen trugen himmelblaue Schuhbändel. Beim Klimagipfel in Kopenhagen müsse ein «Vertrag» geschlossen werden, der eine «gesunde Klima-Zukunft für uns alle» garantiere, sagte James Dannenberg, einer der Organisatoren.“ schreibt die schweizerische „Blick“. Jedoch gibt es nicht nur in blau demonstrierende Gutmenschen, sondern auch in schwarz vermummte Steinewerfer:
„Die mit Steinen und Knüppel bewaffneten Vermummten hätten sie sich unter die Teilnehmer des Demonstrationszugs gemischt, während diese zum Tagungszentrum des Klimagipfels zogen. Die Autonomen hätten zudem Knaller gezündet.“
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Der Untergang im Gutmenschentum

Samstag, Dezember 12th, 2009

Die Proteste in Kopenhagen gehen in der bürgerlichen Presse total im Gutmenschentum unter. In blau gehüllte BUNDler werden gezeigt, die Frau Merkel auffordern mehr für den Klimaschutz zu machen. Genau das ist die Problematik bei Gipfelprotesten. Ein Kampf um die Vereinnahmung ist allgegenwärtig und unumgänglich. Erst vereinnahmen die sich als radikaler gebenden Bündnisse die radikalen Teile der Proteste (siehe Ines Koburger, Artikel zwei weiter unten) um dann selber mitzuschwimmen in einem Bündnis mit derjenigen die lediglich mehr von den PolitikerInnen fordern. Die bürgerliche Presse greift das ganze dann dankbar auf, und verwertet es als gutes Beispiel für gelebte Demokratie und Bürgerengagement. Menschen hüllen sich in blau um für ihr Klima zu kämpfen. Super!
Ein Video vom ZDF
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„Die anderen sollen erstmal was fürs Klima tun“

Samstag, Dezember 12th, 2009

Die Argumentation der deutschen Vertretung in Kopenhagen (durch Frau Merkel) ist lustig: Erstmal werden jetzt von den anderen Ländern Anstrengungen gegen den Klimawandel erwartet. Schließlich kann Deutschland oder Europa ja den Karren nicht alleine aus dem Dreck fahren. Sonst würde das ja große Nachteile in der nationalstaatlich-kapitalistischen Konkurenz nach sich ziehen. Abgesehen von der Frage, wer denn den Karren überhaupt erst in den Dreck gefahren hat, und warum denn immer die Reduktion in Prozentzahlen des aktuellen Verbrauchs gerechnet werden muss und nicht absolut, ist diese Argumentation lustig, weil sie aufzeigt, wieso innerhalb einer UNO und innerhalb herrschender Verhältnisse ein wirklicher Klimaschutz nicht durchsetzbar ist: Er ist einfach gegenläufig zu den nationalstaatlichen und kapitalistischen Interessen. (mehr …)

„Wir sind keine UNO Gegner, wir wollen hier gar nicht die Legitimationsfrage stellen“

Freitag, Dezember 11th, 2009

…,sagte Ines Koburger im Freien Radio, als sie heute in einem Interview die gesamte Klimabewegung vereinnahmen durfte, und erklärte warum Menschen in Kopenhagen aktiv werden.
Ines Koburger ist im Koordinationskreis von Attac, bei Gegenstrom Berlin, und war Mitglied jenes berüchtigten Presseteams auf dem Klimacamp 2008, in Hamburg, welches vereinnahmende Pressearbeit leistete, ausschließend arbeitete und Menschen welche bei der Pressearbeit mitmachen wollten aus dem Pressezelt prügelten. (mehr …)

Einige Gedanken zu den geplanten Klima-Gipfel-Protesten in Kopenhagen

Samstag, November 28th, 2009

In Kopenhagen treffen sich diesen Dezember die Mächtigen der Welt, um den Klimawandel zu bekämpfen, nach ihrer Selbstdarstellung zumindest. Ein Nachfolgeprogramm für Kyoto soll ausgearbeitet und unterschrieben werden. Viel heiße Luft soll also produziert werden. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Nicht nur, dass das Abkommen nicht besonders vielversprechend aus Sicht des Klimaschutzes sein wird, in erster Linie wird mit dem Emmissionshandeldamit auch ein bisher unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht verwertbaren Gut, die Luft, verwertbar gemacht.

Aus gutem Grunde wurde Kopenhagen von KlimaaktivistInnen auserkoren zur Geburtsstunde einer Klimabewegung von unten. Einer Bewegung , die die Ernsthaftigkeit der aktuellen Situation, in Bezug auf den Klimawandel erkannt hat, und nicht länger auf diejenigen Vertrauen will, die die VerursacherInnen des Problemes sind, und nur ein sehr singuläres Interesse an dessen Lösung haben.
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