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Archiv für das 'Mainshill'-tag

Sabotage am Braunkohle Tagesbau in Mainshill

Am frühen morgen des 12.04.10 fand in Mainshill eine Sabotageaktion gegen den Braunkohletagebau statt. Zwei Raupenfahrzeuge D9T’s und ein 170 Tonnen schwerer Bagger O&K RH90 (face scrapping earth mover) wurden angegriffen, beide werden heute nicht einsatzbereit sein.

“Eine anhaltende Kampange für Sabotage in Mainshill wurde geführt und es wurde versprochen damit weiter zu machen, auch wenn die Arbeiten in der Mine begonnen haben. Das einzige was sich seit der Räumung geändert hat, ist das die Maschinen größer und teurer geworden sind. Die Fahrzeuge am Mainshiller Tagebau sind extrem rießig, genauso wie an jedem anderen Tagebau. Die Sabotage in Mainshill wird solange weitergehen bis die Ausweitung gestoppt wird!” heißt es in einer Stellungsnahme.

“Die Aktion wurde durchgeführt von autonomen UmweltschützerInnen in Solidarität mit den Menschen in South Lanarkshire die für den erhalt ihrer Dörfer ihrer Umwelt und ihrer Gesundheit gegen die Kohleindustrie kämpfen. Ebenso in Solidarität mit Menschen überall auf der Welt die gegen die Kohleindustrie kämpfen, insbesondere in Indien und Kolumbien” heißt es weiter.

Mainshill Solidarity Camp geräumt

Frei übersetzt von: earthfirst.org.uk

Am 5. Tag der Räumung wurde das besetzte Camp nun fertig geräumt. Die beiden letzten BesetzerInnen wurden aus dem schnell schrumpfenden Wald gezerrt und  in Gewahrsam genommen. Insgesamt wurden 45 Festnahmen über die Zeit der Besetzung gemacht und 70 Menschen ließen sich räumen, oder unterstützen die geräumten von außen. Während allen 5 Tagen konnte mensch sehen, wie der Staat Gewalt ausübt, gegen jene die positive Veränderungen bewirken wollen, und wie der Filz zwischen RichterInnen, Bullen und Konzernen funktioniert. Die letzten 5 Tage sahen aber auch mutigen Widerstand und AktivistInnen die sich solange dem Räumungsteam widersetzten bis sie an Händen und Füßen mit Kabelbindern gefesselt abtransportiert wurden und UnterstützerInnen, die 24 Stunden am Tag der Kälte ausharrten und auch Nachtwachen abhielten.

Die Räumung ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer lokalen Widerstandsbewegung und radikaler direkten Aktionen in der Region (wo viele andere Braunkohletagebauten entstehen sollen). Aus Aktionen wie dem Lahmlegen des zentralen Verladebahnhofs für Braunkohle (was am Mittwoch bereits zum 3. Mal passierte) und lokalem Engagement und Solidarität woraus die 7 monatige Besetzung resultierte lässt sich eine positive Veränderung in Richtung radikalem Umweltschutz in Schottland ableiten.

Aber wohin als nächstes gehen? Wir haben diese gierigen Kapitalisten dort getroffen, wo es ihnen am meisten Weh tut – an ihrem Geldbeutel – und wir freuen uns darauf zu hören wieviel es ihnen insgesamt gekostet hat. Über 30 direkte Aktionen fanden in den letzten 12 Monaten statt, und zwar ohne der Räumung. Maschinen wurden zerstört, Gesundheitsstudien veröffentlicht und Bündnisse geschmiedet mit denen die von Schwerindustrie und dem Klimawandel geschädigt werden.  Wir haben Tunnel gegraben, Bäume verteidigt und haben Bagger blockiert.

Das Solidaritätscamp wurde nun geräumt – Der Widerstand geht weiter.

Mainshill: Räumung Tag 4


Der Räumung ging gestern am vierten Tag weiter mit der Räumung der Kletter-AktivistInnen aus den Berg-Ahörnen, wo es am Tag zuvor, zu den extrem gefährlichen Einsetzen des Räumungsteams kam. Dort wurden 5 Menschen geräumt. Das versteckte Baumkronen-Camp, bekannt als ‘Ewok Village’ wurde ebenfalls geräumt durch hart anpackende Kletterer. Insgesamt wurden 9 AktivistInnen festgenommen.

Eine rießige Anzahl schweres Gerät wurde inzwischen für die Räumung aufgefahren, Möglichkeiten die Arbeiten vor Ort zu stoppen gibt es also eigentlich überall. Anscheinend ist es möglich noch auf die Fläche zu gelangen.

Update: Räumung in Mainshill

Am Mittwoch, dem dritten Tag der Räumung wurden weitere 7 weitere BesetzerInnen geräumt und in Gewahrsam genommen.

Während die Taktiken des National Eviction Team (NET) zunehmend brutaler und aggressiver werden, bleibt die Stimmung unter den BesetzerInnen stark. Es konnte bisher erst ein Kletterer geräumt werden. Es wurden aber Baumhäuser mit Bulldozern zerstört,  und die Kletter-AktivistInnen wurden über Nacht ohne Schlafmöglichkeit und ohne Netz gelassen. Bäume wurden in 50 Meter abstand zu besetzten Bäumen gefällt, was Lebensgefährlich ist. So hat der 3. Räumungstag zweifel an der Kompetenz der NET gestreut. Während der Bulldozer auf das Bumhaus zufuhr, um es zu zerstören wurde die NET von BeobachterInnen gewarnt, dass dieses Vorgehen lebensgefährlich ist, das interessierte aber niemanden.

Ein Baumhaus, ein Netz und ein Skyraft wurden von BesetzerInnen befreit. Das Tunnel-Räumungs-Team arbeitete die ganze Nacht um die unterirdischen Verteidigungsvorrichtungen zu entfernen.

Die 26 AktivistInnen, welche in den letzten beiden Tagen festgenommen wurden, wurden alle auf Kaution freigelassen. Vorgeworfen wird ihnen Hausfriedensbruch (?  “breach of peace”) oder “section 68(1) of the Criminal Justice and Public Order Act 1994″

Verladebahnhof bei Mainshill blockiert

Während die besetzte Fläche gegen den Braunkohleabbau in Mainshill gerade geräumt wird, hat ein Aktivist einen Kohle-Verlade-Güter-Bahnhof, den Ravenstruther coal rail terminal, für 5 Stunden komplett lahmgelegt, indem er sich an einen mit einem Lock-on festkettete. Er kletterte am Donnerstag morgen um 9:00Uhr auf einen Bagger und kettete sich fest.
15 Laster voll mit Kohle konnten so die Verladestation nicht erreichen und mussten so ihre Ladung wegwerfen, und der Kohlezug, welcher gerade beladen wurde, wurde ebenfalls gestoppt.

Die Aktion fand statt in Solidarität mit der Besetzung gegen den neuen Braunkohletagebau in Mainshill, welche gerade geräumt wird.
Der Verlade-Güter-Bahnhof Ravenstruther coal rail terminal, ist der wo auch die Braunkohle welche in Mainshill abgebaut wird verladen werden soll, um dann nach Süden gefahren zu werden um in Kohlekraftwerken wie DRAX verbrannt werden. DRAX ist das Kohlekraftwerk, welches am meisten CO2 in ganz Großbritannien in die Luft bläst und wo das erste Camp of Climate Action stattfand.

Die Regierung plant 33 neue Braunkohletagebaue in Großbrittanien. Braunkohle ist die dreckigste Form der Energiegewinnung. Auch in Deutschland wird Braunkohle abgebaut.

Ein Aktivist in Mainshill sagt: “Während das Klimachaos exponentiell wächst, wird es immer wichtiger Widerstand zu leisten gegen die weiter wachsenden Industrien der fossilen Energien, und sie zu blockieren. Wir werden alles in unserer Kraft stehende tun, um den Abbau, den Transport und die Verbrennung fossiler Energien, so unprofitabel wie möglich zu machen, und jeden Schritt von der Mine bis zum Kraftwerk bekämpfen.”


Jetzt: Räumung des Solidaritäts-camps in Mainshill

Gerade wird das Mainshill Solidarity Camp in Schottland geräumt.
7 Monate lang war die Fläche besetzt gegen den geplanten Braunkohleabbau und in Solidarität mit den anliegenden Gemeinden die sich seit Jahren gegen diesen und andere Braunkohleabbaugebiete wehren. Und gestern früh begann nun die Räumung. Sie wird allerdings einige Tage dauern, da es AktivistInnen gibt, die sich in Blockade-Tunneln verschanzt haben. Diese Technik ist in Großbrittanien weit verbreitet, und Räumungen dauern so schonmal mehrere Wochen.

Eine britische Besonderheit ist auch, dass nicht die Bullerei die Räumung durchführt, sondern eine Firma, mit dem Namen UK Evict. Sie wird lediglich durch 10 Bullen unterstützt.

Updates der Räumung:


  • 18Uhr (Ortszeit), Dienstag der 26.01:

    An diesem Morgen beseitigte das Tunnel-Team erfolgreich den sich ausbreitenden Schaum, der die erste Türe blockierte. Sie steckten eine Kamera in den Tunnel, und brachten eine Person
    raus. Ein Demonstrant wurde wegen Verstoß gegen einen Platzverweis (brach of peace) in Haft genommen. Für die vielschichtige Verteidigungsbastion, bekannt als brauchte es den ganzen Tag zum räumen. Kletterer brachten die letzten zwei Besetzer mit Einbruch der Abenddämmerung herunter.
    Drei weitere Protestierende hielten den ganzen Tag über eine Kiefern-Plantage besetzt, bevor sie geräumt wurden, jedoch besetzt einer auch weiterhin einen Baum, da das Kletterteam für die Nacht über ging.
    Wenngleich mensch die genaue Anzahl nicht weiß, sind immer noch viele Protestierende dort oben angekettet.
    Das Tunnel-Team wird auch die Nacht durch wieder am Werke sein, aber es gibt viele Wege in die “Zone” für die, welche sich der Räumung von innen heraus wiedersetzen wollen, und andere Rollen, dür jeden der von auserhalb Unterstützung leisten will.
  • 9Uhr (Ortszeit) Dienstag, der 26.01:
    Der Räumdienst (Bailiffs) & die Polizei arbeiten die ganze Nacht hindurch, mit nur 2h Pause
    -Komm hier hoch, wenn du kannst!
  • ‘Jetzt: Räumung des Solidaritäts-camps in Mainshill’ weiterlesen

Mainshill: Voraussichtlicher Räumungstermin ist am 25. Januar

Die BesetzerInnen der Fläche für den Tagebau in Mainshill, Schottland (Dieser Indy Linksunten-Artikel informiert über die Hintergründe), haben einen glaubwürdigen Tipp bekommen, dass die Räumung des Besetzungs-Camps voraussichtlich am 25. Januar sein wird. Die BesetzerInnen nehmen diesen Termin ernst, bereiten sich auf ihn vor, und rufen dazu auf, zur Unterstützung dazu zu kommen.

Bereits von Samstag, den 23. Januar, bis Dienstag, den 26. Januar wird es ein Vorräumungscamp geben im Mainshill Solidarity Camp, um Blockadevorrichtungen gegen die Räumung zu errichten oder zu erneuern, um direkte Aktionen durchzuführen.

Weitere Infos und eine Anreisebeschreibung findet ihr hier
Pre-eviction-Camp

Mainshill: Weitere Sabotage und Vor-Räumungscamp

Aktivistis blockieren Harvester

Im Mainshiller Solidaritätscamp in Schottland gegen die Errichtung eines Braunkohletagebaus steht die Räumung kurz bevor. Deshalb soll es vom Samstag, den 23. Januar, bis Dienstag, den 26. Januar ein Vorräumungscamp geben, um Blockadevorrichtungen gegen die Räumung zu errichten oder zu erneuern, um direkte Aktionen durchzuführen, und am besten um bis zur Räumung zu bleiben, und diese zu verhindern!

Am 13. Januar fand wieder eine größere Sabotageaktion statt. Einer von zwei Bohrfahrzeugen, welche im benachbarten Braunkohletagebau eingesetzt werden wurde sabotiert. Autonome Gruppen handelten hier in Solidarität mit dem Widerstand in Mainshill.

Weihnachtsgeschenke für Scottish Coal in Mainshill

Auch an Weihnachten waren die Heinzelmännchen in Mainshill aktiv und zerstörten vier Maschinen auf Europas größtem Braunkohletagebau, welcher sich nur 5 Kilometer entfernt vom Mainshill Solidarity Camp befindet.
Weitere Informationen über das Mainshill Solidarity Camp findet ihr hier auf dieser Seite weiter unten, oder hier auf indymedia Linksunten

Weitere Sabotage in Mainshill

Nahe der Besetzung in Mainshill gegen einen neuen Braunkohle-Tagebau, kam es am Mittwoche, den 16. Dezember erneut zu einer Sabotage Aktion. Ein Manager eines Vertragspartners, der im Camp Bodenproben nehmen wollte, parkte seinen Van direkt am Eingang des Camps, als er zurückkam musste er feststellen, dass die Scheiben des Vans eingeschlagen waren, und “out of mainshill” und “no more coal” daraufgesprüht war.

Die Besetzung in Mainshill hält noch an. Ausführliche Infos gibt es hier weiter unten, oder hier. Eine englischsprachige Webseite der Besetzung gibt es hier.


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Klima-Einheitsbrei

Klimaneutral, oder zumindest klimafreundlich ist heute eigentlich alles: Die Flugreise, der Sprit, die Bundeskanzlerin, die Kohlekraftwerke und die Bildzeitung. Für Klimaschutz zu sein ist also ungefähr so aussagekräftig, wie für Freiheit zu sein. Das ist auch jede. Menschen wachrütteln zu wollen, um ihnen klarzumachen wie schlimm der Klimawandel ist, wie es die meisten Umweltschützer machen ist also sinnlos. Vielmehr müssen die herrschenden Diskurse über den Klimawandel analysiert und angegriffen werden, nach denen der Neukauf eines Autos zum Beispiel ein klimaschonender Akt ist. Und es müssen Utopien einer wirklich klimafreundlichen emanzipatorischen Alternative aufgezeigt werden und einem herrschaftsförmigem Öko-Kapitalismus entgegengestellt werden. Dadurch wird auch klar, dass der K. nicht taugt für Klimaschutz. Denn im K. Muss immer soviel wie möglich produziert werden, und so billig wie möglich, sonst frisst einen die Konkurenz, die eben auf Umweltstandarts scheißt. Und Öko-Sparten wird es immer nur für die Reichen geben, die das Geld haben um sich ihr Gewissen frei zu kaufen. Umwelt- und Klimazerstörung ist immer ein Akt von Herrschaft: Herrschaft über die Natur, Herrschaft über die betroffenen Menschen, Herrschaft über Nicht-menschliche Tiere. Wenn die Betroffenen eines Flughafens- oder Autobahnneubaus selber entscheiden könnten, würde es diese meist nicht geben. Würden die Stimmen derjenigen miteinbezogen, die als erste unter dem Klimawandel leiden werden, wären schon längst effektive Maßnahmen dagegen unternommen worden. Würden Menschen ihre Herrschaft über Nicht-menschliche Tiere beenden, und somit auch die Tierhaltung, würde der größte Emmissionssektor wegfallen und gleichzeitig würden massenhaft Flächen frei, für Aufforstungen, welche der Atmosphäre wiederrum CO2 entziehen würden. Gegen Klimawandel zu kämpfen heißt also immer auch gegen Herrschaftsverhältnisse zu kämpfen.Klima-Einheitsbrei