Posts Tagged ‘Tagebau’

UK: Wieder Sabotage gegen Maschinen auf Braunkohletagebau

Donnerstag, Juni 10th, 2010

Übersetzt von earthfirst.org.uk

Im Braunkohle-Tagebau Banks Group’s Shotton nahe Cramlington wurden am Morgen des 24. Mai 13 Maschinen sabotiert.
Ein Bagger, zwei Bulldozer und 10 schwere Schürfraupe (heavy earth movers) wurden beschädigt. Es wurde Elektronik und Reifen durchschnitten, Kohlenstaub wurde in den Tank gefüllt und 150 Meter Wasserrohre wurden zerstört und so ein Teil der Mine überflutet.
Der Shotton Tagebau wird von Banks Mining betrieben, und wurde 2008 gestartet. Erwartungsgemäß werden hier 3,4 Millionen Tonnen Kohle abgebaut werden, 2 Millionen Tonnen Schiefer und 750 000 Tonnen Feuerfestton, in einer 8-Jahres-Periode.
Die Aktion wurde durchgeführt von einer autonomen Gruppe, die Widerstand leistet gegen die totale Umweltzerstörung, gegen Klimawandel, zivilisierte Kultur (Anm. des Überstetzers: was ist damit gemeint?) und in Solidarität mit allen Menschen die Widerstand gegen Kohleabbau leisten.

UK: Kohlezug durch Lock-Ons Aktion blockiert

Donnerstag, April 29th, 2010

Am 27. April wurde ein Kohlezug, der vom  Ffoss y Fran Tagebau nahe Merthyr Tydfil die Kohle abtransportieren sollte von KlimaaktivistInnen gestoppt, indem sie sich an die Schienen und an den Zug ketteten.

Ein erstes Team blockierte die Schinen ab 12 Uhr und informierte den Sicherheitsdienst der Kohlefirme über den Protest. Gegen 2 Uhr mittags trafen die Bullen ein und begannen damit die Leute aus den Lock-On Vorrichtungen zu flexen. Kurz bevor sie fertig waren kahm ein zweites Team von KlimaaktivistInnen und kettete sich unter den Augen der Bullen erneut fest. Der letzte Aktivist wurde um 17:15 aus der  Blockadevorrichtung gelöst. 18 Personen wurden in Polizeigewahrsam genommen.

Die Aktion wurde von AktivistInnen unter dem Label Rising Tide durchgeführt. Kim Green sagt:

Wir protestieren mit dieser Aktion gegen die Weiterführung des Abbaus und der Verbrennung von fossilen Energien im Angesicht der globalen Klimakrise. Durch das Scheitern von Kopenhagen, und das offensichtlich unzulängliche Regelwerk der englischen Politik, erzeugen die Notwendigkeit für Menschen grass-roots direct action zu machen. (Anm.: Warum sollten direkte Aktionen nur dann legitim sein, wenn die herrschende Politik versagt? Vielmehr sollte die herrschende Politik delegitimiert werden, und direkte Aktionen, als das Mittel der Wahl gegen Herrschaft und Umweltzerstörung auserkoren werden)

Diese Aktion fand ebenso zur Unterstützung der Menschen in Merthyr Tydfil statt, die schon seit 6 Jahren mit der Kampange ‚Residents Against Ffoss y Fran‘ gegen die Mine kämpfen und welche betroffen sind, vom Lärm der Mine (16 Stunden am Tag), und vom Ruß und Dreck welcher in die Stadt geweht wird. Der Regen ist ebenfalls schwarz wegen der Mine.

In Großbrittanien ist ein rießiges neues Kohleprogramm geplant, alleine in Schottland sollen 20 neue Braunkohletagebaue entstehen. Braunkohle ist die dreckigste Form der Energiegewinnung überhaupt. Dagegen macht sich Widerstand breit. Neben vielen Blockadeaktionen wie dieser gibt es Bauplatzbesetzungen gegen die Minen und Sabotageaktionen an Minen- und Baufahrzeugen.

Noch eine Besetzung gegen Braunkohle-Tagebau in UK

Donnerstag, März 25th, 2010

In der Nacht vom 21. auf den 22. März besetzten Anti- Kohleabbau- AktivistInnen erneut einen Wald der für einen Kohletagebau weichen soll.
Die Blair House Open Cast Coal Site wurde in Solidarität mit den AnwohnerInnen und als direkte Intervention gegen die Umweltzerstörung die sie versursachen wird, besetzt. Vertragspartner haben in den letzten Wochen bereits Bäume auf der Fläche gefällt. Um das zu verhindern und UK-Caol’s Abbau-Pläne zu stoppen im Black Wood Wildlife Gelände wurde hier nun ein Camp errichtet.

Diese Besetzung ist die zweite auf einem Gelände von UK-Coal innerhalb von 2 Wochen und kommt 2 Monate nach der Räumung vom Mainshill Solidarity Camp in South Lanarkshire – ebenfalls eine Besetzung gegen einen Braunkohle-Tagebau.

UK-Coal hat die Erlaubniss bekommen 720,000 Tonnen Kohle abzubauen. Damit werden die Einwände der AnwohnerInnen einfach übergangen. Es gab etwa 150 Einwändungen gegen den Abbau und keine Zustimmung.

Das Gelände welches zerstört werden soll hat einen hohen ökologischen Wert und ist die Heimat des Kammmolchs, eine europäische geschützte Art sowie von Eichen, Birken, Orchideen, brütenden und überwinternden Vögeln, Fledermäusen, Eichhörnchen und Hasen.

Etwa 2.11 Mio Tonnen CO2 werden bei der Verbrennung der Kohle freigesetzt werden. Zusätzliches beim Prozess des Abbaus. Neue Kohleminen wie diese untergraben Schottlands CO2-Reduktionspläne.

Fiona Richards, eine der BesetzerInnen sagt:
Diese Kohlemine ist nur eine von 20 die in Schottland die Planungs-Erlaubnis bekommen hat. Wenn wir eine Chance haben wollen einen gefährlichen Klimawandel zu verhindern, und lokale Gemeinschaften vor Carbon-intensiver Industrie schützen wollen, müssen wir direkte Aktionen starten, da Stadtverordnete, Kohlekonzerne und die Regierung ihren kompromisslosen Unwillen gezeigt haben die Probleme zu lösen die wir bekämpfen.

Neue Besetzung wegen Kohletagebau in England

Sonntag, März 21st, 2010

Seit der zweiten Märzwoche gibt es ein Camp auf der Huntington Lane Tagebaufläche in Telford im Westen von England bei Birmingham. Es handelt sich um ein knapp 100 Hektar großes lokales Naturschutzgebiet mit altem Waldbestand. Der Tagebau der Firma UK Coal soll innerhalb von drei Jahren 900.000t Kohle fördern und wird für mindestens 2.430.000t CO2-Emissionen sorgen. Danach soll es wieder in Grünland verwandelt werden.

Banneraktion am Bahnhof
Schon am 6. März wurden in Telford Transparente von Brücken gehangen. Ein Sprecher der Aktivist_innen sagte:

Wir glauben, dass Kohleverbrennung zur Stromerzeugung eine antiquierte und überholte Technologie ist. Es ist hochgradig ineffizient und verantwortlich für die Freisetzung großer Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre. Wenn die britische Regierung die Ursachen des Klimawandels ernsthaft angehen würde, gäbe es keinen Bedarf für die Schaffung solcher Gebiete wie Huntington Lane. Es ist eine Tragödie, dass dieser schöne Ort in einem „Gebiet von außerordentlicher natürlicher Schönheit“ (Area of Outstanding Natural Beauty) wegen der Verfolgung dreckiger Kohleprojekte verloren gehen wird.

Bei einem Spaziergang am 7. März stellte sich heraus, dass schon viele Bäume gefällt wurden, was darauf hinweist, dass weitere Arbeiten in Kürze bevorstehen könnten.

Auf ihrem Blog berichten die Aktivist_innen über den fortschreitenden Ausbau ihres Camps und schreiben, was sie noch brauchen:
defendhuntingtonlane.wordpress.com

Zudem gibt es eine Einladung zu einem Besprechungs- und Bauwochenende über Ostern im Camp.

Bild vom Camp
Campbesucher_innen