Posts Tagged ‘there’s no green capitalism’

„Nicht an Bäume ketten, sondern Greenwashingclips der DB schauen“, für den Klimaschutz versteht sich

Donnerstag, Mai 13th, 2010

Dass Bahnfahren Klimaverträglicher als der motorisierte Individualverkehr ist, ist Allgemeinwissen. Dass die Deutsche Bahn mit ihrer Politik „Bahn für Reiche“ eine wirklich klimafreundliche Mobilität verhindert, hat vielleicht seine Gründe auch darin, dass diese Politik von Ex-Autolobbyisten geprägt wird. Regionalstrecken werden stillgelegt – weil unrentabel, und Milliarden werden in Hochgeschwindigkeitslinien, gesteckt. Dass die Bahn mit ihren Atommülltransporten, die Atomkraft erst möglich macht, gehört angegriffen.
Dass genau diese Bahn nun meint es wäre nicht mehr nötig „sich auf Demonstrationen an Bäume zu ketten“, weil es sie ja gibt, die jetzt das Klima retten, und überhaupt wenn jede/r mal den Deckel auf den Topf macht, wäre schon alles gelöst: Mensch weiß nicht ob mensch lachen oder kotzen soll. Schaut selbst:

Greenwashing für AnfängerInnen

Ach übrigens: Für jede/n der/die diesen Eintrag liest wird das Streckennetz der DB für eine Stunde beim nächsten Castor blockiert! Also schön zuhause bleiben und Blogs lesen! Und den Deckel auf’n Topf machen!

Öl-ympiade und Gegen-Konferenz

Samstag, Februar 13th, 2010

KlimaaktivistInnen rufen auf zu einer Gegen-Konferenz gegen die Öl-ympiade.
Denn diese werden von einer Allianz aus klimazerstörenden Konzernen gesponsert, und werben trotzdem damit die „grünsten Spiele
aller Zeiten“ zu veranstalten. Die Sponsoren in der Einzelansicht:

  • General Motors ist ein Nationaler Partner der Olympischen Spielen und einer der größten Gegner von effektiven Maßnahmen gegen den Klimawandel. Erst vor 2 Jahren nannte ein stellvertretender Vorsitzender von GM die globale Erwärmung einen kompletten Schwachsinn. GM versorgt die Spiele mit einer rießigen Autoflotte. Fast ausschließlich mit spritfressenden SUVs, sogenannten Stadtpanzern.
  • Petro-Canada ist ein weiterer nationaler Partner der Spiele und der Einzelhandel-Part der Gewinnung von Tar Sands . Die Gewinnung von Öl aus Sand ist die dreckigste Form der Ölgewinnung.
  • The Royal Bank of Canada ein prominenter Sponsor der olympischen Spiele, ist auch der größte Sponsor der Ölgewinnung aus Sand.
  • Die Regierung von British Columbia ist der Hauptgeldgeber der olympischen Spielen. Sie will aber auch 1.000 Kilometer neue Autobahnen bauen, was zu jährlich 2 000 000 Tonnen mehr an CO2 Emmissionen führen wird. gatewaysucks.org

Deßhalb hat sich eine Widerstandsbewegung gegen diese Ölypiade gebildet. Unter anderem gab es parllel zu den offiziellen Eröffnungsfeierlichkeiten, dagegen ein „Welcoming the Olympics with a Mass Festival and March!„.

„Grüner Kapitalismus“ zerstört selbstorganisierte Gemeinschaften

Samstag, Januar 30th, 2010

In Chiapas, dem südlichsten Budesstaat Mexicos, halten die Zapatistas viele Dörfer und Landstriche besetzt, und leben in Autonomie, unabhängig von jeder Regierung. Denen sind die Zapatistas deßhalb natürlich schon länger ein Dorn im Auge. Denn wo Menschen selbstorganisiert leben und wirtschaften, dort lässt sich aus einer ganzen Region nichts verwertbares rausholen. Und nun wurde erkannt, dass sich mit „grünem Tourismus“ Kohle machen lässt. Da stören selbstverwaltete Dörfer natürlich. Regenwälder werden gefällt, für Hotels u.s.w. Aber diese werden dann „Alternativ“ und „Grün“ hergerichtet,  so dass das niemandem mehr auffällt. Drum werden diese selbstverwalteten Gemeinden dann mit bruteler Polizeigewalt geräumt. Das absurdeste: Oft geht der Staat gegen die Zapatistas vor, durch die Umweltbehörde, weil die Zapatistas, anscheinend Umweltstandarts nicht einhalten würden.

Gefunden auf Indymedia

Am 29. Januar 2010 meldete die Junta der Guten Regierung von La Garrucha, dass am 22. Januar eine Militäroperation mit vier Helikoptern in der Gemeinde Laguna San Pedro im autonomen Landkreis Ricardo Flores Magón durchgeführt worden sei. An dem Angriff nahmen laut Angaben der Zapatistas Polizeieinheiten, die mexikanische Bundesarmee sowie Funktionäre der föderalen Umweltbehörde Profepa teil. Begleitet wurden sie von Journalisten und Kamerateams. Der zapatistische Rat beschuldigt die staatlichen Sicherheitskräfte folgender Delikte: Abbrennen der Häuser, Zerstörung von Obstbäumen, Plünderung des Kooperativenladens sowie Diebstahl von Werkzeugen und Grundnahrungsmitteln wie Bohnen und Mais. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind später offenbar unter Zwang per Hubschrauber in eine Notunterkunft nach Palenque geflogen worden. Verantwortlich gemacht wird die Bezirksregierung, die Regierung des Bundesstaates Chiapas von Juan Sabines und die föderale Regierung unter Felipe Calderón. Die Zapatistas prangern an, dass die Regierung einerseits von Dialog und friedlicher Umsiedlung spricht und gleichzeitig gewaltsam gegen Dörfer ihrer Organisation vorgeht. Die Angehörigen des Rates von La Garrucha beziffern den Schaden auf 585.155 mexikanische Pesos (über 32.000 Euro). Als Hintergrund der Räumung vermuten die Zapatistas den Ausbau des so genannten „Öko-Tourismus“ in der Region.